Gradualismus (Bewusstsein)
Evolution
© 2026
Definition
In der Bewusstseinsforschung steht Gradualismus für einen mehr oder minder stufenlosen Übergang von verschiedenen Ausprägungen von Bewusstsein zwischen verschiedenen biologischen Lebensformen. Es gibt demnach keine scharfe Trennung zwischen bewussten und unbewussten Organismen sondern nur Unterschiede im Ausmaß oder der Ausprägung von Bewusstsein.
Charakterisierung
In der Evolutionstheorie steht Gradualismus für die Idee eines langsamen in kleinen Schritten sich vollziehenden Wandels bei der Veränderung von Arten:
DEFINITION:
Gradualismus bezeichnet "die herkömmliche, bereits von C.R. Darwin vertretene Vorstellung, daß der mikroevolutionäre Artwandel allmählich und nicht sprunghaft (durch das plötzliche Entstehen neuer Typen) abgelaufen ist."
Bleibt man eng an diesem Konzept, dann müssen alle Eigenschaften heute lebender Organismen aus kleinsten Veränderungen von der toten Materie aufwärts entstanden sein. Und zu diesen Eigenschaften zählt dann auch das Bewusstsein:
ZITAT:
Ernst Häckel, 1899: "Die wundervollste aller Naturerscheinungen, die wir herkömmlich mit dem einen Worte 'Geist' oder 'Seele' bezeichnen, ist eine ganz allgemeine Eigenschaft des Lebendigen. In aller lebendigen Materie, in allem Protoplasma müssen wir die ersten Elemente des Seelenlebens annehmen, die einfache Empfindungsform der Lust und Unlust, die einfache Bewegungsform der Anziehung und Abstoßung – Nur sind die Stufen der Ausbildung und Zusammensetzung dieser 'Seele' in den verschiedenen lebendigen Geschöpfen verschieden; sie führen uns von der stillen Zellseele durch eine lange Reihe aufsteigender Zwischenstufen allmählich bis zur bewußten und vernünftigen Menschenseele hinauf." [6]
Ernst Häckel verwendete hier statt Bewusstsein die auch theologisch bedeutsamen Begriffe Geist und Seele. Dabei muss man vorsichtig sein. Geist [7], Seele [8] und Bewusstsein [9] haben durchaus wichtige Unterschiede in der Bedeutung. Aus dem Gesamtwerk von Häckel aber wird klar, dass er mit den Worten im Wesentlichen das meinte, was man heute als Bewusstsein bezeichnet.
ZITAT:
Peter Godfrey-Smith, 2024: "Eine evolutionäre Sicht bestärkt auch einen gradualistischen Blick auf Bewusstsein: eine einfache Unterscheidung zwischen bewussten und unbewussten Tieren wird wahrscheinlich einem Blick weichen, der Unterschiede im Maß erlaubt". [3]
Das letzte Zitat soll stellvertretend für ein Aufleben der naturwissenschaftlichen Erforschung von Bewusstsein den 2010er Jahren stehen. Es gibt inzwischen eine breite, empirische Strömung an Forschungen zum Bewusstsein von Tieren, die evolutionär weit vom Menschen entfernt sind, aber Anzeichen eines bewussten Erlebens zeigen.
