Wagenpendel
Physik
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Grundidee|
Video|
Einführung|
Das Superpositionsprinzip|
Die Erde als Impulspartner|
Verwandter Versuch|
Naturphilosophie|
Fußnoten
Grundidee
Ein Wagenpendel zeigt, wie die Schwingung einer Pendelmasse durch eine entgegengesetzte Hin- und Herbewegung eines Podestwagens ausgeglichen wird. Durch die Ausgleichsbewegung bleibt der Gesamtimpuls des Systems erhalten, also über die Zeit hinweg unverändert. Stellt man das Pendel aber auf einen robusten Tisch, sieht man keine solche Ausgleichsbewegung mehr. Wer oder was gleicht dann den ständig sich ändernden Impuls der Pendelmasse aus? Zur Erklärung kann man mehrere Prinzipien der Physik verwenden.
Video
An einem Faden hängen in einem Sack 200 Gramm Metall. Der Sack schwingt als Pendelmasse hin und her. Das Pendel steht auf einem improvisierten Wagen. Der Wagen bewegt sich entgegen der Pendelmasse und gleicht so die Änderung des Impulses aus.
Einführung
Der Impuls eines Gegenstandes in Bewegung ist so etwas wie sein Schwung, seine Wucht. Das Wort Schwung gib gut die Idee der Bewegung wieder, die Wucht die Fähigkeit etwas anderes an- oder umzustoßen (Kraftstoß). In der Physik berücksichtigt der Impuls p sowohl die Stärke als auch die Richtung von Schwung oder Wucht.
Stärke als Skalar
- Der Zahlenwert der Impulsstärke ist der 👉 Betrag
- Die Einheit des Impulses ist die 👉 Newtonsekunde
- Eine Größe aus Zahl und Einheit heißt 👉 skalar
Verdoppelt man beide Werte, also die Masse und die Geschwindigkeit, würde man damit die Stärke des Impulses also vervierfachen. Um zu sagen, wie stark ein Impuls ist, genügt also die Angabe eines Zahlenwertes, verbunden mit einer Einheit. Solche Größen nennt man in den Physik 👉 skalar
Richtung als Vektor
Erhaltung des Impulses
Wenn irgendwo ein Gegenstand seine Geschwindigkeit ändert, muss dafür zum Ausgleich ein anderer Gegenstand als Impulspartner seine Geschwindigkeit ebenfalls ändern, und zwar in entgegengesetzter Richtung.
Das Superpositionsprinzip
Richtungen einzeln betrachtbar
Merksatz:
Wenn ein Körper von links nach rechts schneller wird, dann muss irgendwo ein anderer Körper von rechts nach links schneller werden. Dieselbe Logik gilt aber auch für eine Bewegung von oben nach unten und sogar für jede beliebige Richtung schräg gedacht.
Wenn ein Körper von links nach rechts schneller wird, dann muss irgendwo ein anderer Körper von rechts nach links schneller werden. Dieselbe Logik gilt aber auch für eine Bewegung von oben nach unten und sogar für jede beliebige Richtung schräg gedacht.
Rechts-links ist gut verständlich
Oben-unten wird knifflig
Das Wagenpendel bestätigt empirisch wie der Impuls in horizontaler Richtung konstant bleiben kann. Das Pendel auf dem festen Tisch wirft die Frage nach dem Körper auf, der den Impuls der Pendelmasse ausgleicht. Dieselbe Frage stellt sich für den vertikalen Impuls beim Wagenpendel. In Betracht kommt die Erdkugel.
Man könnte also die Erde sozusagen als einen Impulspartner, eine Rückstoß-, Ausgleichs- oder Gegenmasse oder als Reaktionskörper bezeichnen. Über die Kenntnis der Erdmasse kann man leicht die Größenordnung der nötigen Geschwindigkeitsänderung abschätzen. Das Ergebnis wird erkenntnistheoretisch interessant werden.
Die Erde als Impulspartner
Soll die Erde die Änderung des Impulses der Pendelmasse ausgleichen, muss die Änderung ihres Impulses betraglich genauso groß sein wie die Änderung des Impulses der Pendelmasse. Die Änderung des Impulses der Pendelmasse kann man aus der abgeschätzten Fallhöhe des Pendels über die Gleichsetzung von Höhen- und Bewegungsenergie, also von potentieller und kinetischer Energie eingrenzen. Mit Kenntnis der betraglichen Impulsänderung der Erde kann man dann auch die theoretisch nötige Änderung der Geschwindigkeit der Erde bei der Pendelbewegung abschätzen.
