Panglossianismus


Philosophie


Basiswissen


Als Panglossianismus bezeichnet man - oft kritisch hinterfragend - Vorstellungen von einem quasi automatisch ablaufenden Weltprozess hin zu mehr Fortschritt, Wohlstand, Erkenntnis und dem Guten an sich. Das Wort geht auf die Satire „Candide oder der Optimismus“ des französischen Philosophen Voltaire zurück. Der Lehrer der Hauptfigur der Geschichte heißt Pangloss, auf deutsch etwa so viel wie Alles-Sprecher, jemand, der zu allem etwas sagen kann. Dieser Lehrer verkündet die Lehre einer ständig sich verbessernden Welt. Im Laufe der Geschichte durchreist der Schüler, Candide, die Welt und macht dabei jedoch ganz gegenteilige Erfahrungen. Eine moderne Variante von Voltaires Skepsis ist hier kurz vorgestellt im Artikel => Bostrom-Fenster

Literatur


◦ [1] Voltaire: Candide oder der Optimismus. 1759. Französischer Originaltitel: Candide ou l’optimisme.
◦ [2] Nick Bostrom: The Future of Human Evolution. In: Death and Anti-Death: Two Hundred Years After Kant, Fifty Years After Turing. Herausgeber: Charles Tandy (Ria University Press: Palo Alto , California , 2004): pp. 339-371.
◦ [3] Fortschritt und Richtung in der Evolution? In: Schöpfung und Evolution – zwischen Sein und Design. Neuer Streit um die Evolutionstheorie (pp.89–112). Herausgegeben von: Böhlau. Editiert von: Ulrich H. Körtner & Marianne Popp. 2007.