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Weltgeschichte


Begriffsklärung


Basiswissen


Als Weltgeschichte, Globalgeschichte oder Universalgeschichte bezeichnet man in den Geschichtswissenschaften die Betrachtung der Geschichte der Menschheit als weltweites Phänomen. Eine typische Fragestellung wäre etwa: was ist nötig, dass aus einer Stammesgesellschaft komplexe Staaten entstehen. Das ist hier kurz mit einem Beispiel vorgestellt.

Beispiel: die Entstehung komplexer (Stadt)Staaten


Der jetzige Mensch, der Homo sapiens, entstand vermutlich vor rund 300 Tausend Jahren im nördlichen Afrika. Komplexe Kulturen mit staatsähnlicher Organisation entstanden aber erst rund 3000 Jahre vor Christus (Sumer, Ägypten). Was hat - scherzhaft gerechnet - die 297 Tausend Jahre zuvor gefehlt, um den Übergang von Stammesgesellschaften hin zu Staaten auszulösen? Früher hielt man die Seßhaftigkeit und die Landwirtschaft als ausschlaggebend. Erst mit der sogenannten neolitischen Revolution im Vorderen Orient hätte der Mensch genug Nahrungsmittel produziert, um komplexe Gesellschaften aufzubauen. Demgegenüber stehen neurere Erkenntnisse, dass beispielswiese im Gebiet der heutigen Türkei Jäger und Sammler hochkomplexe Monumente bauten (Göbekli Tepe), ohne dass dafür eine Landwirtschaft nötig war[1]. Im Sinne einer weltgeschichtlichen Betrachtung ist die Frage offen, was genau die Entstehung höher-komplexer Gesellschaften auslöste, wenn nicht die Landwirtschaft. Religiöse Vorstellng? Arbeitsteilung? Siehe als Beispiel dazu die Entstehung einer indianischen Hochkultur um das Jahr 900 nach Christus Chaco-Canyon-Kultur ↗

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Fußnoten