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Salzwasser

Definition

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Basiswissen


Wasser mit 1,0 % Salzgehalt, entsprechend 10 Gramm Salz pro Liter [1] oder mehr. Typischer Meereswasser zum Beispiel hat etwa 3,5 % (Prozent) [2] oder 35 ‰ (Promille) Salzgehalt [2], also um die 35 g pro Liter gelösten Salzes. Ob Wasser als Salz-, Süß- oder Brackwasser gilt hat einen großen Einfluss auf die Lebewesen in ihm, auf die Korrosion von Metallen und die Pflanzen im nahen Uferbereich. In der Geologie und Technik bezeichnet man salzige Wässer auch als Sole [5], im Zusammenhang mit Lebensmittel spricht man auch von Laken [6].



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Das Bild zeigt Brecher am Badestrand der Nordseeinsel Wangerooge.☛


Bedeutung


In der Geographie


Wenn Gesteine auf dem Festland verwittern entstehen dabei im Landwasser gelöste Salze. Dieses Wasser fließt letztendlich in die Ozeane. Dort verdunstet zwar mit der Zeit Wasser, ab die Salze bleiben im Ozean zurück. Der Geologe T. C. Chamberlin (1843 bis 1928) zitiert eine Berechnung, wonach der Eintrag von Süßwasser über rund 8,5 Millionen Jahre - geologisch keine lange Zeit - aus einem reinen Süßwasserozean Ozeane mit dem heutigen Salzgehalt machen würde. [3] Der zugrunde liegende Prozess ist die 👉 Verwitterung

  • In der Geographie und Biologie meint Salzwasser natürliche Gewässer.
  • Das können Seen, Flüsse, Grundwässer, Ozeane oder andere sein.
  • Ist mehr als 1 % der Flüssigkeitsmasse Salz, dann spricht man von Salzwasser.
  • Salzige Wässer bezeichnet man auch als 👉 Sole

In der Chemie


  • In der Chemie meint Salzwasser die Lösung irgendeines Salzes in Wasser.
  • Auch hier soll der Massenanteil mindestens 1 % betragen.

In der Biologie


  • Landpflanzen vertragen normalerweise kaum Salz im Wasser.
  • Es gibt einige Spezialisten, die sich aber angepasst haben.
  • In Verbindung mit Lebensmitteln spricht man auch von einer 👉 Salzlake

In der Technik


  • In der Technik spielt Salzwasser an vielen Stellen eine wichtige Rolle.
  • Bei Metallen fördert es das Verrosten, die sogenannte 👉 Korrosion
  • Künstlich hergestellt hilft es Lebensmittel zu halten 👉 Salzlake

Versuche


Salzwasser kann man leicht und billig selbst herstellen. Leitungswasser oder destilliertes Wasser ist der Stoff, der etwas auflöst, das heißt der Solvent. Das Salz, der Stoff der aufgelöst wird, ist das Solvat. Reines Kochsalz (NaCL) kann man als Lebensmittel kaufen.

Wasserstoff herstellen



Dieses Bild ist für das Verständnis des Textes nicht wichtig. Das Bild wird im Text nicht erwähnt.
Legt man eine elektrische Spannung an Salzwasser an, steigen an den zwei eingetauchten Elektroden Gasblasen auf. An einer der Elektroden kann man so größere Mengen Wasserstoff herstellen. Siehe mehr unter 👉 Elektrolyse

Bernstein gewinnen




Gibt man Bernstein in Salzwasser, schwimmen manche der Stückchen auf. Sand würde zu Boden sinken. So kann man Bernstein schnell und einfach aus Sandgemischen herausfischen. Diese sogenannte Schwimm-Sink-Trennung ist ein häufiges Verfahren in der sogenannten Aufbereitungstechnik. Siehe auch 👉 Bernstein-Schwimm-Versuch

Kapillareffekt




Über den sogenannten Kapillareffekt können Flüssigkeiten an festen Körpern hochwandern. Wachs steigt so im Doch einer Kerze auf. Leicht nachstellen kann man den Effekt mit gefärbtem Salzwasser in einer Salzsäule. Siehe auch 👉 Kapillareffekt

Salzzement




Gießt man Salzwasser über Sand, bildet das Salz nach dem Verdunsten oft eine zementartig harte Schicht an der Oberfläche aus. Siehe mehr unter 👉 Zementation (Natriumchlorid)

Kühleffekt


Kippt man Salz in Leitungswasser, kühlt sich das Wasser spürbar ab. Noch stärker ist der Effekt mit Glaubersalz. Siehe auch 👉 Kochsalz-Abkühlungs-Versuch

Fußnoten


  • [1] Vom Salzgehalt nach dem Brackwasser kommt das Salzwasser. Die Grenze für Brackwasser liegt bei 10 g/l an Feststoffen, damit auch an Salz. Damit kann man schließen: Ab 10 g/l Salzgehalt spricht man von Salzwasser: Brackwasser (brackish water) ist definiert als "water containing dissolved solids at a concentration higher than acceptable standards for intended use. Note 1 to entry: The concentration of total dissolved solids in brackish water can vary from 1 000 mg/l to 10 000 mg/l. Brackish water is less saline than sea water (1000 to 10000 mg/l of TDS for brackish vs up to 35 000 mg/l for sea water)." Die Definition stammt aus der ISO 6107:2021 (water quality). Anmerkung: 10000 mg sind 10 Gramm. Siehe auch 👉 Brackwasser
  • [2] "Salzwasser ist Wasser, das eine hohe Konzentration an gelösten Salzen aufweist. Meerwasser hat eine Salinität von ca. 35 000 ppm oder 35 g/l." In: In: Amtsblatt der Europäischen Union (WaterSalinityValue). L 331/90 vom 10. Dezember 2013. Kritik: diese Definition der Europäischen Definition lässt offen, ob 35 g/l nur ein Beispielwert für Salzwasser ist oder ein definierender Grenzwert.
  • [3] "Salzwasser, Bezeichnung für Gewässer mit einem Salzgehalt von über 0,05% (Salinität)." In: der Artikel "Salzwasser". Spektrum Lexikon der Biologie. Abgerufen am 8. Januar 2026.
  • [4] 1899: T. C. Chamberlin: An Attempt to Frame a Working Hypothesis of the Cause of Glacial Periods on an Atmospheric Basis. Dort die Seite 572.
  • [5] Ein Bergbaulexikon definiert Sole kurz als "natürliches oder künstlich hergestelltes Salzwasser", ohne dass eine bestimmte Konzentration angegeben wird. In: Walter Bischoff: Das kleine Bergbaulexikon: Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum. Verlag Glückauf, 1988. - 404 S. ISBN 3-7739-0501-7. Dort der Artikel "Sole", Seite 320. Siehe auch 👉 Sole
  • [6] "Salzlake, Pökellake (Gewürzlake) oder kurz Lake ist eine Lösung aus Wasser und Salz, die zum Einlegen bzw. Nasspökeln von Nahrungsmitteln wie Fleisch, Fisch oder Käse dient." In: der Artikel "Salzlake". Chemie.de der Lumitos AG aus Berlin. Abgerufen am 17. Juni 2026. Siehe auch 👉 Salzlake



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