A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 9 Ω
Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

Messinische Salinitätskrise

Erdgeschichte

© 2025 - 2026




Basiswissen


Vor etwa 5,97 bis vor 5,33 Millionen Jahren, in der erdgeschichtlichen Zeit des Messiniums (kurz auch Messin) im späten Miozän soll sich einer Theorie zufolge die Straße von Gibraltar vollständig geschlossen haben. Damit wäre der Wasseraustausch zwischen Atlantik und Mittelmeer abgeschnürt gewesen. Man spricht von der messinischen Salinitätskrise. [2] In etwa 10 tausend Jahren [3] oder sogar nur 3000 Jahren [4] soll der Meeresspiegel in getrennten Becken im Westen und Osten [4] um 850 bis fast 2000 Meter [3] gesungen sein. Es wurden rund 10 Millionen Kubikmeter Salz in heutigen Schichtdicken von bis zu 3500 Metern abgelagert. [5]



Bildbeschreibung und Urheberrecht
So trostlos könnte es vor über 5 Millionen Jahren auf dem Boden heutigen Mittelmeeres ausgesehen haben: Salzkrusten in einer lebensfeindlichen Umwelt, flirrende Hitze und hohe Berge am Horizont. Das Bild hier stammt aus dem Danakil-Dreieck in Nordost-Afrika. Besten Dank an den anonymen Autoren, der es gemeinfrei zur Verfügung stellt. © Travel With Me ☛


Die Krisen-Theorie


Als am 6. Oktober des Jahres 1970 das Tiefseebohrschiff Glomar Challenger nach einer Fahrt von 54 Tagen vom Mittelmeer nach Lissabon zurückkehrte, hatte es als Fracht Material von insgesamt 28 Bohrungen mit an Bord. Das Material enthüllte, dass der Bereich des Mittelmeers vor etwa 6 Millionen Jahren zu einer gigantischen und bis zu 2 Kilometer tiefen Wüstenlandschaft geworden war. Mächtige Ablagerungen aus sogenannten Evaporiten wie Gips oder Salze zeugten davon. Solche Ablagerungen entstehen, wenn große Mengen an Wasser schnell verdunsten.

Durch die "Kollision der afrikanischen und eurasischen Kontinentalplatten", so die Theorie, könnten sich das "Land an beiden Enden des Mittelmeers angehoben" haben. [19] Das schnürte den Zufluss von Wasser aus den Weltmeeren ab. Da die Verdunstung im Mittelmeer schon damals höher war als der spärliche Zufluss von Flüssen wie Rhone, Po und Nil, trocknete das Mittelmeer nach und nach aus.

"Das ist das tiefste Land der Welt. Beim Abstieg in den Abgrund wird das wachsende Gewicht der Atmosphäre immer spürbarer." An den steilen Abhängen gibt es "Fallwinde" und: "Wenn eine Luftmasse sich abwärts bewegt, steigt der Luftdruck. Sie in einem Verbrennungsmotor bewirkt der erhöhte Druck, dass die Luft sich zusammenzieht und erwärmt [adiabatische Erwärmung]" Die Temperatur soll mit "jedem Kilometer" um etwa 10 °C ansteigen. So soll die "Lufttemperatur" an einem "heißen Sommertag" und "vier Kilometer tief" "höllische 80 °C" erreicht haben." [30]

Einige hunderttausende von Jahren später habe sich die Straße von Gibraltar dann wieder geöffnet. Das Wasser des Atlantik sei als gigantischer Wasserfall mit einer Falltiefe von bis zu 3000 Metern zurück in das Mittelmeer geströmt, auf jeden Fall recht schnell [18]. Im Jahr 1972 erschien dann die entsprechende Veröffentlichung in einem Fachmagazin. [16] Der Autor schrieb eindrucksvoll.


ZITAT:

"Mit einer Fließrate von 42000 Kubikkilometern pro Jahr wären die Gibraltar-Wasserfälle tausendmal mächtiger als die Niagara-Fälle gewesen […] Welch ein Spektakel muss das für die afrikanischen Affenmenschen gewesen sein […]" [17]


Aufbauend auf der Theorie versuchte man dann das Geschehen in auch Zahlen auszudrücken. Man berechnete Verdunstungsraten, Wasserstände und Salinitäten (Salzgehalte) sowie mögliche Volumenströme bei der Wiederbefüllung mit einer Megaflut [27].