Vorgeschichte
Dass sich das Phänomen des Bewusstseins in leichten Abstufungen über das gesamte Reich der Lebewesen erstrecken, ist keine Offensichtlichkeit. Über lange Zeiten hinweg betrachte man Tiere als bloße Maschinen. Kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges etwa beschrieb der Philosoph Rene Descartes (1596 bis 1650) Tiere als bloße Automaten:
ZITAT:
Rene Descartes, 1649: "… es erscheint vernünftig, da die Kunst die Natur nachahmt und der Mensch verschiedene Automaten erschaffen kann, die sich unbewusst bewegen, dass die Natur selbst weitaus prächtigere Automaten hervorbringt als die künstlichen. Diese natürlichen Automaten sind die Tiere." [10]
Doch sollte man den Mechanismus Descartes nicht stellvertretend für die ältere Philosophie an sich nehmen. Differenzierter sah es zum Beispiel der Theologe und Philosoph Thomas von Aquin (1225 bis 1274). Er gestand Tieren durchaus Empfindsamkeit, nicht aber Denkfähigkeit zu:
ZITAT:
Thomas von Aquin (1225 bis 1274): "Keine Tätigkeit des empfindungsfähigen Teils kann ohne einen Körper stattfinden. Doch in den Seelen stummer Tiere finden wir keine höhere Tätigkeit als die des empfindungsfähigen Teils. Dass Tiere weder verstehen noch denken können, zeigt sich darin, dass sich alle Tiere derselben Art gleich verhalten, als ob sie von ihrer Natur getrieben wären und nicht nach irgendeinem Prinzip der Kunst handelten: Denn jede Schwalbe baut ihr Nest gleich und jede Spinne ihr Netz gleich. Daher gibt es in der Seele stummer Tiere keine Tätigkeit, die ohne einen Körper stattfinden könnte." [11]
Und auch im Zeitalter des aufkommenden mechanistischen Denkens, verwiesen Denker auf Anzeichen, dass Tiere mehr sein müssen als bloß Automaten:
ZITAT:
de Fontenelle, 1683: "Sagst du, dass Tiere Maschinen sind, genau wie Uhren? Stell eine männliche und eine weibliche Hunde-Maschine nebeneinander, und irgendwann entsteht eine dritte kleine Maschine, wohingegen zwei Uhren ihr ganzes Leben lang nebeneinander liegen, ohne jemals eine dritte Uhr hervorzubringen." [12]
Einen interessanten Umkehrschluss hin zum modernen Gradualismus machte im Jahr 1651 Thomas Hobbes. Er folgerte aus der Ähnlichkeit von Maschinen und Menschen, dass möglicherweise auch Maschinen eine Art von Lebendigkeit haben könnten:
ZITAT:
"Da das Leben nichts anderes ist als die Bewegung der Glieder, deren Ursprung in einem inneren Hauptteil liegt, warum sollten wir nicht sagen, dass alle Automaten (Maschinen, die sich wie eine Uhr durch Federn und Räder selbst bewegen) ein künstliches Leben besitzen? Denn was ist das Herz anderes als eine Feder, die Nerven anderes als viele Saiten und die Gelenke anderes als viele Räder, die dem ganzen Körper Bewegung verleihen, wie es der Erfinder beabsichtigt hat?" [13]
Die Sache bleibt also unentschieden. Der Franzose Denis Diderot vergleicht das menschliche Denken mit den Schwingungen der Saiten eines Cembalos und folgert konsequent, dass bei dieser Analogie auch die Cembalos lebendig werden könnten:
ZITAT:
Denis Diderot, 1769: "Wenn dieses empfindungsfähige und beseelte Cembalo nun mit der Fähigkeit ausgestattet wäre, sich selbst zu ernähren und zu reproduzieren, würde es leben und entweder allein oder mit seiner weiblichen Partnerin kleine Cembali gebären, die leben und klingen." [14]

ANMERKUNG:
Bemerkenswert an all diesen Argumentationen finde ich etwas, das doch eigentlich jeden Menschen direkt anrühren sollte, nämlich die starke Ausdrucksfähigkeit vieler Tiere. Wer etwa die Körpersprache und Mimik eines Hundes, einer Katze oder eines Papageien kennt, wird sich schwer tun, sein Tier als bloße Reflexmaschine zu sehen. Waren die mechanistischen Philosophen des 17. bis 20. Jahrhunderts blind und taub auf diesen Kanälen?