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Bleikugel: geschätzte Fallhöhe (senkrecht Distanz): etwa 10 Zentimeter oder 0,1 Meter. Gewogene Masse der Bleikugel, etwa 80 Gramm oder 0,08 Kilogramm. Höhenenergie der Bleikugel im höchsten Punkt, relativ zum tiefsten Punkt über m·g·h gibt ≈ 0,08 Joule. Gleichsetzen mit mit ½mv² für die Bewegungsenergie, auflösen nach v gibt: v ≈ 1,4 m/s. Diese Geschwindigkeit multipliziert mit der Masse der Kugel gibt als Kugelimpuls im Bahntiefsten ≈ 0,1 Ns ✓
Bleikugel: geschätzte Fallhöhe (senkrecht Distanz): etwa 10 Zentimeter oder 0,1 Meter. Gewogene Masse der Bleikugel, etwa 80 Gramm oder 0,08 Kilogramm. Höhenenergie der Bleikugel im höchsten Punkt, relativ zum tiefsten Punkt über m·g·h gibt ≈ 0,08 Joule. Gleichsetzen mit mit ½mv² für die Bewegungsenergie, auflösen nach v gibt: v ≈ 1,4 m/s. Diese Geschwindigkeit multipliziert mit der Masse der Kugel gibt als Kugelimpuls im Bahntiefsten ≈ 0,1 Ns ✓
Dieses Zehntel eine Newtonsekunde ist also die betragliche Änderung des Impulses der Bleikugel. Diese Impulsänderung muss dann auch die Erdkugel mitmachen können. Über p = m·v kann man dann für die Erde die Änderung ihrer Geschwindigkeit bestimmen.
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Erdkugel: 0,1 Ns = 6·10^24 kg mal v. Umstellen nach v gibt als Geschwindigkeitsänderung der Erdkugel ≈ 0,167 mal 10-25 m/s. ✓
Erdkugel: 0,1 Ns = 6·10^24 kg mal v. Umstellen nach v gibt als Geschwindigkeitsänderung der Erdkugel ≈ 0,167 mal 10-25 m/s. ✓
Das ist eine unvorstellbar kleine Zahl. Wer lieber in der Dezimaldarstellung denkt, für den ist die Zahl hier in Dezimalschreibweise ausgeschrieben: 0,0000000000000000000000000167
So viel Meter pro Sekunde schnell müsste die Erdkugel maximal sein, wenn sie Bewegung der Bleikugel zum Zwecke eines Erhalts des Gesamtimpulses ausgleichen sollte. Selbst wenn ich in der Rechnung oben einen Fehler gemacht haben sollte, etwa beim Platzieren des Kommas in der überlangen Folge von Nullen bleibt doch die Tatsache davon unberührt, dass die Geschwindigkeit weit, weit unterhalb jeder Messbarkeit liegt. Es gibt kein Gerät, dass eine solche Änderung der Erdgeschwindigkeit real überprüfen könnte. Und genau das führt zu einer erkenntnistheoretisch bis philosophisch bedeutsamen Folge.
Merksatz:
Wenn ein Pendel auf einem festen Tisch tatsächlich die Erde als Impulspartner hat, dann ist bei den theoretisch nötigen Bewegungen die Geschwindigkeit der Erde so geringe, dass sie weit unterhalb der Grenze des praktisch Messbaren liegt.
Wenn ein Pendel auf einem festen Tisch tatsächlich die Erde als Impulspartner hat, dann ist bei den theoretisch nötigen Bewegungen die Geschwindigkeit der Erde so geringe, dass sie weit unterhalb der Grenze des praktisch Messbaren liegt.
Verwandter Versuch
Ganz grundsätzlich kann man immer nach einem Impulspartner fragen, wenn irgendein massebehaftetes Objekt, also alles "was Kilogramm hat", seine Geschwindigkeit ändert. Ein klassisches Beispiel ist der Freie Fall.