  • Austrocknung in 3000 [4] 10000 Jahren [3], Wasserstand sank um 850 bis 2100 Meter [3]
  • Ablagerungen von Evaporiten von 1500 m (im Westen) bis 3500 m (im Osten) Mächtigkeit [5]
  • Volumen der insgesamt abgelagerten Evaporite bis zu etwa einer Million Kubikkilometer [5]
  • Verdunstungsraten bei Absenkung von 1500 bis 1600 Meter in etwa 6000 Jahren von 0,7 mm/d. [6]
  • Auf dem Boden der Mittelmeersenke könnten lebensfeindliche Temperatur von über 50 °C geherrscht haben. [10]
  • Maximale Volumenströme bei Wiederbefüllung von 0,1 Kubikkilometern pro Sekunde als Megawasserfall. [26]

Diese Vorstellung einer Schließung und Öffnung des Mittelmeers an der Straße von Gibraltar war seit den frühen 1970er Jahren eine Grundannahme der Geologie. 1988 widmete der englische Filmemacher David Attenborough dem Ereignis eine Dokumentation [20], im Jahr 2000 würdigte Gibraltar das vermutete Spektakel mit einer eigenen Briefmarke dazu. [21] Die Theorie einer vollständigen Austrocknung des Mittelmeeres mit einer danach schnellen Befüllung vom Atlantik aus prägte die geologische Forschung bis ins 3. Jahrtausend. [3] [4] [5] [6]

Fundamentale Abläufe sind jedoch noch ungeklärt. [22] Seit den 2010er Jahren mehren sich deshalb mahnende Stimmen. Die alte Vorstellung eines tiefen und trockenen Beckens [23] wird durch die Idee von eher noch recht weit gefüllten Bereichen im Mittelmeer herausgefordert. [24] Salze und andere Evaporite benötigen keine vollständige Verdunstung des Wassers, sie fallen schon vorher bei ausreichend hoher Salinität aus. Und vor allem können die belegten tiefen Canyons [25] in den Sedimenten des Mittelmeers nicht alleine durch gewaltige Wasserfälle [26] oder steile Flusstäler erklärt werden. Denkbar ist auch, dass die nötigen starken Wasserströme durch gewaltige Dichteunterschiede des Salzwassers  [24] angetrieben wurden.

Fakten-Check


Die in den 2020er Jahren interessante Frage zur messinischen Salinitätskrise ist: sind die großen belegten Vorkommen an Evaporiten auf dem Boden des Mittelmeers und die ebenfalls belegten gewaltigen Erosionsrinnen mit dazu passenden Sedimentaufschüttungen das Ergebnis einer mehr oder minder vollständigen Austrocknung der großen Becken des Mittelmeers und einer mehr oder minder katastrophenartigen Wiederauffüllung durch gewaltige Wasserströme? Oder kann man die Befunde auch durch eher undramatische Schwankungen des Meeresspiegels im Mittelmeer erklären, bei denen die Rinnen eher durch unterseeische Salzwasserströme erzeugt wurden? Im Folgenden werden einige der vermuteten geologischen Prozesse mit einfachsten Haushaltsmitteln auf ein Mindestmaß an Plausibilität überprüfen.

Viel Salz im Wasser


Für das Mittelmeer wird der Gehalt an Salz, die sogenannte Salinität mit durchschnittlich 3,74 % angegeben. Das heißt, dass von einem Kilogramm Salzwasser rund 37,4 Gramm Salz sind. Das erscheint auf den ersten Blick sehr viel. Doch ein einfacher Versuch kann zeigen, dass die Größenordnung durchaus glaubwürdig ist.



Hier wurde ein Liter Nordseewasser erst in der Sonne verdunstet und dann in einem Backofen verdampft. Übrig blieben gut 30 Gramm Salz. Dass das Mittelmeer dann nahezu 40 g/l an Salzgehalt haben kann, erscheint durchaus plausibel. Siehe auch 👉 Salinitäts-Versuch

Geht man grob davon aus, dass 1 Liter Mittelmeerwasser etwa 1 Kilogramm wiegt, dann kann man für eine grobe Abschätzung die Masse des Mittelmeerwassers durch 25 teilen und hat dann die Masse des darin gelösten Salzes.

Salz kann ausfallen


In der Geologie bezeichnet man eine großflächige Verdunstung von Wasser als Evaporation. Dabei bleiben die vorher im Wasser gelösten oder schwebenden Stoffe aber zurück. Sie verdunsten nicht mit dem Wasser in die Luft. So entstehen die sogenannten Evaporite wie zum Beispiel Steinsalz und Tonlagen. Dieser Prozess kann in einem einfachen Versuch sichtbar gemacht werden.