Es gab Ausnahmen, aber diese bildeten keine dominante Gegenströmung. Nochmals zitieren möchte ich Ernst Häckel, der sogar den kleinsten Tieren und in letzter Konsequenz sogar der Materie ein zartes Bewusstsein zugestand:
ZITAT:
Ernst Häckel, 1899: "In aller lebendigen Materie, in allem Protoplasma müssen wir die ersten Elemente des Seelenlebens annehmen, die einfache Empfindungsform der Lust und Unlust, die einfache Bewegungsform der Anziehung und Abstoßung". [6]
Machen wir nun einen Sprung ins 20. Jahrhundert. Die naturwissenschaftliche Strömung des Behaviorismus versucht dem Vorbild der Physik folgenden, allen psychischen Zustände aus ihrem Methodenkatalog zu verbannen. Nur direkt messbare Vorgänge oder Zustände werden zugelassen:
ZITAT:
John B. Watson, 1913 und 1927: "...das Verhalten von Tieren kann untersucht werden, ohne auf das Bewusstsein zurückzugreifen... Die Psychologie, wie sie vom Behaviorismus betrachtet wird, ...kann im psychologischen Sinne auf das Bewusstsein verzichten." [15] Sowie: "Der Behaviorist findet kein Bewusstsein in den Reagenzgläsern seiner Wissenschaft." [16]
Hier muss man vorsichtig deuten: das Zitat lässt offen, ob a) Bewusstsein nur überflüssig für eine Beschreibung des Verhaltens ist, aber tatsächlich doch vorkommt, oder ob b) aus der methodischen Entbehrlichkeit des Bewusstseins (fälschlicherweise) auf sein Nichtvorhandensein geschlossen wird. Eine Analogie macht die Gefahr des Trugschlusses deutlich. Um den Sturz eines Menschen von einem Hausdach physikalisch als freien Fall zu beschreiben, benötigt man keinerlei psychischen Zustände der stürzenden Person. Soll man daraus schließen, dass die Person weder Schrecken, Angst noch Schmerz empfindet? Die Wurzel des Trugschlusses ist daran begründet, dass man Verhalten im Behaviorismus mit äußerem Verhalten gleichsetzt. Ein inneres Verhalten, etwa im Sinne eines kreativen aktiven Denkens oder der bewussten Herbeiführung von Gefühlszuständen in der Meditation würde der Behaviorismus nicht erkennen, solange entsprechende Mensch keine messbaren Anzeichen davon von sich gibt.
Eine krasse der Vorstellung, dass wohl nur ältere Menschen ein Bewusstsein haben könnten, führte bis in die 1980er Jahre dazu, dass man Operationen an Säuglingen nur mit wenig oder gar keiner Narkose durchührte. Einer der Gründe war, dass wohl das Nervensystem zu schwach ausgebildet sei.
[17]
Als Fazit kann man festhalten, dass innerhalb der Naturwissenschaften die Frage nach einem Bewusstsein von Tieren oder anderen Erscheinungen der materiellen Welt, etwa Automaten, bis weit ins 20. Jahrhundert mit widersprüchlichen Positionen oft angerissen wurde. Dabei blieb es aber meist mehr bei apodiktischen Behauptungen. Wo eine Position begründet wurde, galt als Beleg meine eine fertige Theorie (Beseelung durch Gott, Leben als Automat etc.). Und auch aufwändigen empirischen Betrachtungen wie denen von einem Ernst Häckel
[18], fehlte oft ein tragfähiger philosophischer Unterbau.
21. Jahrhundert
Ab etwa den 2010er Jahren mehren sich wissenschaftlich gut dokumentierte Belege dafür, dass auch kleinste Lebewesen ein Empfinden und ein inneres psychisches Erleben haben könnten:
- Spinnen und Oktopusse zeigen Anzeichen von Träumen [19] [20], siehe unter 👉 Traum
- Hummeln zeigen einen Spieltrieb und andere Zeichen von Psyche [21] [22] 👉 Hummel
Damit einher gehen Bemühungen, etwa von Neurowissenschaftlern, das Phänomen des Bewusstsein gut nachvollziehbar messbar im Sinn von empirischen Naturwissenschaften zu machen:
ZITAT:
Stanislas Dehaene, 2011: "Anschließend vergleichen wir die Vorhersagen des globalen neuronalen Arbeitsraums mit experimentellen Studien, die versucht haben, die physiologischen Merkmale der bewussten Sinneswahrnehmung zu beschreiben, indem sie diese mit der unterschwelligen Verarbeitung kontrastierten." [23]
Es lohnt sich, den zitierten Artikel im Original zu lesen. Der Franzose Stanislas Dehaene (geboren 1965) und seine Kollegen haben ausgefeilte Experimente ersonnen, mit denen sie überzeugend Indizien angeben können, welche neuronalen Erregungsmuster mit bewusst empfundenen Erleben bei Menschen einhergehen können. Und solche Erkenntnisse kann man dann dazu nutzen, ähnliche Muster auch anderswo im Reich des Lebendigen zu finden.
