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Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

Metasystem-Bewusstsein

Definition

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Basiswissen


Gibt es ein Bewusstsein aus Bewusstseinen: der Begriff Metasystem Bewusstsein wird hier vorgeschlagen, um das hypothetische Bewusstsein von Metasystemen wie Organismen aus Zellen, Ameisenkolonien, Tierstämmen und hypothetischen Gebilden wie dem Global Brain zu untersuchen.



Bildbeschreibung und Urheberrecht
A) Freilebende Zellen können Überorgnismen wie etwa einen Schwamm bilden, B) Ameisen im Kollektiv, C) die menschliche Psyche als Ergebnis kollektiver Neuronen, D) Multiple Persönlichkeiten, E) Belgien bei Nacht wie neuronales Muster, und F) die hypothetische Noos- oder Geistsphäre der Erde © Gunter Heim/Gemini (KI) Gunter Heim Gunter Heim/Gemini Geralt NASA Gunter Heim/Gemini ☛


Motivation


Die Idee, dass ein Metasystem, etwa eine Gesellschschaft mehrerer Menschen, der Kosmos als Ganzes oder auch ein Organismus gedacht aus einzelnen Zellen ein übergeordnete, eigenes Bewusstsein haben könnte, kann durch recht verschiedenen Gedanken, Gefühlszuständen, Beobachtungen oder Theorien angeregt werden. Dabei kann man zwei große Gruppen bilden: a) die Idee oder Erfahrung, dass in der eigenen Psyche untergeordnete Psychen existieren und b) dass man selbst eine untergeordnete Psyche in einem größeren Ganzen ist.

Subsystem-Bewusstseine


Der folgenden Phänomenen liegt zugrunde, dass man als Persönlichkeit eine innere Vielfalt an untergeordneten Teilpersönlichkeiten spürt oder diese von außen beobachten werden. Die sich so empfindende Persönlichkeit wäre dann das Metasystem-Bewusstsein.

Innere Familie


Die Idee, das wir als gesunde Persönlichkeit aus einem Inneren Team [23], aus Subpersönlichkeiten [24] oder einer Inneren Familie [25] bestehen könnten deckt sich mit der alltäglichen von inneren Stimmen oder Beratern. Auch die Erfahrung, dass man manchmal, etwa bei Zorn, nicht man selbst wahr, passt zu diesem Bild.

Split Brain


Bei sogenannten Split Brain-Patienten ist die Hauptnervenbahn zwischen der linken und der rechten Gehirnhälfte getrennt. Ursache der Trennung kann ein Unfall aber auch ein gezielter operativer Eingriff sein. Das Phänomen ist seit den 1960er Jahren umfassend untersucht. Es gibt viele Schilderungen, dass jede Gehirnhälfte eine vollständig eigene Persönlichkeit darstellen kann, die mit der Persönlichkeit der anderen Hirnhälfte wenig gemein haben kann. [26] Schwierig wird dann die Frage, wie aus den zwei getrennten Persönlichkeiten bei Split Brain Patienten das Gefühl einer einheitlichen Persönlichkeit bei Personen mit vollständig verbundenen Gehirnhälften entstehen soll. [27]

Kraniopage Zwillinge


Als Kraniopag bezeichnet man siamesische Zwillinge, deren Körper am Kopf verwachsen sind. [35] In sehr seltenen Fällen ist auch Hirngewebe miteinader verwachsen. In solchen seltenen Fällen können tatsächlich Sinnesereignisse geteilt werden. Gibt man einem Säugling einen Schnuller in den Mund, wird auch sofort der andere Säugling ruhig. Ausführlich beschrieben - mit dem Einverständnis der Familie - ist das im Jahr 2006 in Kanada geborene Geschwisterpaar Krista und Tatiana Hogan. [36] Die zwei Kinder teilten sich gemeinsam Sinnesereignisse, reagierten aber ganz unterschiedlich auf sie.


ZITAT:

"Krista mag Ketchup, Tatiana nicht. Das stellte die Familie fest, als Tatiana versuchte, sich das Gewürz von der Zunge zu kratzen, auch wenn sie es nicht aß". [38]



ZITAT:

"Die Mädchen behaupten, dass sie die Gedanken des anderen kennen." Und sie haben "den gleichen Geschmacks- und Tastsinn, aber ihre Gliedmaßenkontrolle unterscheidet sich – ein Zwilling kontrolliert drei Arme und ein Bein, während beim anderen Zwilling das Gegenteil der Fall ist." [39]