Auf eine 55 °C heiße Schieferplatte in der prallen Mittagssonne gekippt, gibt eine kräftige Salzlake recht schnell eine kleine "Salzlagerstätte", die hell weiß in der Sonne glänzt. Der Prozess der Verdunstung heißt in der Geologie auch 👉 Evaporation

Dieser einfache Versuch zeigt also, dass beim vollständigen Verdunsten von Salzwasser eine gut sichtbar größere Menge an Salz auf dem Boden zurück bleibt. Aber muss das Wasser für die Entstehung solcher Evaporite tatsächlich ganz verdampfen? Oder könnten sich nicht auch schon im Wasserkörper selbst Ablagerungen von Salzen bilden, wenn der Salzgehalt ein Mindestmaß überschritten hat? Zumindest für eine Lösung mit Natriumsulfat konnten wir in der Lernwerkstatt den Effekt gut nachstellen.



Das Video zeigt, wie große Mengen vorher gelöster Feststoffe in einer Flüssigkeit schlagartig ausfallen können. Könnte dieser Vorgang als Modell für die Entstehung von großen Evaporitschichten auf dem Boden eines noch flüssigen Wasserkörpers wie dem Mittelmeer dienen? Siehe auch 👉 Fällung (Natriumsulfat)

Die Verdunstungsrate


Bei vielen der geologischen Modelle zur Verdunstung des Mittelmeerwassers spielt die Frage eine Rolle wie schnell der Meeresspiegel im Mittelmeer abgenommen haben könnte. Die Verdunstungsrate kann man zum Beispiel in Millimetern pro Tag angeben. Die Millimeter stehen für das Absinken des Wasserspiegels. Siehe auch 👉 Verdunstungsrate

Als das Mittelmeer verdunstete, bildeten sich verschiedene Becken, die von Landmassen voneinander getrennt waren. Das westliche Becken hatte als Hauptzufluss die Rhone, das östliche Becken den Nil. Zudem lief der Prozess wahrscheinlich nicht ganz gleichmäßig ab. Auch kann es zwischenzeitlich immer wieder zu Verbindungen mit dem Atlantik gekommen sein. Die folgenden Angaben können also nur durchschnittliche Abschätzungen ergeben. Was hier interessiert ist eher, ob es pro Tag Mikrometer, Millimeter [13], Zentimeter oder sogar Meter an Rückgängen der Wassertiefe gewesen sein könnten. Hier stehen einige Werte aus geologischen Fachzeitschriften.

  • 850 m in 10000 Jahren (westliches Becken): [3] etwa 0,2 mm/d
  • 2000 m in 10000 Jahren (östliches Becken): [3] etwa 0,5 mm/d
  • 1500 m in 6000 Jahren: [7] etwa 0,7 mm/d

Damit kommt man auf eine Sinkrate des Meeresspiegels von etwa 0,2 bis 0,7 Millimeter pro Tag. In 10 Tagen wäre der Meeresspiegel damit schon um 2 bis 7 cm abgesunken, in einem Jahr wären es schon 70 bis 255 Millimeter oder gerundet 7 bis 26 cm. Geht man von einer Neigung des Kontinentalabhangs von vielleicht 4° aus, dann würde sich die Küstenlinie um jährlich etwa einen bis vier Meter zurückziehen.

Doch wie realistisch ist es, dass von Wasser täglich bis fast ganz ein Millimeter an Höhe durch Verdunstung verloren geht? In vielen Versuchen in unserer Lernwerkstatt kamen war bei Raumtemperatur und ohne direkte Sonnenbestrahlung auf Werte von 0,2 bis gut 2 Millimeter Höhenverlust pro Tag.


Dieses Bild ist für das Verständnis des Textes nicht wichtig. Das Bild wird im Text nicht erwähnt.
0,5 bis 2 mm/d (Millimeter pro Tag) wurde selbst ohne direkte Sonneneinstrahlung und bei mäßigen Raumtemperaturen erreicht. Siehe auch 👉 Verdunstungsversuch (Wasser)

Geht man von heißem Wetter, Wind und viel Sonneneinstrahlung beim Mittelmeer zum Ende des Zeitalters des Miozän aus, erscheinen Höhenverluste bis zu einem Millimeter pro Tag sehr realistisch. Die eigenen Verdunstungsexperimente in geschlossenen Räumen werfen sogar die Frage auf, ob die Verdunstungsraten im Szenario eines heißen Mittelmeerbereiches am Ende des Miozäns nicht sogar deutlich höher gelegen haben könnte. Dafür spricht auch noch ein weiteres Argument.

