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Physiologischer Brennwert

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Basiswissen


Der physiologische Brennwert gibt die Menge nutzbarer Energie in einem Lebensmittel an: etwas präziser gesagt steht er für die spezifische Energie bzw. die Energiedichte an, die bei deren Verstoffwechselung (Zellatmung) im Körper eines Organismus verfügbar gemacht werden kann. Der energetische Aufwand, den der Körper hierfür andererseits betreiben muss, bleibt dabei unberücksichtigt; es handelt sich also um Bruttowerte. Der physiologische Brennwert ist im Allgemeinen geringer als der physikalische Brennwert bei vollständiger Verbrennung.



Bildbeschreibung und Urheberrecht
Man sieht zwei zusammenhängende Bananen.☛


Der physiologische Brennwert auf Verpackungen


Für Lebensmittel ist im Warenverkehr der EU die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) seit 13. Dezember 2014 verbindlich anzuwenden. Danach ist der Energiegehalt von Lebensmitteln in der SI-Einheit Kilojoule (kJ) pro 100 g anzugeben. Lediglich zusätzlich darf die veraltete Einheit Kilokalorie (kcal) genannt werden. Sehr hohe Werte haben zum Beispiel Chips oder Schokolade. Sehr geringe Brennwerte hat Gemüse. Siehe auch 👉 physiologische Brennwerte [Beispiele]

Kuriosität: Hannibals Elefanten


Im Jahr 218 vor Christus geschah etwas Ungeheuerliches: ein Feldherr aus dem nordafrikanischen Karthago, zu dem damals auch Spanien gehörte, überquerte mit einer Armee von 40000 bis 50000 Menschen und insgesamt 37 Elefanten von Südfrankreich aus kommend in einem 15 Tage langen Gewaltmarsch die Alpen. Dann fiel er in der römisch kontrollierten Ebene des Flusses Po in Norditalien ein. Mit diesem Überraschungsangriff überrumpelte er die Römer. Roms Fortleben stand auf Messers Schneide. Hätte Hannibal damals endgültig gegen Rom gesiegt, hätte es niemals ein Römisches Reich der späteren Ausdehnung gegeben. Die Geschichte wäre ganz anders verlaufen.

Bis heute ist es ein Rätsel, wo genau Hannibal die Alpen überquert hat. Dungspuren, über 2200 Jahre alt, an einem Alpenlass, sind ein Indiz. Die Elefanten spielten am Ende in den Feldzügen in Norditalien keine Rolle. Sie waren alle kurz nach der Alpenübequerung tot. Hannibal hatte sie wohl vor allem mitgenommen, um den Effekt von Terror unter den Römern zu erhöhen. Doch die Elefanten kamen mit der Überquerung der kalten Alpen und ohne nennenswerte Nahrung vielleicht sogar besser zurecht als Menschen oder andere Tiere. Sie verloren wohl nur 4 % ihres Körperfettes, das sie als Reserven verbrennen mussten. Die menschlichen Soldaten aus Hannibals Armee aber haben wahrscheinlich gut ein Fünftel oder 20 % ihres Körperfettes eingebüßt. Viele von ihnen starben.

Insgesamt hatte Hannibals Armee für die Überquerung der Alpen einen Energiebedarf von etwa 5,3 bis 6,4 Terajoule. [1] [2] Diese Energiemenge musste entweder als Nahrungsmittel mitgeführt werden oder aus eigenen Körperreserven gewonnen werden. Die Alpenpässe selbst boten kaum ausreichend große Quellen von Nahrung. Bei Feldzügen größerer Armeen über längere Zeit spielt deren Versorgung, vor allem mit Nahrung, auch später in der Geschichte eine wichtige und oft enscheidende Rolle.

Fußnoten


  • [1] Die Angaben zu Hannibals Alpenüberquerung stammen weitgehend aus dem Artikel: Wo überquerte Hannibal die Alpen. Spektrum der Wissenschaft 10 (Oktober) 2026. Dort auf den Seiten 8 und 9.



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