Der australische Philosoph Peter Godfrey-Smith (geboren 1965) argumentiert verträglich mit Dehaene mit dem Konzept des NDS (neural dynamics of subjectivty), dass Bewusstsein einhergeht mit bestimmten Kombinationen von Netzwerk-Interaktionen und Aktivitätsmustern in Nervensystemen.
[3] Dabei haben sich starke Ähnlichkeiten zwischen so weit voneinander entfernten Tierstämmen wie den Gliederfüßern (z. B. Spinnen, Insekten, Krebse), Kopffüßern (z. B. Oktopusse) und Wirbeltieren ausgebildet. Wichtig ist hier, dass sich diese Ähnlichkeiten ausgebildet haben, nachdem sich die Tierstämme im fernen Zeitalter des Kambriums vor mehr als 500 Millionen in ihrer evolutionären Entwicklung voneinander getrennt hatten. Und diese Ähnlichkeiten
[4] verweisen auf genau jene Zustände die Menschen als bewusst empfinden (apparent link to felt experience in humans). Nicht wichtig für das Aufteten von Bewusstsein, so Godfrey-Smith, seien hingegen einzelne anatomische Bauteile der Gehirne.
[5]
Die moderne Bewusstseinsforschung an Tieren ähnelt also insofern Häckels Ansatz aus dem 19. Jahrhundert, dass man Ähnlichkeiten in der materiellen Welt als Indiz für ähnliche psychische Zustände sucht. Aber während man im 19. und auch im 20. Jahrhundert weitgehend bei anatomischen Strukturen (Bau des Nervensystems) blieb, ist im frühen 21. Jahrhundert das Muster der elektrischen Erregungen in den Vordergrund getreten.
Persönliche Anmerkung

Wenn für das bewusste Erleben nicht besondere anatomische Teile wie ein Neokortex oder ein Thalamus wichtig sind, sondern, so Godfrey-Smith, ein zellulärer Aufbau (networked) sowie räumlich übergreifende und diffuse Aktivitätsmuster, dann wäre es naheliegend, auch entsprechende Aktivitätsmuster in technischen Kommunikationsstrukturen oder künstlichen neuronalen Netze in Betracht zu ziehen. Siehe dazu den Artikel zum hypothetischen
👉 Global Brain
Fußnoten
- [1] Gradualismus bezeichnet "die herkömmliche, bereits von C.R. Darwin vertretene Vorstellung, daß der mikroevolutionäre Artwandel allmählich und nicht sprunghaft (durch das plötzliche Entstehen neuer Typen) abgelaufen ist." Zwischen großen Änderungen im "Phänotyp" eines Organismus müssen demnach mehrere "nur schwach unterscheidbare Zwischenformen" liegen, die auch als "Bindeglieder", im Englischen als "missing links" bezeichnet werden. In: der Artikel "Gradualismus". Spektrum Lexikon der Biologie. November 2021. Online. https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/gradualismus/29119
- [2] "An evolutionary perspective also motivates a strongly gradualist view of consciousness; a simple distinction between conscious and nonconscious animals will probably be replaced with a view that admits differences of degree, perhaps on many dimensions." In: Peter Godfrey-Smith; Inferring Consciousness in Phylogenetically Distant Organisms. J Cogn Neurosci 2024; 36 (8): 1660–1666. Creative Commons Attribution 4.0 International License. Online: https://doi.org/10.1162/jocn_a_02158
- [3] Zum Akt der Beseelung: "Und Gott der HERR machte den Menschen aus einem Erdenkloß, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele." In: 1. Mose 2:7. Lutherbibel 1912. Siehe auch 👉 Beseelung
- [4] Wesentliche Eigenschaften zentralisierter Nervensysteme nach Godfrey-Smith: "Central nervous [...] are the networked, cell-to-cell interactions that enable computation, and there are what I will call large-scale dynamic properties—the more diffuse, often oscillatory dynamic patterns that can be picked up using an EEG and similar technologies. These involve less localized electrical activity in a brain." In: Peter Godfrey-Smith; Inferring Consciousness in Phylogenetically Distant Organisms. J Cogn Neurosci 2024; 36 (8): 1660–1666.