Für eine sehr viele höhere als die errechnete Verdunstungsrate sprechen meteorologische beziehungsweise physikalische Gründe. Als das Mittelmeer verdunstete senkte sich der Wasserspiegel über viele hunderte bis vielleicht sogar einige tausende Meter ab. Dadurch stiegen der Luftdruck und auch die Lufttemperatur. [10] Ein Gefühl für die Stärke des Effektes geben die Werte der internationalen Standardatmosphäre [11], die den Verlauf von Temperatur und Luftdichte in Abhängigkeit der Höhe als Mittelwert angibt:

  • 2000 unter dem Meeresspiegel: 28,0 °C und 1,48 kg/m³
  • 1000 unter dem Meeresspiegel: 21,5 °C und 1,35 kg/m³
  • Genau auf dem Meeresspiegel: 15,0 °C und 1,23 kg/m³
  • 1000 über dem Meeresspiegel: 8,5 °C und 1,11 kg/m³
  • 2000 über dem Meeresspiegel: 2,0 °C und 1,01 kg/m³

In 2000 Metern unterhalb des Meeresspiegels könnte die Temperatur der Luft also rein aufgrund der physikalischen Verdichtung schon gut 13 °C über dem Wert auf Höhe des Meeresspiegels liegen. Nimmt man heutige Lufttemperaturen von zum Beispiel 30 °C bis 40 °C im Sommer an der Mittelmeerküste auch für damals an, kommt man auf Temperaturen tief unten in der sich bildenden Senke von über 50 °C. Diese hohen Temperaturen in Verbindung dürften sehr viel höhere als die hier errechneten Verdunstungsraten ermöglicht haben. Dagegen gehalten muss jedoch die Tatsache, dass die Verdunstungsrate mit zunehmender Dichte sinkt. Es ist denkbar, dass sich die Effekte gegenseitig kompensieren oder sogar der Effekt der Luftdichte überwiegt.

Mächtigkeit der Evaporite


Mächtigkeit steht in der Geologie und im Bergbau anschaulich gesprochen für die Dicke einer Schicht oder Lagerstätte. Man spricht zum Beispiel von der Mächtigkeit von Kohlenflözen oder der Mächtigkeit von Gesteinspaketen. Wenn ein Kohlenflöz eine Mächtigkeit von 2 Metern hat dann ist der kürzeste Abstand von der unten oder linken Begrenzungsfläche hin zur oberen oder rechten Begrenzungsfläche 2 Meter. Siehe auch 👉 Mächtigkeit

Wenn Wasser ohne den Einfluss von Wind verdunstet, dann geht das im Wasser gelöste Salz nicht mit in die Luft. Es verbleibt im Meereswasser. Damit steigt aber der Salzgehalt im Laufe der Verdunstung immer mehr an. Irgendwann ist das Salzwasser übersättigt. Das Salz fällt dann aus und lagert sich als Feststoff an den Uferlinien und am Boden ab. In einer Veröffentlichung [5] heißt es, dass im Mittelmeer so insgesamt rund eine Millionen (10⁶ km³) Kubikkilometer Salz abgelagert worden seien. Die Mächtigkeit (Dicke) der abgelagerten Salzpakete soll heute gut 1500 bis 3500 Meter betragen. [8]

Das Volumen des heutigen Mittelmeeres liegt bei rund 4.300.000 oder 4,3 Millionen Kubikkilometern. Das entspricht einer Masse von 4·10¹⁵ Tonnen Meerwasser.


🖩

Ein Kubikkilometer sind (1000 m)·(1000 m)·(1000 m) oder kurz 10⁹ m³. Jeder Kubikmeter (m³) Wasser wiegt etwa eine Tonne. Das Mittelmeerwasser wiegt dann also rund 4 Millionen mal 10⁹ Tonnen oder 4·10⁶·10⁹ oder 4·10¹⁵ Tonnen. Der durchschnittliche Salzgehalt des Mittelmeers kann grob mit 4 % bezogen auf die Masse angegeben werden [8]: vier Hundertstel der Masse von einer gegebenen Masse Mittelmeerwasser entfallen dann auf Salz.



🖩

4 % von 4·10¹⁵ Tonnen sind 16·10¹³ Tonnen. Da eine Tonne Salz etwa einen halben Kubikmeter Volumen hat, sind das rund 8·10¹³ m³ oder 8 mal 10⁴ km³ oder 8·10⁴ oder 80.000 Kubikkilometer Salz.


