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Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

Unser Sonnensystem

Übersicht

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Basiswissen


Unsrere Sonne ist ein von unzählig vielen Sonnen im Weltraum. [1] Sie und ihre acht Planeten sowie viele Zwergplaneten, Monde, Asteroiden und Kometen bilden gemeinsam „unser Sonnensystem“. Möchte man auch die anderen Sonnensystem im Weltraum mit einbeziehen, spricht man ganz nur von „einem (von mehreren) Sonnensystem“. Es gibt in unserem Sonnensystem einige interessante Regelmäßigkeiten, die aber nicht leicht zu erklären sind.

Die Planeten


In der Mitte unseres Sonnensystems, als sogenanntes Zentralgestirn, ist die Sonne. Sie ist von ihrem Durchmesser her ungefähr 110 mal so groß wie die Erde. Um die Sonne herum wandern dann die acht Planeten. Am Nachtimmel erkennt man die Planeten daher, dass sie von Nacht zu Nacht durch die anderen Sternbilder zu wandern scheinen. Man nannte die Planeten deshalb früher auch Wandelsterne. [2] [3] Heute zählt man acht Planeten, die unsere Sonnen umwandern. Von innen, nahe an der Sonne, nach außen sind das:


klein und dicht heißt weiter innen
Eine Sache ist sehr auffällig: der Merkur, die Venus, die Erde und der Mars sind alle eher kleine Planeten. Diese Kleinen inneren Planeten sind aus Gesteinen und schweren Metallen aufgebaut. Erst weiter entfernt von der Sonne, jenseits der Bahn des roten Planten Mars, kommen dann die sogenannten Gasriesen. Diese äußeren Planeten bestehen alle aus Gas, sind weit von der Sonne entfernt und sehr groß im Vergleich zu den inneren Gesteinsplaneten. Ist das bloß ein Zufall? Oder gibt es eine Erklärung dafür, dass die inneren Planeten klein und dicht, die äußeren Planeten aber groß und weniger dicht sind? Und noch etwas Merkwürdiges kommt hinzu: nach der Logik, dass die Himmelskörper von außen nach innen immer kleiner aber auch dichter werden, müsste in der Mitte ein sehr kleiner aber extrem dichter Himmelskörper sein. In der Mitte könnte man dann nach dieser Logik einen Neutronstern (extrem klein, extrem dicht) vermuten, oder sogar ein Schwarzes Loch. Tatsächlich aber ist in der Mitte des Sonnensystems die Sonne. Und diese ist wiederum extrem groß und nicht besonders dicht. Das ist schon dem Philosophen Immanuel Kant (1724 bis 1804) aufgefallen. Und Kant hat auch eine Antwort vorgeschlagen. [4] Wie sich die Größe der Planeten von der Sonne ausgehend nach außen zum Rand des Sonnensystems verändert beschreibt der Artikel 👉 Planetengrößen

Vielartige Himmelskörper


Neben der Sonne und ihren acht Planeten gibt es in unserem Sonnensystem noch viele weitere Himmelskörper. Heute sind auch künstliche Objekte dazu gekommen. Gehen wir im Sinne eines Phantasiereise einmal von der Sonne in der Mitte aus Richtung Rand des Sonnensystems, dann können uns dort die verschiedensten Objekte und Erscheinungen begegnen.

  • Über 1 Million km Durchmesser, fast 6000 °C an der Oberfläche, die 👉 Sonne
  • Von der Sonne aus ständig in den Weltraum geschleuderte Teilchen, der 👉 Sonnenwind
  • Wenige tausend km Durchmesser, leuchten von sich aus nicht, die 👉 Planeten
  • Fast planetengroß bis zu gesteinsbrockenartig klein, die 👉 Mond[e]
  • Gesteinsbrocken verschiedenster Größe, als Ring um die Sonne, die 👉 Asteroiden
  • Auf stark elliptischen Bahnen, lange Umlaufzeiten, die 👉 Komet[en]
  • Seltene Besucher von außerhalb des Sonnensystems, z. B. 👉 Oumuamua
  • Auf einen anderen Himmelskörper gefallener Brocken 👉 Meteorit

Detektivarbeit
Die festen, und beständig beobachtbaren Objekte am Himmel fasst man oft zusammen zu den Himmelskörpern. Bis weit ins 18. Jahrhundert war man sich bei vielen dieser Objekte nicht sicher, wie weit sie entfernt sind, wie groß sie sind und woraus sie bestehen. Man muss sich dabei klar machen, dass die frühen Astronomen den Himmel nur mit dem bloßen Auge beobachten konnten. Und selbst die Teleskope zeigten viele Körper nur als einen hellen Punkt an. Eine Form oder Farbe war nicht zu erkennen. So blieb den frühe Astronomen oft nur übrig, aus der Bewegung der Himmelskörper oder der Änderung ihrer Helligkeit durch den Fixsternenhimmel Rückschlüsse auf seine Beschaffenheit zu ziehen. Und tatsächlich gilt das auch heute noch für einige nur kurz beobachteten und eher dunklen Erscheinungen. Im Jahr 2017 entdeckte man in Teleskopen ein recht dunkles Objekt. Von Tag zu Tag änderte es seine Position am Himmel. Und es änderte auch seine Helligkeit. Aus diesen Angaben alleine, bemüht man sich seitdem, herauszfinden, was das eigentlich war. Siehe dazu den Artikel zum rätselhaften, interstellaren Objekt 👉 Oumuamua

Fußnoten


  • [1] 1837: "Sonnensystem nennt man im weitern Sinne eine Sonne, mit allen sie umkreisenden Weltkörpern, im engern Sinne unsere Sonne, mit ihren Planeten, Kometen und den Monden." In: der Artikel "Sonne". Damen Conversations Lexikon, Band 9. [o.O.] 1837, S. 285-288. Online: http://www.zeno.org/nid/20001767917d
  • [2] "Der Planēt, des -en, plur. die -en, aus dem Lat. Planeta, und Griech. πλανƞτƞς, ein Stern, welcher seinen Stand gegen andere Sterne beständig verändert, im Gegensatze der Fixsterne, welche ihren Stand am Himmel dem Ansehen nach nicht merklich verändern, oder vielmehr, ein Stern, welcher seine eigene Bewegung von Abend gegen Morgen um die Sonne hat; ein Irrstern, welches doch einen falschen Begriff gewähret, daher das poetische, aber nicht so übliche, Wandelstern richtiger ist." In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 778-779. Online: http://www.zeno.org/nid/20000359459
  • [3] Karl Ernst Georges: Kleines deutsch-lateinisches Handwörterbuch. Hannover und Leipzig 71910 (Nachdruck Darmstadt 1999), Sp. 2636. Online: http://www.zeno.org/nid/20002151057
  • [4] Immanuel Kant (1724 bis 1804) ist uns heute vor allem als Philosoph bekannt. Tatsächlich hat er sich aber vor allem als junger Mann sehr viel auch mit Fragen aus den Naturwissenschaften beschäftigt. Die seltsame Anordnung der Planten nach ihrer Dichte und Größe hat schon ihn verwundert. Seine Idee, wie eine Antwort aussehen könnte, findet man im Artikel 👉 Nebularhypothese (Immanuel Kant)

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