- [5] Es sind nicht anatomische Bestandteile, auf die es für Bewusstsein bei Tieren ankommt: "The neural structures that figure in recent attempts to explain consciousness are generally absent—they have no cortex or thalamus, for example." In: Peter Godfrey-Smith; Inferring Consciousness in Phylogenetically Distant Organisms. J Cogn Neurosci 2024; 36 (8): 1660–1666. Siehe auch 👉 Zerebralisation
- [6] Ernst Häckel: Die Welträtsel. Gemeinverständliche Studien über Monistische Philosophie. Neu bearbeitete Taschenausgabe. Leipzig. Alfred Kröner Verlag. 1909 (Erstausgabe 1899). Dort das Kapitel 6: Das Wesen der Seele (Seite 54).] Siehe auch 👉 Die Welträtsel
- [7] Die Idee eines Geistes, etwa in der Verwendung als "Heiliger Geist" im Sinne der christlichen Theologie, seht für etwas Immaterielles, das vor allem auch nicht an biologische Körper gebunden ist. Der Begriff Bewusstsein hingegen lässt offen, ob das Phänomen eine materielle Grundlage (z. B. einen Körper) benötigt oder nicht. Siehe auch 👉 Geist
- [8] Die Idee der Seele steht in der christlichen Theologie für eine von Gott dem individuellen Geschöpf eingegebener Lebenshauch. Insbesondere wird der Seele im christlichen Sinn auch ein Weiterleben nach dem Tod des Körpers zugestanden. Beide Bedeutungen kommen dem Wort Bewusstsein eher nicht zu. Siehe auch 👉 Seele
- [9] Das Wort Bewusstsein hat heute im deutschen Sprachraum die eher religiös-theologisch aufgeladenen Begriff wie Geist und Seele verdrängt. Im Englischen hingegen ist die Trennung zwischen Bewusstsein (concsiousness) und Geist (mind) weniger scharf. Bewusstsein steht zunächst ganz offen nur für den Zustand, dass etwas psychisch erlebt wird, etwas empfindsam wahrgenommen wird. Siehe mehr dazu im Artikel über das 👉 Bewusstsein
- [10] Descartes: "… it seems reasonable since art copies nature, and men can make various automata which move without thought, that nature should produce its own automata much more splendid than the artificial ones. These natural automata are the animals." Descartes in einem Brief an Henry More, vom 5. Februar 1649. In: Cottingham, J. (1991). A brute to the brutes? Descartes’s treatment of animals. In G. J. D. Moyal (Ed.), René Descartes: Critical assessments: Vol. IV (pp. 323–331). Routledge. Siehe auch 👉 Rene Descartes
- [11] "NO activity of the sentient part can have place without a body. But in the souls of dumb animals we find no activity higher than the activities of the sentient part. That animals neither understand nor reason is apparent from this, that all animals of the same species behave alike, as being moved by nature, and not acting on any principle of art: for every swallow makes its nest alike, and every spider its web alike. Therefore there is no activity in the soul of dumb animals that can possibly go on without a body". In: Thomas Aquinas. Summa Theologiae, Prima Pars, Chapter LXXXII (“That the Souls of Dumb Animals Are Not Immortal”), New Advent Catholic Encyclopedia. Abgerufen am 2. Januar 2026. Online: https://ccel.org/ccel/aquinas/gentiles/gentiles.v.lxiii.html
- [12] 1683: "Do you say that beasts are machines just as watches are? Put a male dog-machine and a female dog-machine side by side, and eventually a third little machine will be the result, whereas two watches will lie side by side all their lives without ever producing a third watch." In: Fontenelle, B. L. B. de. (1752). Oeuvres de Monsieur de Fontenelle, des académies, françoise, des sciences, des belles-lettres, de londres, de nancy, de berlin, & de rome: Vol. I (pp. 321–323). Brunet. Letter XI “to Monsieur C…”, 1683. Übersetzung ins Englische in: Roe, S. A. (1981). Matter, life, and generation: Eighteenth-century embryology and the Haller-Wolff debate. Cambridge University Press.