Multiple Persönlichkeit


Der Begriff der multiplen Persönlichkeit, in der klinischen Diagnostik heute ersetzt durch dissoziative Identitätsstörung [28] steht für das krankhafte Phänomen, dass eine Person abwechselnd von verschiedenen oder sogar einander widersprechenden Persönlichkeiten kontrolliert zu werden scheint. Oft gibt zwei solche Subpersönlichkeiten, es können aber auch mehr sein. Eine autobiographische literarische Bearbeitung gab Olaf Stapledon mit seinem Buch A Man Divided. [29] Siehe auch 👉 dissoziative Identitätsstörung

Vielseelenelehre


Als Lehre von Vielseelen (multiple souls) bezeichnet man Vorstellungen, etwa in Asien oder Südamerika, dass die individuelle Seele eines Menschen aus mehreren unabhängigen Seelen besteht. Jede dieser Unterseelen kann zum Beispiel mit einem Organ oder einer Charaktereigenschaft verbunden sein. [30] Siehe mehr dazu im Artikel 👉 Vielseelenlehre

Metasystem-Bewusstseine


Gott, das All, Gaia
Bei den bisherigen Beispielen haben wir vom Blickpunkt einer menschlichen Einzelperson sozusagen in der Komplexität abwärts auf mögliche Teil-Bewusstseine geblickt. Nun drehen wir die Blickrichtung um und blicken von der menschlichen Einzelperson hin zu möglichen Überwesen. Viele spirituelle Praktiken zielen darauf ab, dass man als Mensch eine Einheit mit der Welt als Ganzem erfährt. Zu diesem kosmischen Allgefühl möchte ich hier auch die mystischen Verschmelzungs-Erfahrungen mit Gott hinzunehmen. Aber auch ganz unwillkürliche sich einstellende, oft kurz, Erlebnisse, gehen in diese Richtung.

Mystik


Als Mystik bezeichnet man verschiedene meist religiös geprägte Traditionen die in vielem an die Meditationsübungen aus dem Fernen Osten erinnern. Um zu höheren Einsichten und Erfahrungen zu gelangen werden die äußeren Sinneseindrücke und das rationale Denken meist bewusst geschwächt. Damit, so der Gedanke, öffne sich das eigene Bewusstsein für sonst nicht wahrgenomme Einflüsse. Das Gefühl einer Verbundenheit mit einem größeren Ganzen ist einer dieser Einflüsse.


ZITAT:

Fritz Mauthner: 1923 "Mystik, Mystizismus mag vorläufig einen Seelenzustand bedeuten, in welchem man sich zur geheimnisvollen Vereinigung mit dem All hingezogen fühlt" [31]


Konkret:


ZITAT:

Meister Eckehart (1260 bis 1328): "Manche einfältige Leute meinen, sie sollten Gott vorstellen, als stünde er dort und sie hier. So ist es nicht. Gott und ich wir sind eins. Mit dem Erkennen nehme ich Gott in mich auf, mit der Liebe gehe ich in Gott auf." [32]


Die Mystik war oder ist nicht nur in der westeuropäisch-christlichen Tradition lebendig. Auch im Judentum, im Islam und in der orthodoxen Ostkirche bis nach Äthiopien lassen sich große Mysterik finden. Siehe mehr dazu im Artikel zur 👉 Mystik

Meditation


Religiöse Praktiken der Mystik ähneln in vielen ihrer Techniken der fernöstlichen Meditation. Auch dort werden Erlebnisse von All-Eins-Sein beschrieben.


ZITAT:

Yogananda (1893–1952): "The wave is the same as the ocean, though it is not the whole ocean. So each wave of creation is a part of the eternal Ocean of Spirit. The Ocean can exist without the waves, but the waves cannot exist without the Ocean." [33]


Und:


ZITAT:

Lu Jiuyuan (1139–1193): "The universe is my mind, and my mind is the universe." [34]


Während in monothestischen geprägten Erfahrungen das Metasystem als Gott gezeichnet wird, beschreibt die fernöstlich Tradition eher Zustände des Einsseins mit dem Kosmos. Die sich daraus ergebenen Fragen im Sinne einer physikalischen Deutung sind ähnlich wie bei mystischen Gotteserfahrungen und werden weiter unten diskutiert.

Hypnagogie


Als Hypnagogie bezeichnet man den Schlummer-Zustand zwischen Wachsein und echtem Schlaf. In den wenigen Sekunden oder Minuten die der Zustand dauert, sehen viele (nicht alle) Menschen Gesichter oder Landschaften die wie aus einer anderen Realität transportiert zu sein sein scheinen. Wiederholt wird auch ein Gefühl des Eins-Seins mit der Welt beschrieben. Siehe mehr unter 👉 Hypnagogie

Sci-Fi


Literarisch und in der Pop-Kultur findet man die Idee, dass menschenähnliche Psychen Teil einer größeren Psyche sein können etwa ausgedrückt über die kollektive Lebensform der Borg in der Science Fiction-Serie Star Trek [11] oder über eine fiktive Gemeinschaft von Einzelwesen die bei ihrer philosophischen Suche nach dem Schöpfer der Welt zunächst geistig miteinander und am Ende geistig auch mit Gott, dem Sternenschöpfer verschmelzen. [12]

