Teilchen in Feldern
Physik
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Basiswissen|
In elektrischen und magnetischen Feldern|
In Gravitationsfeldern|
In Wahrscheinlichkeitsfeldern|
Fußnoten
Basiswissen
Teilchen steht in der Physik meist für sehr klein gedachte Obekte wie die submikroskopischen Elektronen, Protonen, Neutronen oder auch Beta-, Alpha und Gammateilchen. Bei Feldern, die auf Teilchen einwirken können, kann man vor allem an elektrische Felder sowie an Magnet- und Gravitationsfelder denken. Oft interessiert die Form der Bahn, mit der sich ein Teilchen durch ein solches Feld bewegt. Felder sind dabei Denkkonstrukte, die jedem Punkt im betrachteten Raum eine irgendwie geartete Einflussnahme auf die Teilchen zuordnen.
In elektrischen und magnetischen Feldern
Art des Teilchen
Mit oder ohne Bewegung?
- Elektrisches Feld auf eine neutrale, nicht polarisierbare Ladung: keine Kraft
- Elektrisches Feld auf eine unbewegte elektrische Ladungen 👉 Coulombkraft
- Elektrisches Feld auf Elektronenstrahl 👉 Wehneltzylinder
- Elektrisches Feld auf polarisierbare Wasserteilchen 👉 Wasser-Influenz-Versuch
- Elektrisches Feld auf geladene Ölteilchen 👉 Millikan-Versuch
- Elektrisches Feld auf Elektronen im Atom 👉 Bohrsches Atommodell
- Magnetisches Feld auf eine unbewegte elektrische Ladung: keine Kraft
- Magnetisches Feld auf magnetisierbares Teilchen 👉 magnetischer Dipol
- Magnetisches Feld auf magnetisierbare Teilchen 👉 Magnetfeldlinien
- Magnetisches Feld auf bewegte Ladung in Leiter 👉 Hall-Effekt
- Magnetisches Feld als Käfig für Plasma 👉 TOKAMAK
- Magnetisches Feld auf bewegte Elektronen 👉 Helmholtz-Spule
- Magnetisches Feld auf bewegte Elektronen 👉 Fadenstrahlrohr
- Magntisches Feld auf Ionen des Sonnenwinds 👉 Polarlicht
- Elektromagnetisches Feld auf eine bewegte Ladung 👉 Lorentzkraft
- Elektromagnetisches Feld auf Elektronenstrahlen 👉 Braunsche Röhre
- Elektromagnetisches Feld beschleunigt Elektronen 👉 Elektronenkanone
- Elektromagnetisches Feld beschleunigt Ionen 👉 Linearbeschleuniger
- Elektromagnetisches Feld beschleunigt Ionen 👉 Kreisbeschleuniger
- Elektromagnetisches Feld beschleunigt Ionen 👉 Zyklotron
- Elektromagnetisches Feld beschleunigt Ionen 👉 Synchrotron
In Gravitationsfeldern
Teilchen, die eine Masse haben (z. B. Elektronen, Protonen, Neutronen, Staub, Wassertropfen, Moleküle, Atome) ziehen sich mit anderen solchen Teilchen immer gegenseitig an. Ist eines der Teilchen sehr groß im Vergleich zum anderen, etwa die Erde im Vergleich zu einem Stein, dann denkt man sich um das große Teilchen ein Gravitations- oder Schwerefeld. Dieses modellhafte [2] Gravitationsfeld wirkt dann immer anziehend auf jedes andere Teilchen mit Masse.
- Geschosse, Objekte erdnah ohne Luftwiderstand 👉 Fallgesetze
- Geschosse ohne Einfluss der Luftreibung und ohne Erdkrümmung 👉 Wurfparabel
- Geschosse mit Einfluss der Luftreibung und mit Erdkrümmung 👉 Ballistische Kurve
- Teilchen die in Gasen oder Flüssigkeiten herabsinken (z. B. Millikan-Versuch) 👉 Stokessche Gleichung
Feynmans 4·10⁴²
In Wahrscheinlichkeitsfeldern
Die moderne Physik ist eine Physik der Wahrscheinlichkeiten. Die klassische Idee, dass man für jeden einzelnen Vorgang in der Welt im Voraus genau angebeben kann, wie die Geschichte auch in Zukunft weiter geht, ist heute nicht mehr haltbar. Die wirklich fundamentalen Formeln der Physik machen bloß noch Aussagen darüber, in welche Richtung sich ein Prozess mit welcher Wahrscheinlichkeit weiter entwickeln könnte. So gedacht, gibt ein Feld an, wie jeder Punkt im Raum die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Beobachtungsergebnisse verändert. So kommt man zum Begriff der Wahrscheinlickeitsfelder. Hier sind einige Phänomene, die diese Sicht stützen.
- Elektronen, Neutronen, Photonen im 👉 Doppelspaltexperiment
- Elektronen im elektrischen Feld in einem Gas 👉 Ramsauer-Effekt
- Elektronen im Wahrscheinlichkeitsfeld eines Atoms 👉 Orbitalmodell
Der Begriff des Wahrscheinlichkeitsfeld ist in der Literatur der Physik eher selten anzutreffen. Stattdessen findet man Worte wie Wellenfunktion oder Wahrscheinlichkeitsverteilung. Im Kern drücken sie aber die Idee von Feldern aus, die Wahrscheinlickeiten für bestimmte Beobachtungen beeinflussen. Siehe mehr unter 👉 Wahrscheinlichkeitsfeld
Fußnoten
- [1] Einsteins bahnbrechende Schrift zur Relativitätstheorie, die er als fast ganz unbekannter Physiker im Jahr 1905 veröffentlichte, trägt den wenig revolutionären aber hier passenden Titel: Zur Elektrodynamik bewegter Körper. In: Annalen der Physik und Chemie. 17, 1905, S. 891–921. Warum der Titel so gut passt, und wie er letzten Endes zur Relativitätstheorie führte, ist erkärt im Artikel zu 👉 Einsteins Induktionsparadoxon
- [2] Bis zu Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie aus dem Jahr 1916 ging man von der Existenz einer sogenannten Gravitationskraft aus. Die Idee geht zurück auf Isaac Newton (1642 bis 1727). In Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie jedoch ist der Begriff der Gravitationskraft hinfällig geworden. Er wird dort ersetzt durch die Vorstellung gekrümmter Räume. Siehe dazu mehr unter 👉 Gravitationskraft
- [3] Feynman zum Verhältnis elektrostatischer zu gravitativen Kräften: "If we take, in some natural units, the repulsion of two electrons (nature’s universal charge) due to electricity, and the attraction of two electrons due to their masses, we can measure the ratio of electrical repulsion to the gravitational attraction. The ratio is independent of the distance and is a fundamental constant of nature. … The gravitational attraction relative to the electrical repulsion between two electrons is 1 divided by 4.17 × 10⁴²! The question is, where does such a large number come from?" In: Feynman, Richard P., Robert B. Leighton, and Matthew Sands. The Feynman Lectures on Physics, Vol. I. “The Theory of Gravitation.” Pasadena, CA: California Institute of Technology, 1964. Accessed January 15, 2026. https://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_07.html