Der Gymnastikball gewinnt deutlich an Geschwindigkeit und damit auch Impuls, wenn er nach unten fällt. Obwohl er mit der Erde in keiner festen Verbindung steht, muss die Erde oder zumindest ein Teil von ihr der Impulspartner sein. Siehe auch 👉 Flummiversuche
Bei diesem Versuch interessant ist der Umstand, dass außer bei den kurzlebigen Kontakten beim Aufprall des Balles auf dem Boden, der Ball und die Erde in keiner starren Verbindung, etwa wie über Seile, Stangen oder Räder stehen. Die Übertragung von Kräften und Impulsen läuft hier über die Gravitationsfelder der beteiligten Gegenstände. Siehe mehr dazu im Artikel zum 👉 Impulserhaltungssatz
Naturphilosophie
Große Fragen

Luna, der Mond, umkreist die Erde als unterster aller Himmelskörper. Unterhalb der Umlaufbahn des Mondes, das heißt sublunar nämlich wörtlich, gelten die Gesetze der vergänglichen, irdischen, unvollkommenen Welt. Oberhalb der Mondbahn, translunar, liegen bewegen sich die anderen Himmelskörper. Dort, in den himmlischen Sphären, gelten die Gesetze einer göttlichen Perfektion. Das Bild von den Sphären steht für die Idee, dass sich die Naturgesetze der Erde in einen wohl geordneten, größeren Weltentwurf einfügen. Dieser Anspruch haftet der heutigen Physik kaum mehr in ernst zu nehmender Weise mehr an.
Gott immer mitgedacht
Ablösung von Gott
ZITAT:
Albertus Magnus, 1251: "Im Studium der Natur sollen wir nicht danach fragen, wie es Gott dem Schöpfer beliebte, seine Geschöpfe Wunder vollbringen zu lassen, um damit seine Macht zu zeigen. Stattdessen sollten wir eher untersuchen, was die Natur mit den ihr innewohnenden Ursachen zuwege bringt". [1]
Albertus Magnus, 1251: "Im Studium der Natur sollen wir nicht danach fragen, wie es Gott dem Schöpfer beliebte, seine Geschöpfe Wunder vollbringen zu lassen, um damit seine Macht zu zeigen. Stattdessen sollten wir eher untersuchen, was die Natur mit den ihr innewohnenden Ursachen zuwege bringt". [1]
Nur beispielhaft stehen diese Namen für viele Wissenschaftler einer bald stark anschwellenden Strömung, die Naturphilosophie, das heißt Physik, von der Theologie emanzipieren wollten. Was wahr und was falsch sei, das sollte sich nicht mehr darüber entscheiden, wie gut etwas in ein übergeordnetes Weltbild passt, sondern ob es in Einklang steht mit Beobachtungen an der physikalischen Wirklichkeit. Wenn sich Planeten auf Kreisbahnen bewegten, dann nicht deshalb, weil Kreis und Kugel die "perfektesten Figuren" waren, sondern weil Messergebnisse am Nachthimmel es so bestätigten.
Sieg des Empirismus
ZITAT:
Christiaan Huygens, 1690: man erlangt fast sicheres Wissen, "wenn man gezeigt hat, dass die angenommenen Prinzipien auf perfekte Weise mit den Phänomenen übereinstimmen, die man im Experiment zur Beobachtung gebracht hat." [2]
Christiaan Huygens, 1690: man erlangt fast sicheres Wissen, "wenn man gezeigt hat, dass die angenommenen Prinzipien auf perfekte Weise mit den Phänomenen übereinstimmen, die man im Experiment zur Beobachtung gebracht hat." [2]

Verschiedene Phänomene rund um den sogenannten Rückstoß bestätigen die Idee vom Erhalt des Impulses. Man kann den Antrieb von Raketen genauso damit verstehen wie die heftigen Bewegungen von Geschützen direkt nach dem Abschuss eines Geschosses.