Zellseelen & Seelenzellen


In christlich-theologischer Tradition hatte nur der Mensch eine ihm von Gott gegebene Seele. Und noch bis ins 20. Jahrhundert ging man davon aus, dass Säuglinge noch gänzlich unbewusst seien. Im wesentlichen beschränkte man das Phänomen des Bewusstseins auf ältere Individuen der Art Mensch. Demgegenüber steht die Denkweise des Gradualismus. Dieser Zufolge ist Bewusstsein kein Phänomen im Sinne eines Alles oder Nichts. Vielmehr kann man es in verschiedenen Abstufungen bis hinunter zu einzelnen Zellen (Zellseelen) oder sogar bis in den Bereich der vermeintlich toten Materie (Mind-stuff) vermuten. Folgt man dieser Sicht, so könnte jede Zelle im Körper eines Menschen (oder einer Pflanze) mit einem irgendwie gearteten eigenen Bewusstsein ausgestattet sein. Aber ganz selbstverständlich empfindet sich auch der ganze Mensch als Träger eines Bewusstsein. Damit steht das Bild eines Körpers im Raum, bei dem ein Bewusstsein des ganzen Leibes gleichzeitig mit den Bewusstseinen vieler den Leib aufbauenden Zellen koexistiert. Wir haben mindestens ein Bewusstsein auf der Metaebene vieler Zellen und viele Bewusstseine auf der untergeordneten Ebene der Zellen. Philosophisch eher unbekümmert, führte der deutsche Biologe Ernst Häckel schon im 19. Jahrhundert viele Belege dafür an, dass Zellen beseelt sein könnten. Ausführlich damit beschäftigt sich der Artikel zu Häckels 👉 Zellseelen und Seelenzellen

Das Metasystem-Bewusstsein erster Art


Die Bewusstseine von 100 Ameisen verbinden sich auf eine geheimnisvolle Weise und ergeben dann ein neues, ein 101stes Bewusstsein. Die vorher schon vorhandenen Bewusstseinselemente bezeichnete man dabei wechselnd zum Beispiel als Mind-stuff [15], Mind dust [16] oder Geiststaub [17]. Das ist was der Psychologe William James (1842 bis 1910) als compound mind [10] bezeichnete und gleichzeitig ablehnte:

MERKSATZ:

Metasystem-Bewusstsein als Verschmelzung von Einzelbewusstseinen: "Where the elemental units are supposed to be feelings, the case is in no wise altered. Take a hundred of them, shuffle them and pack them as close together as you can (whatever that might mean); still each remains the same feeling it always was, shut in its own skin, windowless, ignorant of what the other feelings are and mean. There would be a hundred-and-first feeling there, if, when a group or series of such feeling were set up, a consciousness belonging to the group as such should emerge. And this 101st feeling would be a totally new fact; the 100 original feelings might, by a curious physical law, be a signal for its creation, when they came together; but they would have no substantial identity with it, nor it with them, and one could never deduce the one from the others, or (in any intelligible sense) say that they evolved it […] Take a sentence of a dozen words, and take twelve men and tell to each one word. Then stand the men in a row or jam them in a bunch, and let each think of his word as intently as he will; nowhere will there be a consciousness of the whole sentence. […] The private minds do not agglomerate into a higher compound mind."

Hier treten sofort eine große Anzahl philosophisch ernsthafter Fragen auf. Durch welchen Prozess verbinden sich die Einzelbewusstsein? Zu welchen Anteilen gehen sie in das neue 101ste Bewusstsein ein? Erfahren sie davon etwas, gibt es eine Rückwirkung vom 101sten Bewusstsein auf die Einzelbewusstsein? Treten im 101sten Bewusstsein neue Bewusstseine, sogenannte Qualia auf, die den Einzelbewusstseinen nicht zukommen? Und so weiter. Solche Fragen werden in der Philosophie des Geistes diskutiert unter dem Stichwort 👉 Kombinationsproblem

Das Metasystem-Bewusstsein zweiter Art


Hier entsteht das Metasystem-Bewusstsein nicht direkt aus den schon vorher vorhandenen Einzelbewusstseinen. Vielmehr ist das Metasystem-Bewusstsein mit denselben materiellen Bestandteilen der Welt verbunden wie die Einzelbewusstsein. Es gibt aber keine direkte Verbindung oder Verbindungsprozesse zwischen den Einzelbewusstseinen, oder aber solche Verbindung sind nicht wesentlich nötig.

