Zettajoule
10 hoch 21
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- 2026
Kurzbeispiel
Eine Energiemenge von 10 hoch 21 Joule nennt man auch ein Zettajoule, ausgeschrieben 1000000000000000000000 Joule. 0,6 Zettajoule war im Jahr 2019 in etwa der Weltprimärenergieverbrauch. Die Zahl ist unter anderem interessant im Zusammenhang mit der Erwärmung der Ozeane.
Beispiele
Weltprimärenergieverbrauch
0,6 Zettajoule oder 600 Exajoule: so viel Energie aus ursprünglichen Energiequellen wandelte die gesamte Menschheit im Jahr 2019 um. Der Weltenergieverbrauch steigt seit über 200 Jahren beständig an. Lies mehr unter 👉 Weltprimärenergieverbrauch
Erderwärmung
14 Zettajoule oder 14000 Exajoule: um diesen Betrag an Wärmeenergie haben Ozeane der Welt im Jahr 2021 Wärmeenergie aufgenommen [1]. Das entspricht einer Aufnahme von Wärmeenergie von 7 Hirosimabomen (Atombomben) die jede Sekunde explodieren: jede Sekunde, 24 Stunden am Tag und das ganze 365 Tage in einem Jahr. Im Jahr 2025 waren es 23 Zettajoule oder 12 Atombomben pro Sekunde über ein Jahr hinweg. [2]
- Hintergrund 👉 Thermische Ausdehnung
- Hintergrund 👉 Hiroshimabombe
- Hintergrund 👉 Erderwärmung
Die Oberflächentemperatur der Ozean lag damit rund 0,49 °C über dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010. [4] Die Erwärmung des Ozeanwassers kann verschiedene Folgen nach sich ziehen. Durch die sogenannte thermische Ausdehnung nimmt das Volumen zu. Dadurch steigt der Meeresspiegel weiter an. [5] Die höheren Oberflächentemperaturen führen wahrscheinlich zur Bildung von mehr tropischen Wirbelstürmen. Eine direkte Folge ist die Störung der Lebewelt. Viele Meeresbewohner leiden oder sterben durch die höheren Temperaturen ab. Das klassische Beispiel sind die Korallen. Siehe mehr dazu im Artikel zur 👉 Erderwärmung
ANMERKUNG:Es wird hin und wieder geklagt, Wissenschaftler könnten sich nicht verständlich für normale Leute ausdrücken. Zettajoule oder 10 hoch irgendetwas dürfte eher nicht zur Alltagssprache selbst gebildeter Menschen gehören. Die nötige Übersetzungsarbeit macht dann oft die Presse. Auf die Idee, den Wärmegewinn der Ozeane über eng getaktete Atomexplosionen zu veranschaulichen muss erst einmal jemand kommen. Das Sinnbild war so gut, dass es sich dann in vielen Zeitungen wie dem englischen Guardian, dem Daily China und im deutschen Fokus wieder fand. Ein interessantes Stichwort für all jene, die gerne Physik und Sprache verbinden möchten: Wissenschaftsjournalismus.