Erfolge des Empirismus
Selbstüberforderung
ZITAT:
Charles Sanders Peirce, 1891: "Für denjenigen, der hinter den Kulissen steht und weiß, dass die raffiniertesten Vergleiche von Massen, Längen und Winkeln – obgleich sie alle anderen Messungen an Präzision bei Weitem übertreffen – dennoch hinter der Genauigkeit von Bankkonten zurückbleiben, und dass die gewöhnlichen Bestimmungen physikalischer Konstanten, wie sie Monat für Monat in den Fachzeitschriften erscheinen, ungefähr auf dem Niveau der Maße eines Polsterers für Teppiche und Vorhänge liegen: Demjenigen wird die Vorstellung, im Labor werde mathematische Exaktheit demonstriert, einfach lächerlich erscheinen. Es gibt eine anerkannte Methode zur Abschätzung der wahrscheinlichen Größenordnung von Fehlern in der Physik – die Methode der kleinsten Quadrate. Es ist allgemein anerkannt, dass diese Methode die Fehler kleiner erscheinen lässt, als sie wirklich sind; doch selbst nach dieser Theorie ist ein unendlich kleiner Fehler unendlich unwahrscheinlich, sodass jede Behauptung, wonach eine bestimmte kontinuierliche Größe einen bestimmten exakten Wert besitze – sofern sie überhaupt fundiert ist –, auf etwas anderem als auf Beobachtung beruhen muss." [4]
Charles Sanders Peirce, 1891: "Für denjenigen, der hinter den Kulissen steht und weiß, dass die raffiniertesten Vergleiche von Massen, Längen und Winkeln – obgleich sie alle anderen Messungen an Präzision bei Weitem übertreffen – dennoch hinter der Genauigkeit von Bankkonten zurückbleiben, und dass die gewöhnlichen Bestimmungen physikalischer Konstanten, wie sie Monat für Monat in den Fachzeitschriften erscheinen, ungefähr auf dem Niveau der Maße eines Polsterers für Teppiche und Vorhänge liegen: Demjenigen wird die Vorstellung, im Labor werde mathematische Exaktheit demonstriert, einfach lächerlich erscheinen. Es gibt eine anerkannte Methode zur Abschätzung der wahrscheinlichen Größenordnung von Fehlern in der Physik – die Methode der kleinsten Quadrate. Es ist allgemein anerkannt, dass diese Methode die Fehler kleiner erscheinen lässt, als sie wirklich sind; doch selbst nach dieser Theorie ist ein unendlich kleiner Fehler unendlich unwahrscheinlich, sodass jede Behauptung, wonach eine bestimmte kontinuierliche Größe einen bestimmten exakten Wert besitze – sofern sie überhaupt fundiert ist –, auf etwas anderem als auf Beobachtung beruhen muss." [4]
Und selbst die Naturgesetze der Mechanik lassen sich im Bereich unterhalb der Schwelle der Messbarkeit nicht grundsätzlich bestätigen.
ZITAT:
Charles Sanders Peirce, 1891: "Beobachtungen, die gewöhnlich zugunsten einer mechanischen Kausalität angeführt werden, beweisen lediglich, dass es ein Element der Regelmäßigkeit in der Natur gibt, und haben keinerlei Bedeutung für die Frage, ob diese Regelmäßigkeit exakt und universell ist oder nicht. Nein, was diese Exaktheit betrifft, steht ihr jede Beobachtung direkt entgegen; und das Höchste, was gesagt werden kann, ist, dass ein Großteil dieser Beobachtungen wegdiskutiert werden kann. Versuchen Sie, irgendein Naturgesetz zu verifizieren, und Sie werden feststellen: Je präziser Ihre Beobachtungen sind, desto sicherer werden sie unregelmäßige Abweichungen vom Gesetz zeigen. Wir sind daran gewöhnt, diese – und ich sage nicht zu Unrecht – Beobachtungsfehlern zuzuschreiben; dennoch können wir solche Fehler gewöhnlich nicht auf eine von vornherein plausible Weise erklären." [5]
Charles Sanders Peirce, 1891: "Beobachtungen, die gewöhnlich zugunsten einer mechanischen Kausalität angeführt werden, beweisen lediglich, dass es ein Element der Regelmäßigkeit in der Natur gibt, und haben keinerlei Bedeutung für die Frage, ob diese Regelmäßigkeit exakt und universell ist oder nicht. Nein, was diese Exaktheit betrifft, steht ihr jede Beobachtung direkt entgegen; und das Höchste, was gesagt werden kann, ist, dass ein Großteil dieser Beobachtungen wegdiskutiert werden kann. Versuchen Sie, irgendein Naturgesetz zu verifizieren, und Sie werden feststellen: Je präziser Ihre Beobachtungen sind, desto sicherer werden sie unregelmäßige Abweichungen vom Gesetz zeigen. Wir sind daran gewöhnt, diese – und ich sage nicht zu Unrecht – Beobachtungsfehlern zuzuschreiben; dennoch können wir solche Fehler gewöhnlich nicht auf eine von vornherein plausible Weise erklären." [5]
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VERMUTUNG:
Wenn fundamentale Gesetze der Mechanik wie der Satz von der Erhaltung des Impulses nicht restlos über Beobachtung und Experiment empirisch überprüft werden können, dann darf die Aussagekraft von Naturgesetzen an sich hinterfragt werden.