MERKSATZ:

Metasystem-Bewusstsein als paralleles Bewusstsein in einem geteilten materiellen System

Man stelle sich das kollektive Bewusstsein eines Menschen parallel zu einem hypothetischen Bewusstsein seiner vielen Milliarden von einzelnen Zellen vor. Die Fragen die hier auftreten ähneln den Problemstellung von Datenbanksystemen oder gemeinsam bearbeiteten Textdokumente im Sinne der Informatik [20]. Wenn mehrere Benutzer gleichzeitig auf demselben Datensatz arbeiten, muss irgendwie geregelt sein, welche Änderung die gültige ist.

Abgrenzung von Metasystem-Bewusstsein zu ähnlichen Begriffen


Der Begriff Metasystem-Bewusstsein soll ausdrücklich nur für das individuelle Bewusstsein eines Systems aus Untersystemen stehen. Genau in dieser Bedeutung verwendete bereits 1890 William James den Begriff der compound mind [10]. Dem sehr nahe kommt der englisch Begriff der Hive Mind, der im Sinne eines zusammenhängenden Gesamtbewusstseins zwar auch auf menschliche Gesellschaften übertragen wird [6], aber immer auch den Sonderfall der Bienenvölker behält. Der im Englischen verwendete Begriff der Metamind hingegen bezeichnet eher einen Bewusstseinszustand, der sich selbst wahrnimmt [7], was man heute auch als Metakognition [8] oder auch Metabewusstsein bezeichnet [12]. Dennoch wird Metamind auch im Sinne eines Metasystem-Bewusstsein verwendet [13]. Der Begriff des Kollektivbewusstseins hingegen wird meist für das soziologische Phänomen gemeinsam wahrgenommener Werte und Denkweisen innerhalb einer Gesellschaft verwendet [9] und ähnelt darin Freuds Über-Ich [11]. Der Begriff von einem kollektiven Bewusstsein wird sowohl im Sinne der Soziologie [2] [3] als auch als übergeordnetes Bewusstseins eines Kollektivs als Metasystem-Bewusstsein [4] verwendet. Die Worte Neuronal-, Mental- oder Geistverschmelzung schließlich haben neben medizinischen [37] auch mystisch-religiöse sowie transhumanistische prophetische Begleittöne. [18] Die transhumanistische Vision einer maschinenunterstützen Verschmelzung menschlicher Bewusstseine wird unter anderem diskutiert unter dem Stichwort der coalescing minds [19].

Psychologie

  • Bewusstsein, das Prozesse in sich selbst wahrnehmen kann, englisch auch Metamind 👉 Metabewusstsein
  • Fähigkeit, eigene psychische Prozesse überwachen zu können, etwa luzide Träume 👉 Metakognition
  • Die vom Individuum verinnerlichten Werte der eigenen Eltern nach Freud 👉 Über-Ich
  • Bewusstsein aus vorher eigenständigen Bewusstseinen nach Willima James 👉 Compound Mind

Soziologie


Der Begriff des Metasystem-Bewusstseins soll nun die Mehrdeutigkeiten der oben betrachteten Worte vermeiden. Als Metasystem-Bewusstsein soll ausschließlich ein Bewusstsein verstanden werden, dass als individuelles bewusstes Erleben mit einem Metasystem aus wiederum bewussten Teilen besteht.

Quaestiones


  • Lösen sich die ursprünglichen Teilbewusstsein im Metasystem-Bewusstsein auf oder bleiben sie parallel zu diesem bestehen?
  • Gibt es eine räumliche Obergrenze für ein einzelnes Bewusstsein? Kann es sich über tausende von Kilometern erstrecken?
  • Wenn Bewusstsein räumlich weit ausgedeht sein kann, welche Rolle spielt dann Einsteins Obergrenze für Geschwindigkeit?
  • Kommt als materielles Substrat von einem kollektiven Bewussten nur bewusste oder jede Materie in Frage?
  • Kann ein Metasystem-Bewusstsein Qualia beinhalten, die keinem seiner konstituierenden Teilbewusstseine zukommt?