Dieser Wert überrascht. Die in einem Fachartikel angegebene große Salzmenge (a large body of evaporites [8]) von einer Million km³ kann nach diesem Überschlag nicht alleine von einem einmaligen Eindampfen des Mittelmeers stammen. Zwischen den angegebenen 1.000.000 km³ und den berechnete 80 tausend Kubikkilometern liegt ein Faktor von über 12. Um die angegebene Menge an Salz durch Verdampfung zu erzeugen, müsste man der Rechnung zufolge das Mittelmeer nicht einmal, sondern über 12 mal komplett verdunsten. Wie kann man diese Abweichung erklären? Möglicherweise wurde durch wiederholte Verbindungen zum Atlantik immer wieder Salz eingetragen. Oder Salz wurde über Flüsse und Verwitterungseinträge vom umgebenden Festland zugeführt.

Canyons von Flüssen


Rinnsale, Bäche und Flüsse schneiden sich auf dem Festland nach und nach in den Untergrund ein. Die Bewegung des Wassers und mitgeführte Steine, Steinchen oder Sand lösen ständig Teile vom Untergrund ab. Die Strömung nimmt sie dann mit Richtung Mündung.


Dieses Bild ist für das Verständnis des Textes nicht wichtig. Das Bild wird im Text nicht erwähnt.
Bei einem sogenannten Außentief schneidet das strömende Wasser vom Festland her kommend eine Rinne in das Wattenmeer. Solche Strukturen könnten Geologen einer fernen Zukunft Indizien geben, wo unser heutiger Meeresspiegel lag.

Tatsächlich gut belegt für viele Flüsse ist, dass sie an den Kontinentalhängen durch sogenannte Suspensionsströme Canyons auswaschen können. [28] Für Geologen interessant ist dann die Frage, ob diese Tal- oder Rinnenstrukturen von Flüssen auf dem Festland stammen oder eher von verlängerten Flusssystemen unter der Meeresoberfläche.

Tief eingeschnittene Flusstäler fand man in Sedimenten am Kontinentalhang in Südfrankreich, dort wo auch schon vor gut 6 Millionen Jahren die Rhone Richtung Mittelmeer floss. Die geologischen Spuren wurden als Flusstäler gedeutet, die an der Oberfläche eines Festlandes entstehen. [23] Man fand die Strukturen bis in 2500 Meter unter dem heutigen Meeresspiegel. [28] Das legt den Schluss nahe, dass der Meeresspiegel des Mittelmeers damals gut zweieinhalbtausend Meter tiefer lag als heute.

Aber die Deutung ist nicht unumstritten. Man überlegt auch, ob nicht starke Strömungen salzhaltigen Wassers solche Canyons unter Wasser aus dem Meeresboden herauserodieren könnten. [24] "Wenn salzhaltiges Wasser absinkt, können starke Strömungen entstehen, die einen Canyon ausspülen." [19] Wie kann man sich das vorstellen? Wieder kann ein einfacher Tischversuch den Effekt zumindest im Grundsatz plausibel machen.



Sirup ist spürbar schwerer als die gleiche Mengen Süßwasser. Kippt man farbigen Sirup von oben in Süßwasser, sieht man deutlich einen vom Süßwasser getrennten Sirup-Strom.

Könnten auf eine ähnliche Weise schwere Ströme aus dichtem Salzwasser Erosionsrinnen unter Wasser geformt haben? Davon gehen zumindest einige Forscher aus. Sie vermuten, dass durch Verdunstung stark salzhaltiges Gewässer in höheren Schichten des Meeres entstanden. Diese sind dann irgendwann als schwerer Strom aus Salz die Kontinentalhänge herunter geflossen und haben die Canyons dort herauserodiert. [24]

Es ist also bis heute (2026) unklar, ob die Canyonstrukturen in Fortsetzung der heutigen Rhone auf dem Festland eines Mittelmeeres mit dramatisch niedrigerem Meeresspiegel entstanden sind oder ob sie alternativ nicht auch durch Salzwasserströme auf dem Boden eines Mittelmeeres mit deutlich höheren Meeresspiegeln entstanden sein können.

Die fehlende Megaflut


Unstrittig scheint zu sein, dass das Mittelmeer am Ende des Miozän zumindest in Teilbereichen stark ausgetrocknet ist, der Wasserspiegel gegenüber heute deutlich tiefer lag und die Salinität so hoch war, dass riesige Mengen an Evaporiten ausgefallen sind. Unklar ist, wie tief der Meeresspiegel abgesunken war und ob es am Ende der Krise eine gigantische Wiederauffüllung durch einen 3 Kilometer tiefen Wasserfall bei Gibraltar gegeben haben soll. Mindestens zwei Argumente werden heute gegen eine solche Megaflut angeführt.