- [13] Hobbes, 1651: "For seeing life is but a motion of limbs, the beginning whereof is in some principal part within, why may we not say that all automata (engines that move themselves by springs and wheels as doth a watch) have an artificial life? For what is the heart, but a spring; and the nerves, but so many strings; and the joints, but so many wheels, giving motion to the whole body, such as was intended by the artificer?" In: Thomas Hobbes, Leviathan, 1651. Dort auf Seite 7. Hobbes denkt bereits ganz in den Begriffen des 👉 Mechanismus
- [14] Denis Diderot, 1769: "And so if this sentient and animated harpsichord was now endowed with the faculty of feeding and reproducing itself, it would live and, either on its own or with its female partner, give birth to little harpsichords, living and resonating." In: Denis Diderot, Conversation Between d’Alembert and Diderot, 1769. Das originale französische Zitat findet man in: Lough, J. (Ed.). (1953). Diderot: Selected philosophical writings. Cambridge University Press.
- [15] John B. Watson, 1913: "…the behavior of animals can be investigated without appeal to consciousness… Psychology, as the behaviorist views it, … can dispense with consciousness in a psychological sense." In: John B. Watson: Psychology as the Behaviorist Views It (1913). John B. Watson: Psychology as the Behaviorist Views It. Psychological Review 20 (1913): 158–177. Online: https://psychclassics.yorku.ca/Watson/views.htm
- [16] John B. Watson, 1927: "The Behaviorist cannot find consciousness in the test‑tube of his science." In: Watson, John B. In The Battle of Behaviorism: An Exposition and an Exposure (1927), quoted in John B. Watson quotations, Today in Science History. Online: https://todayinsci.com/W/Watson_John/WatsonJohn‑Quotations
- [17] Skepsis, dass Säuglinge Schmerz empfinden können: "Skepticism toward infant pain characterized much of 20th century research and clinical practice, with infant surgery routinely conducted with minimal or no anesthesia into the 1980s." Man sprach von "infant pain denial". Rodkey EN, Pillai Riddell R. The infancy of infant pain research: the experimental origins of infant pain denial. J Pain. 2013 Apr;14(4):338-50. doi: 10.1016/j.jpain.2012.12.017. PMID: 23548489.
- [18] Häckel führte zahlreiche Beispiele für die Ähnlichkeit der Körper von Menschen bis hin zu den einfachsten Tieren an. In: Ernst Haeckel: Zellseelen und Seelenzellen. Vortrag gehalten am 22. März 1878 in der Concordia zu Wien. Als Buch herausgegeben vom Verlag Alfred Krömer im Jahr 1909. Siehe auch 👉 Zellseelen und Seelenzellen
- [19] Daniela C. Rößler et al.: Regularly occurring bouts of retinal movements suggest an REM sleep–like state in jumping spiders. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 119 (33) e2204754119. August 2022. Online: https://doi.org/10.1073/pnas.2204754119v
- [21] Hiruni Samadi Galpayage Dona, Cwyn Solvi, Amelia Kowalewska, Kaarle Mäkelä, HaDi MaBouDi, Lars Chittka: Do bumble bees play? In: Animal Behaviour. Volume 194. 2022. Seiten 239 bis 251. ISSN 0003-3472. DOI: https://doi.org/10.1016/j.anbehav.2022.08.013.
- [22] Lars Chittka: Die innere Welt der Insekten. Spektrum der Wissenschaften. Juni 2024. Dort die Seiten 28 bis 37. Siehe auch 👉 Hummel
- [23] Zur Messung von Indizien für Bewusstsein bei Menschen: "We then compare [global neuronal workspace] predictions to experimental studies that have attempted to delineate the physiological signatures of conscious sensory perception by contrasting it with subliminal processing, using a variety of methods: behavioral, PET and fMRI imaging, time‑resolved imaging with ERP and MEG, and finally single‑cell electrophysiology." In: Dehaene, Stanislas, Jean‑Pierre Changeux, and Lionel Naccache. “The Global Neuronal Workspace Model of Conscious Access.” In The Global Neuronal Workspace Model of Conscious Access: From Neuronal Architectures to Clinical Applications, 200–227. Springer Berlin Heidelberg, 2011. Online: https://doi.org/10.1007/978‑3‑642‑18015‑6