Fußnoten


  • [1] Hive mind kann sich einmal auf die Insektenstaaten beziehen oder auf auf eine Gruppe von Menschen: "the collective mental activity expressed in the complex, coordinated behavior of a colony of social insects (such as bees or ants) regarded as comparable to a single mind controlling the behavior of an individual organism. The tiny bees in a hive are more or less unaware of their colony, but their collective hive mind transcends their small bee minds" In einer verwandten Bedeutung bezieht sich das Konzept auf Gruppen von Menschen: "the collective thoughts, ideas, and opinions of a group of people (such as Internet users) regarded as functioning together as a single mind" In: “Hive mind.” Merriam-Webster.com Dictionary, Merriam-Webster. Abgerufen am 27. Feb. 2024. https://www.merriam-webster.com/dictionary/hive%20mind
  • [2] Kollektives Bewusstsein als eine Verbindung räumlich verteilter Menschen über Spiegelneuronen wird in enger Analogie zum klassischen Bindungsproblem betrachtet: "This paper discusses supportive neurological and social evidence for ‘collective consciousness’, here understood as a shared sense of being together with others in a single or unified experience." Die gemeinsame Erfahrung wird durch den neurologischen Prozess der Spiegel-Neuronen: "Combining these ideas with social mirror theory it is not difficult to imagine the creation of similar dynamical patterns in the emotional and even cognitive neuronal activity of individuals in human groups, creating a feeling in which the participating members experience a unified sense of consciousness. Such instances pose a kind of ‘binding problem’ in which participating individuals exhibit a degree of ‘entanglement’". Dabei betrachten die Autoren das kollektive Bewusstsein tatsächlich als ontologisch ein Bewusstsein, und nicht nur eine Gemeinsamkeit ähnlicher aber getrennter Inhalte: "The phrase collective consciousness is taken here in the strong sense of a shared feeling of being together with others in a single or unified field of experience. We contrast this with the ordinary meaning originally suggested by Émile Durkheim in 1893 to identify shared beliefs and moral attitudes within a society". In Allan Combs and Stanley Krippner: Collective Consciousness and the Social Brain. In: Journal of Consciousness Studies, 15, No. 10 - 11, 2008. Zur - hier ausdrücklich nicht gemeinten - Idee Durkheims, siehe 👉 Kollektivbewusstsein
  • [3] Kollektives Bewusstsein von Gruppen von Menschen: "This chapter proposes an account of collective consciousness based on individuals' capacity to (together) form a collective subject. Three essential features of collective subjectivity are delineated: plurality, awareness, and collectivity." In: Mathiesen, Kay, 'Collective Consciousness', in David Woodruff Smith, and Amie L. Thomasson (eds), Phenomenology and Philosophy of Mind (Oxford, 2005; online edn, Oxford Academic, 1 May 2010), https://doi.org/10.1093/acprof:oso/9780199272457.003.0012, accessed 27 Feb. 2024.
  • [4] Das kollektive Bewusstsein einer globalen Superorganismus: "There is one sense in which people conceive of the noosphere as a futuristic planetary-scale entity of some sort—a fully functional superorganism with a global brain and collective consciousness, brought into being as the Internet evolves into an increasingly powerful and capable interconnecting force." In: Human Energy Podcast. Science of the Noosphere - Collective Consciousness - Marta Lenartowicz. July 24, 2023 Human Energy Season 1 Episode 18. Online: https://www.buzzsprout.com/2212977/13282409-science-of-the-noosphere-collective-consciousness-marta-lenartowicz
  • [5] G. Dawes Hicks, James Drever, J. A. Smith: Is the Mind a Compound Substance? In: Proceedings of the Aristotelian Society New Series, Vol. 26 (1925 - 1926), pp. 225-262 (38 pages). Oxford University Press. Online: http://www.jstor.org/stable/4544103
  • [6] Hive mind kann sich einmal auf die Insektenstaaten beziehen oder auf auf eine Gruppe von Menschen: "the collective mental activity expressed in the complex, coordinated behavior of a colony of social insects (such as bees or ants) regarded as comparable to a single mind controlling the behavior of an individual organism. The tiny bees in a hive are more or less unaware of their colony, but their collective hive mind transcends their small bee minds" In einer verwandten Bedeutung bezieht sich das Konzept auf Gruppen von Menschen: "the collective thoughts, ideas, and opinions of a group of people (such as Internet users) regarded as functioning together as a single mind" In: “Hive mind.” Merriam-Webster.com Dictionary, Merriam-Webster. Abgerufen am 27. Feb. 2024. Siehe auch 👉 Hive mind