Wenn fundamentale Gesetze der Mechanik wie der Satz von der Erhaltung des Impulses nicht restlos über Beobachtung und Experiment empirisch überprüft werden können, dann darf die Aussagekraft von Naturgesetzen an sich hinterfragt werden.
Gesetze nur stochastisch
Zweifel erneuert
Die Große Frage
Fußnoten
- [1] Albertus Magnus, 1251: "In studying nature we have not to inquire how God the Creator may, as He freely wills, use His creatures to work miracles and thereby show forth His power: we have rather to inquire what Nature with its immanent causes can naturally bring to pass". In: Albertus Magnus: De Coelo et Mundo, I, tr. iv, x. Übersetzt und zitiert nach: Kennedy, D. (1907). St. Albertus Magnus. In The Catholic Encyclopedia. New York: Robert Appleton Company. Online: https://www.newadvent.org/cathen/01264a.htm
- [2] Christiaan Huygens, 1690: aus einem "Prinzip" kann Wissen mit der fast der Sicherheit von einem Beweis (Proof) werden, "when things which have been demonstrated by the Principles that have been assumed correspond perfectly to the phenomena which experiment has brought under observation; especially when there are a great number of them, and further, principally, when one can imagine and foresee new phenomena which ought to follow from the hypotheses which one employs, and when one finds that therein the fact corresponds to our prevision." In: Christiaan Huygens: Traité de la lumière (1690). Dort im Vorwort. Translated by Silvanus P. Thompson. London: Macmillan, 1912.
- [3] Alhazen, 1021: "We should distinguish the properties of particulars, and gather by induction what pertains to the eye when vision takes place and what is found in the manner of sensation to be uniform, unchanging, manifest, and not subject to doubt. After which we should ascend in our inquiry
- [4] Viele Messungen können niemals ganz exakt sein, im Englischen Original: "To one who is behind the scenes, and knows that the most refined comparisons of masses, lengths, and angles, far surpassing in precision all other measurements, yet fall behind the accuracy of bank accounts, and that the ordinary determinations of physical constants, such as appear from month to month in the journals, are about on a par with an upholsterer's measurements of carpets and curtains, the idea of mathematical exactitude being demonstrated in the laboratory will appear simply ridiculous. There is a recognized method of estimating the probable magnitudes of errors in physics — the method of least squares. It is universally admitted that this method makes the errors smaller than they really are; yet even according to that theory an error indefinitely small is indefinitely improbable; so that any statement to the effect that a certain continuous quantity has a certain exact value, if well founded at all, must be founded on something other than observation." In: Charles Sanders Peirce: THE DOCTRINE OF NECESSITY EXAMINED. The Monist for January, 1891. Online: https://www.informationphilosopher.com/solutions/philosophers/peirce/doctrine_of_necessity.html
- [5] Das mechanistische Weltbild muss große Bereiche offen lassen, im Englischen Original: "[…] observations which are generally adduced in favor of mechanical causation simply prove that there is an element of regularity in nature, and have no bearing whatever upon the question of whether such regularity is exact and universal or not. Nay, in regard to this exactitude, all observation is directly opposed to it; and the most that can be said is that a good deal of this observation can be explained away. Try to verify any law of nature, and you will find that the more precise your observations, the more certain they will be to show irregular departures from the law. We are accustomed to ascribe these, and I do not say wrongly, to errors of observation; yet we cannot usually account for such errors in any antecedently probable way." In: Charles Sanders Peirce: THE DOCTRINE OF NECESSITY EXAMINED. The Monist for January, 1891. Online: https://www.informationphilosopher.com/solutions/philosophers/peirce/doctrine_of_necessity.html