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Millikan-Versuch

Physik

Basiswissen


Mit dem Millikan-Versuch wurde die Frage untersucht, inwiefern Elektrizität teilchenartig ist[3]. Der Versuch führte auch zur Bestimmung der Elementarladung eines Elektrons. Der Versuch wurde im Jahr 1910 vorgestellt. Über die zuvor bestimmte spezifische Ladung eines Elektrons[4] (Fadenstrahlrohr) konnte man dann auch die Elektronenmasse berechnen.

Was meint Elementarladung?


Die in der Natur kleinstmögliche Ladungsmenge. Ladung meint hier elektrische Ladung mit plus und minus. Diese Ladung kann man nicht beliebig kleine machen. Es gibt eine "atomare" kleinstmögliche Ladungsmenge. Diese heißt Elementarladung. Sie ist sehr klein. Siehe auch Elementarladung ↗

Was ist das Problem?


Theoretisch könnte man eine Elementarladung nehmen und ihre Kraft auf eine bekannte andere Ladung messen. Dann wüsste man wie groß die Elementarladung ist. Problem: eine Elementarladung ist so klein,
dass man sie nicht einzeln "packen" kann.

Was war Millikans Idee?



Und die Elementarladung?



Historische Einordnung


Als Mlllikan seine Versuche im Jahr 1909 im US-amerikanischen Chicago durchführte, lag der Erste Weltkrieg als große Zeitenwende noch gut 4 bis 5 Jahre in der Zukunft. Im selben Jahr erlangte der Franzose Louis Bleriot Weltruhm als er als erster Mensch den Ärmelkanal von Calais nach Dover in einem Flugzeug überquerte (Flugdauer: 36 Minuten und 30 Sekunden). In Deutschland herrschte Kaiser Wilhelm II und das Land Polen gab es noch nicht. Im Jahr 1912 sollte die Titanic zu ihrer Schicksalsfahrt aufbrechen.

Fußnoten


[3] Der Physiker Max Born charakterisiert Millikans Arbeit als "endgültige Bestägigung der korpuskularen Struktur der Elektrizität und seine genaue Messung der Elektronenladung". Max Born in: Albert Einstein Max Born Briefwechsel 1916-1955. Geleitworte von Bertrand Russell und Werner Heisenberg. Ullstein Buch, Frankfurt am Main, 1986. ISBN: 3-548-3445-7. Dort die Seite 157.