  • [7] Thomas Reid betonte in seiner Theorie des Geistes, Bewusstsein unserer eigenen mentalen Zustände, was im Englischen als Metamind bezeichnet wird: "He [Thomas Reid] discovered that ordinary conception and belief presuppose consciousness of our mental activity and, therefore, that the human mind is essentially a metamind." In: Lehrer, Keith, 'Metamind: Belief, Consciousness, and Intentionality', Metamind (Oxford, 1990; online edn, Oxford Academic, 3 Oct. 2011). Siehe auch 👉 Metamind
  • [8] Zur Definition von Metakognition: "Metakognition [engl. metacognition; gr. μετά (meta) über, nachgeordnet] […] Wissen und Kognition über kogn. Phänomene. Innerhalb der Metakognition kann nach Flavell metakognitives Wissen von metakognitiver Überwachung und Selbstregulierung (Selbstregulation) unterschieden werden." In: Markus Antonius Wirtz (Hrsg.): Dorsch. Lexikon der Psychologie. 20. Auflage. Hogrefe Verlag, Bern 2021. Siehe auch 👉 Metakognition
  • [9] "Kollektivbewusstsein als Durchschnitt einer Gesellschaft: "Der Begriff des K. (»conscience collective«) wurde von E. Durkheim geprägt und stellt einen Schlüsselbegriff seines soziologischen Ansatzes dar. […] Der Begriff besagt jene geistige Einheit eines sozialen Systems - wie Gesellschaft, Gruppe oder Kollektiv - , die das System identitätsstiftend zusammenhält/konstituiert und sich in Sprache und Schrift, Moral und Recht, Brauch und Gewohnheit, Tradition und Institution, Wissen und Gewissen, aber auch kollektiven Handlungsweisen wie Riten und Zeremonien manifestiert und objektiviert. Es handelt sich um die »Gesamtheit der Anschauungen und Gefühle, die der Durchschnitt der Mitglieder derselben Gesellschaft hegt«" In: Metzeler Philosophie Lexikon. Herausgegeben von Peter Prechtl und Franz-Peter Burkard. 2. überarbeitete Auflage. Stuttgart, Weimar, 1999. ISBN: 3-476-01679-X. Dort die Seite 287. Siehe auch 👉 Kollektivbewusstsein
  • [10] William James im Jahr 1890 über die Unmöglichkeit einer compound mind: „Where the elemental units are supposed to be feelings, the case is in no wise altered. Take a hundred of them, shuffle them and pack them as close together asyou can (whatever that might mean); still each remains the same feeling it alwayswas, shut in its own skin, windowless, ignorant of what the other feelings are andmean. There would be a hundred-and-first feeling there, if, when a group or series of such feeling were set up, a consciousness belonging to the group as such shouldemerge. And this 101st feeling would be a totally new fact; the 100 original feelings might, by a curious physical law, be a signal for its creation, when theycame together; but they would have no substantial identity with it, nor it with them,and one could never deduce the one from the others, or (in any intelligible sense)say that they evolved it […] Take a sentence of a dozen words, and take twelve men and tell to each one word.Then stand the men in a row or jam them in a bunch, and let each think of his wordas intently as he will; nowhere will there be a consciousness of the whole sentence. […] The private minds do not agglomerate into a higher compound mind.“ In: The Principles of Psychology. 1890. Dort der Abschnitt "SELF-COMPOUNDING OF MENTAL FACTS IS INADMISSIBLE." Seite 160. Siehe auch 👉 compound mind
  • [11] Sigmund Freud (1856 bis 1939) sprach von einem Über-Ich oder von einem Ichideal: "Die Motive, die uns bewogen haben, eine Stufe im Ich anzunehmen, eine Differenzierung innerhalb des Ichs, die Ich-Ideal oder Über-Ich zu nennen ist, sind an anderen Orten auseinandergesetzt worden. Sie bestehen zu Recht. Daß dieses Stück des Ichs eine weniger feste Beziehung zum Bewußtsein hat, ist die Neuheit, die nach Erklärung verlangt." In: Sigmund Freud: Das Ich und das Es. Internationaler Psychoanalytischer Verlag. Leipzig. 1923. Dort speziell das Kapitel III: Das Ich und das Über-Ich (Ichideal). Siehe auch 👉 Über-Ich
  • [12] Metabewusstsein als Selbstreflektion: "Neuere Untersuchungen an luziden Träumern machten übrigens sichtbar, welche Gehirnzentren beim Erlangen des Ich-Bewusstseins aktiv werden, also welche Gehirnareale dazu beitragen, die Welt in einer selbstreflektorischen Art und Weise wahrzunehmen, d. h., ein Metabewusstsein zu haben." In: Stangl, W. (2024, 27. Februar). Metabewusstsein. Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik. Siehe auch 👉 Metabewusstsein
  • [13] Metamind als Bewusstsein des Globalen Gehirns: "Imagine all the minds in the world as individual neurons (or nodes in a network) that comprise a massive, transcendent mechanism - this is the metamind. […] More plainly, the internet is the nervous system and the brain, while the metamind is the subjective “consciousness” that lives in the mind." In: Garret Dailey: Blog über "Tripel Meta: Metaconsciousness, Metamind, Metanarrative". Aion. 27. August 2021. Online: https://www.aion.enterprises/blog/metaconsciousness-metamind-metanarrative