KEINE MEGARINNE

Wäre die Wassermassen des Atlantiks über eine Megaflut über Gibraltar in der Mittelmeer eingeströmt, sollte man in der Nähe von Gibraltar, im sogenannten Alboran-Meer, geologische Spuren von gewaltigen Wasserströmen finden. Doch eine Schiffsexpedition mit Tiefseebohrungen in der Straße von Gibraltar brachte keine solchen Indizien. Im Gegenteil, die Sedimente bei Gibraltar scheinen über die gesamte Messinische Salinitätskrise hinweg fein säuberlich in Schichten abgelagert worden zu sein. Das spricht für ruhige Wasserverhältnisse. [19]

KEINE WELTEBBE

Und wenn es am Ende der Messinischen Salinitätskrise eine Megaflut zum Wiederauffüllen des Mittelmeeres gegeben hätte, dann könnte man für die anderen Meere einen dazugehörigen Abfall des weltweiten Meeresspiegels um etwa 9 Meter erwarten. Aber auch dazu fanden sich in dem Sedimenten keine Indizien. [19]

Fazit


Am Ende des Zeitalters des Miozän trocknete das Mittelmeer in vielen Bereich stark aus. Der Wasserspiegel sank beträchtlich. Der Salzgehalt der Restwässer stieg erheblich an. Es wurden große Mengen an Evaporiten ausgefällt. Unklar ist, wie tief der Meeresspiegel zurück ging und wie oft er vielleicht zwischenzeitlich auch wieder anstieg. Und vor allem ist unklar, ob es jemals eine Art Sintflut oder Megaflut gegeben hat, bei der ein fast ganz wasserloses Mittelmeer in kürzester Zeit mit dystopischen Wasserströmen wieder aufgefüllt wurde.

Atlantropa


Im Jahr 1929 schlug der deutsche Architekt Hermann Sörgel (1885 bis 1952) vor, das Mittelmeer mit einem riesigen Staudamm bei Gibraltar abzutrennen. Durch Verdunstung sollte der Wasserspiegel um 200 Meter gesenkt werden. Große neue Landflächen sollten etwa in der Adria und nahe Tunesien entstehen. Hydroelektrische Kraftwerke sollten Strom in damals utopischen Mengen produzieren können. [14]


TO-DO:

Welche elektrische Leistung könnte ein Wasserkraftwerk bei einer Verdunstungsrate von 7 mm/d und einer Oberfläche des Mittelmeers von rund 2,5 Millionen Quadratkilometern und einer Höhendifferenz von Atlantik zum Mittelmeer von 200 Meter erzeugt werden? Ist Sörgels Annahme von 50000 Megawatt [15] realistisch?


