WH54 Fachwortlexikon
Lernwerkstatt Aachen GbR
Mathematik | Physik | Chemie


Bildbeschreibung und Urheberrecht

Kinetische Gastheorie


Gas als Kugelwelt gedacht


Basiswissen


Die kinetische Gastheorie ist ein Teilchenmodell: Gase werden aus kleinsten Teilchen modelliert, die keine innere Struktur benötigen um alle das Verhalten des Gesamtsymstems zu erklären. Da wird hier näher erläutert.s

Was ist die kinetische Gastheorie?


◦ Ein spezielles statistisches Teilchenmodell für Gase.
◦ Aus dieser Modellvorstellung kann man messbare Dinge wie Druck, Dichte und Temperatur vorhersagen.

Was sind die Grundannahmen?


◦ Die Teilchen eines Gases (Atome, Moleküle) sind von vernachlässigbarer Größe.
◦ Sie sind ständig in ungeordneter, aber statistisch fassbarer Bewegung.
◦ Zwischen ihren Zusammenstößen bewegen sie sich gleichförmig und unabhängig voneinander.
◦ In ihrer Bewegung bevorzugen sie keine Richtung.
◦ Die Teilchen üben keine Kräfte aufeinander aus, solange sie sich nicht gegenseitig berühren.
◦ Zusammenstöße der Teilchen untereinander und mit der Gefäßwand gehorchen dem Gesetz des elastischen Stoßes.

Was ist das ideale Gas?


◦ Ein Gas, das ganz auf den obigen Annahmen gedacht wird heißt ideal.
◦ Ideal meint hier soviel wie: nur gedacht, nicht unbedingt wirklich.
◦ Ein ideales Gas wird beim Zusammendrücken nicht wärmer.

Gibt es ideale Gase?


◦ Näherungsweise ja.
◦ Edelgase und dünne Luft verhalten sich in etwa ideal.
◦ Aber viele Gase, auch dichtere Luft, verhalten sich nicht mehr ideal.
◦ Insbesondere erwärmen sie sich beim Zusammendrücken (Komprimieren).
◦ Der Grund sind Kräfte, die zwischen den Gasteilchen auch über einen Abstand hinweg wirken.

Verwandte Themen













© Lernwerkstatt Aachen GbR, 2010-2021