  • [14] Dass die Entstehung eines höheren Bewusstsein etwas Rätselhaften sein könnte, beschrieb schon früh der Biologe Ernst Haeckel: "Und daneben leisten nun außerdem diese bewunderungswürdigen Seelenzellen des Hirns noch jene höchst merkwürdige und rätselhafte Arbeit, welche wir mit einem Worte als Vorstellung bezeichnen. Sie sind es, die bei den höheren Tieren, wie beim Menschen, die vollkommensten aller Seelentätigkeiten, diejenigen des Denkens und des Verstandes und des Bewußtseins vermitteln." In: Ernst Haeckel: Zellseelen und Seelenzellen. Vortrag gehalten am 22. März 1878 in der Concordia zu Wien. Als Buch herausgegeben vom Verlag Alfred Krömer im Jahr 1909. Dort die Seite 22. Siehe auch 👉 Zellseelen und Seelenzellen
  • [15] Mind-Stuff ist definiert als "the simple elements of which consciousness is composed". In: William Kingdon Clifford. Encyclopedia Britannica, 30 Apr. 2023. Siehe auch 👉 Mind-stuff
  • [16] Mind-dust erklärt Bewusstsein: "If evolution is to work smoothly, consciousness in some shape must have been present at the very origin of things. Accordingly we find that the more clear-sighted evolutionary philosophers are beginning to posit it there. Each atom of the nebula, they suppose, must have had an aboriginal atom of consciousness linked with it; and, just as the material atoms have formed bodies and brains by massing themselves together, so the mental atoms, by an analogous process of aggregation, have fused into those larger consciousnesses which we know in ourselves and suppose to exist in our fellow-animals. Some such doctrine of atomistic hylozoism as this is an indispensable part of a thorough-going philosophy of evolution. According to it there must be an infinite number of degrees of consciousness, following the degrees of complication and aggregation of the primordial mind-dust. To prove the separate existence of these degrees of consciousness by indirect evidence, since direct intuition of them is not to be had, becomes therefore the first duty of psychological evolutionism." In: William James: The Principles of Psychology. Henry Holt. New York 1918. Dort das Kapitel CHAPTER VI. THE MIND-STUFF THEORY ab Seite 149. Online: https://www.gutenberg.org/cache/epub/57628/pg57628-images.html
  • [17] Ein Universum voller »Geiststaub«?: Der Panpsychismus in der aktuellen Geist-Gehirn-Debatte. Brill | mentis 2011. Herausgegeben von Tobias Müller und Heinrich Watzka. 2011. 360 Seiten. ISBN: 978-3897857476. Siehe auch 👉 Geiststaub
  • [18] In der Fankultur rund um die Kino- und Fernsehserien um Star Trek gibt es das eng verwandte Konzept der Mentalverschmelzung: "Bei der Mentalverschmelzung werden die Gedanken zweier Individuen miteinander verbunden. Sie entfernen die geistigen Barrieren, so daß jeder Beteiligte die Gedanken des anderen erfahren kann. Die Verschmelzung wird von einem Vulkanier eingeleitet, der das Gesicht des Partners mit den Fingerspitzen berührt. Die mentalen Prozesse werden synchronisiert. Der initiierende Vulkanier spricht folgende Worte: "Dein Geist zu meinem Geist. Deine Gedanken zu meinen Gedanken" In: Walter Glanzmann-Nagel: Die Vulkanier. Vulkanische Geistesverschmelzung. Das Star Trek Lexikon. Abgerufen am 28. Februar 2028. Online: http://glanzmann.bplaced.net/allgemein/voelker/vulkanier/verschmelzung.htm
  • [19] Coalescing minds als maschinenunterstützte Verschmelzung menschlicher Einzelbewusstseine über einen sogenannten Exokortex: "An exocortex may also prove to be the easiest route for mind uploading, as a person’s personality gradually moves away from the aging biological brain and onto the exocortex. Memories might also be copied and shared even without minds being permanently merged. Over time, the borders of personal identity may become loose or even unnecessary." In: Sotala, Kaj, and Harri Valpola. 2012. “Coalescing Minds: Brain Uploading-Related Group Mind Scenarios.” International Journal of Machine Consciousness 4 (1): 293 - 312. DOI: doi:10.1142/S1793843012400173. Online: https://intelligence.org/files/CoalescingMinds.pdf" In: Sotala, Kaj, and Harri Valpola. 2012.
  • [21] Der Urheber des Begriffs Metasystem, Valentin Turchin (1931 bis 2010) unterscheidet nicht ausdrücklich zwischen einem Metasystem-Bewusstsein erster oder zweiter Art: "My picture of the future is based on my picture of the past. The present stage of Cosmic Evolution is the integration of human individuals on the planet Earth. An attempt to be more specifc produces more questions than answers. How far will the integration go? There is no doubt that in the future (and perhaps not too far in the future) direct exchange of information among the nervous systems of individual people will become possible. Obviously, the integration (maybe partial) of nervous systems must be accompanied by the creation of some higher system of control over the unifed nerve network. […] One may hope that the new level of control will result in a new, higher form of consciousness, which will come into existence on top of the consciousness of the present day individual. This new consciousness may be, in principle, immortal." In: Valentin Turchin: A Dialogue on Metasystem Transition. The City College of New York. July 12, 1999. Dort das Kapitel "The Future of the World" auf sSeite 55. Online: http://cleamc11.vub.ac.be/Papers/Turchin/dialog.pdf