Fußnoten


  • [2] Als Messinium oder Messin bezeichnet man den letzten Zeitabschnitt der erdgeschichtlichen Zeit des Miozäns. Der Abschnitt ist nach der Stadt Messina auf Sizilien benannt. Das Wort Salinitätskrise deutete die Versalzung des Mittelmeers an, die für die dort lebenden Organismen eine Katastrophe war. Siehe dazu auch: Als das Mittelmeer austrocknete. Fossilien enthüllen dramatische Folgen der messinischen Salinitätskrise vor rund 5,5 Millionen Jahren. ScineXX. Das Wissensmagazin. 30. August 2024. Online: https://www.scinexx.de/news/geowissen/als-das-mittelmeer-austrocknete/
  • [3] "Innerhalb von nur 10 000 Jahren verdunsteten riesige Wassermengen; die Meeresspiegel fielen um 850 Meter im West- und um 1,7 bis 2,1 Kilometer im Ostteil der Region. Riesige Flächen fielen trocken und wurden zu Salzsteppen. Nur in den tiefsten Becken und in der Nähe großer Zuflüsse blieben Wasserflächen erhalten - bis der Atlantik wieder an der Straße von Gibraltar durchbrach und das Becken erneut flutete." In: Daniel Lingenhöhl: Messinische Salinitätskrise: Wie das Mittelmeer einst austrocknete. 18. November 2024. Spektrum.de. Online: https://www.spektrum.de/news/messinische-salinitaetskrise-wie-das-mittelmeer-einst-austrocknete/2242949
  • [4] Im Osten verblieb wahrscheinlich ein Salzsee mit größerer Wassertiefe: "Our results support previous inferences that desiccation and re-filling are fast; desiccation occurs on a time scale of 3–8 kyr, re-filling probably even faster. Equilibrium sea levels imply that most water has gone from the western basin while a significant water column remains in the eastern basin." In: P. Th. Meijer, W. Krijgsman: A quantitative analysis of the desiccation and re-filling of the Mediterranean during the Messinian Salinity Crisis. Earth and Planetary Science Letters. Volume 240, Issue 2, 1 December 2005, Pages 510-520. Online: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0012821X05006229
  • [5] Es wurden insgesamt rund eine Million Kubikkilometer Salz abgelagert. Die heutigen Schichten am Boden des Mittelmeers haben Mächtigkeiten von bis zu 1500 Meter im westlichen Becken und bis zu 3500 Meter im östlichen Becken: "The Messinian evaporite successions comprise a total volume of about 10^6 km³, and reach thicknesses of up to 1500 m and 3500 m in the western and eastern Mediterranean deep basins, respectively". In: P. Th. Meijer, W. Krijgsman: A quantitative analysis of the desiccation and re-filling of the Mediterranean during the Messinian Salinity Crisis. Earth and Planetary Science Letters. Volume 240, Issue 2, 1 December 2005, Pages 510-520. Online: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0012821X05006229
  • [6] Die Verdunstungsrate bis hin zu einem stabilen Wasserstand könnte bei rund 0,7 mm/d gelegen haben: "Blanc finds that, following closure of the connection to the Atlantic, it takes about 6 kyr [6 Kilojahre, also 6000 Jahre] to reach equilibrium at a level that is roughly 1500–1600 m below normal." In: P. Th. Meijer, W. Krijgsman: A quantitative analysis of the desiccation and re-filling of the Mediterranean during the Messinian Salinity Crisis. Earth and Planetary Science Letters. Volume 240, Issue 2, 1 December 2005, Pages 510-520. Online: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0012821X05006229
  • [7] Vietinghoff, Hartwig: Die Verdunstung freier Wasserflächen - Grundlagen, Einflussfaktoren und Methoden der Ermittlung. 1. Auflage. Allensbach. UFO Atelier für Gestaltung und Verlag. 2000. ISBN 3-930803-82-8. Siehe auch 👉 Verdunstungsrate
  • [8] Wie viel Salz in Wasser enthalten ist bezeichnet man als 👉 Salinität
  • [9] Für den Lake Pretty in Indiana in den USA wurden für das Jahr 1963 Verdunstungsraten von bis zum 7 mm/d gemessen, wobei der Einfluss zufließender Gewässer noch nicht berücksichtigt wurde. In: Vietinghoff, Hartwig: Die Verdunstung freier Wasserflächen - Grundlagen, Einflussfaktoren und Methoden der Ermittlung. 1. Auflage. Allensbach. UFO Atelier für Gestaltung und Verlag. 2000. Dort einer Tabelle entnommen, Seite 65. Online: http://www.gewaesserschutz-vietinghoff.de/medien/verd1.pdf
  • [10] Der Effekt der zunehmenden Luftdichte und Lufttemperatur für große Tiefen unterhalb des Meeresspiegels ist beschrieben in: Thomas Halliday: Urwelten. Eine Reise durch die ausgestorbenen Ökosysteme der Erdgeschichte. Hanser Verlag. 2022. ISBN: 978-3-446-27268-2. Dort gibt es ein eigenes Kapitel zur Austrocknung des Mittelmeers. Das Buch gibt sehr anschauliche Beschreibungen der vergangenen Lebenswelten.
  • [12] Fluteau, F., Valdes, J. P., & Valdes, G. K. P. (2003). Modelling the climatic consequences of the Messinian Salinity Crisis. Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology, 215(1-2), 1-13.
  • [13] Millimeter pro Tag, für den weitgehenden verdunsteten Aralsee wird ein Rückgang der Höhe von rund 10 Metern über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren berichtet: "In the South Aral Sea, sea level shows a steady decrease from 35 m above sea level to <26 m since 1993." Damit kommt man auf eine Verdunstungsrate von etwa 1,4 mm/a für den betrachteten Zeitraum. Der zitierte Artikel erschien im Jahr 2014: Shi, W., M. Wang, and W. Guo (2014), Long-term hydrological changes of the Aral Sea observed by satellites, J. Geophys. Res. Oceans, 119, 3313–3326, doi:10.1002/2014JC009988.