  • [22] Valentin Turchin spricht auch von einer Über-Seele (Oversoul). Wenn zukünftige Menschen aus Altersgründen zu sterben drohen, verbinden sie sich mit dem Gehirn eines hypothetischen kollektiven Überwesens und damit auch mit einer Über-Seele: "cybernetic contact between their individual nervous systems and the super-brain of the human super-being. As time goes on and the biological body disintegrates, the individual mind - or soul - becomes only a part of the Supermind - or the Oversoul. Cybernetic immortality come not instead of our normal life, but in addition to it, instead of death." In: Valentin Turchin: A Dialogue on Metasystem Transition. The City College of New York. July 12, 1999. Dort das Kapitel "The Future of the World" auf Seite 65. Online: http://cleamc11.vub.ac.be/Papers/Turchin/dialog.pdf
  • [23] Friedemann Schulz von Thun, Wibke Stegemann (Hrsg.): Das Innere Team in Aktion. Praktische Arbeit mit dem Modell. Rowohlt, Reinbek 2004, ISBN 3499616440. Siehe auch 👉 Inneres Team
  • [24] John Rowan: Subpersonalities: The People Inside Us. Routledge, 1989/1990. ISBN: 9780415043298.
  • [25] Richard C. Schwartz, Martha Sweezy: Systemische Therapie mit der inneren Familie. Vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2021, ISBN 978-3-608-89267-3 (Originaltitel: Internal family systems therapy. Second edition. 2020).
  • [26] Michael S. Gazzaniga: The Split Brain in Man. In: Scientific American, Vol. 217, No. 2 (August 1967), pp. 24-29. Siehe auch 👉 Split Brain
  • [27] Yair Pinto et al.: Split brain: divided perception but undivided consciousness. In: Brain, Volume 140, Issue 5, May 2017, Pages 1231 - 1237, https://doi.org/10.1093/brain/aww358
  • [28] Bettina Overkamp, Differentialdiagnostik der dissoziativen Identitätsstörung (DIS) in Deutschland - Validierung der Dissociative Disorders Interview Schedule (DDIS), Dissertation, Ludwig-Maximilians-Universität München, 2005, S. 11 ff. (Diskussion „die frühen Fälle einer multiplen Persönlichkeit“). Online: https://edoc.ub.uni-muenchen.de/4409/1/Overkamp_Bettina.pdf
  • [30] Vielseelenlehren gehen davon aus, dass die menschliche Psyche aus mehreren Bestandteilen besteht, etwa verbunden mit einzelnen Organen oder Charaktereigenschaften. Nach dem Tod geht jede dieser Seelen wieder einen Weg: "multiple souls, widely distributed notion, especially in central and northern Asia and Indonesia, that an individual’s life and personality are made up of a complex set of psychic interrelations. In some traditions the various souls are identified with the separate organs of the body; in others they are related to character traits. Each of the different souls making up a single individual has a different destiny after death." In: Britannica Editors: multiple souls. Encyclopedia Britannica, 3 Jan. 2013. Online: https://www.britannica.com/topic/multiple-souls
  • [32] Das Zitat von Meister Eckehart findet man in: Meister Eckehart: Deutsche Predigten und Traktate, herausgegeben und übersetzt von Josef Quint, S. 99-115.
  • [37] Von einem "neural mindmelding", einer nervlichen oder neuronalen Geistverschmelzung ist die Sprache in: Roelofs, L., Sebo, J. Overlapping minds and the hedonic calculus. Philos Stud 181, 1487–1506 (2024). Siehe auch 👉 Geistverschmelzung
  • [38] "Krista likes ketchup, and Tatiana does not, something the family discovered when Tatiana tried to scrape the condiment off her own tongue, even when she was not eating it". In: Roelofs, L., Sebo, J. Overlapping minds and the hedonic calculus. Philos Stud 181, 1487–1506 (2024). https://doi.org/10.1007/s11098-024-02167
  • [39] "The girls claim that they know each other’s thoughts. In addition, they share taste and touch, but their limb control differs — one twin controls three arms and a leg, while the reverse is true for the other twin." In: Segal NL. The Rare Sides of Twin Research: Important to Remember/Twin Research Reviews: Representation of Self-Image; Twins With Kleine–Levin Syndrome; Heteropaternal Lemur Twins; Risk of Dental Caries/In the Media: High-Society Models; ‘Winkelevii’ Super Bowl Twins; Multiple Birth × Three; Twin Sister Surrogate; A Presidential Twin? Twin Research and Human Genetics. 2019;22(5):419-424. doi:10.1017/thg.2019.84

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