  • [17] Kenneth Hsü ist zitiert nach: Dana Mackenzie: Die Sintflut, die nicht stattfand. Spektrum der Wissenschaft 10.26 (Oktober 2026). Dort auf Seite 70.
  • [18] Schnelles Auffüllen am Ende: "It is generally admitted that normal marine conditions were restored at the beginning of the Pliocene by an abrupt re-flooding of the Mediterranean during the “Zanclean deluge." In: P. Th. Meijer, W. Krijgsman: A quantitative analysis of the desiccation and re-filling of the Mediterranean during the Messinian Salinity Crisis. Earth and Planetary Science Letters. Volume 240, Issue 2, 1 December 2005, Pages 510-520. Online: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0012821X05006229
  • [19] Dana Mackenzie: Die Sintflut, die nicht stattfand. Spektrum der Wissenschaft 10.26 (Oktober 2026). Dort die Seiten 68 bis 72.
  • [20] David Attenborough: First Eden. Episode 1:THE MAKING OF THE GARDEN. The Mediterranean world - its history, natural history, & first people. Erstmals ausgestrahlt auf BBC 2 in England am 8. Mai 1988, 19.15 Uhr.
  • [21] Im Jahr 2000 gab Gibraltar eine 5 Pence Briefmarke mit einer Skizze des Felsens von Gibraltar und einem gigantischen Wasserfall heraus. Auf der Briefmarke stehen die Schriftzüge "3000 Metre Waterfall" und "5 Million BC". BC steht die Jahre vor Christus, also quasi für die Zeit vor 5 Millionen Jahren von heute.
  • [22] Noch Unsicherheiten: "Despite intense study, key questions remain unanswered, many awaiting new data from the deep offshore basins." In: Marco Roveri et al.: The Messinian Salinity Crisis: Past and Future of a Great Challenge for Marine Sciences. Marine Geology 352 (2014): 25–58. Online: https://doi.org/10.1016/j.margeo.2014.02.002
  • [23] Klassisches Modell tiefer trockener Becken: "According to the shallow-water deep-basin model, developed for these deposits […] the Messinian evaporites formed in a deep but desiccated Mediterranean, while shelves and slopes underwent subaerial erosion due to fluvial rejuvenation triggered by a 1500 m sea level drawdown. Deeply incised Messinian canyons in the continental slopes surrounding the Mediterranean are the main argument supporting this scenario." In: Marco Roveri et al.: Dense Shelf Water Cascading and Messinian Canyons: A New Scenario for the Mediterranean Salinity Crisis. American Journal of Science 314, no. 3 (2014): 751–784. https://doi.org/10.2475/05.2014.03
  • [24] Neues Modell ohne vollständige Verdunstung: "Using a state of the art model and idealized but realistic numerical simulations, here we demonstrate that the activation of downslope flows of hypersaline, dense waters, in a process similar to present-day “dense shelf water cascading,” but much more energetic, may account for both slope erosion and progressive salinity rise leading to the formation of deep-seated supersaturated brines. Our findings support a deep-water deep-basin model […], thus implying that evaporite deposition may have occurred in a non-desiccated basin with strongly reduced ocean connections". In: Marco Roveri et al.: Dense Shelf Water Cascading and Messinian Canyons: A New Scenario for the Mediterranean Salinity Crisis. American Journal of Science 314, no. 3 (2014): 751–784. https://doi.org/10.2475/05.2014.03
  • [25] Gewaltige Erosionsrinnen: "The main evidence supporting this hypothesis is a nearly 390 km long and several hundred meters deep erosion channel extending from the Gulf of Cádiz (Atlantic Ocean) to the Algerian Basin (Western Mediterranean), implying the excavation of ca. 1000 km³ of Miocene sediment and bedrock." In: D. Garcia-Castellanos et al: The Zancleanmegaflood of the Mediterranean – Searching for independent evidence. Earth-Science Reviews, 201, 103061. Published in 2000. Online: https://doi.org/https://doi.org/10.1016/j.earscirev.2019.103061
  • [26] Numerische Simulationen sind vereinbar mit gewaltigen Erosionsrinnen und Sedimentablagerungen: "Numerical model predictions show that sand deposits found at the Miocene/Pliocene (M/P) boundary in ODP sites 974 and 975 (South Balearic and Tyrrhenian seas) are consistent with suspension transport from the Strait of Gibraltar during a flooding event at a peak water discharge of ~10⁸ m³s⁻¹." Das entspricht 100000000 oder hundert Millionen Kubikmetern oder 0,1 Kubikkilometern pro Sekunde. In: D. Garcia-Castellanos et al: The Zancleanmegaflood of the Mediterranean – Searching for independent evidence. Earth-Science Reviews, 201, 103061. Published in 2000. Online: https://doi.org/https://doi.org/10.1016/j.earscirev.2019.103061
  • [27] Megaflut soll die Krise beendet haben: "Vor 6 Millionen Jahren erlebte das Mittelmeer eine Periode der Isolierung vom globalen Ozean, die Messinische Salinitätskrise (MSC), die aufgrund von Verdunstung und weitreichenden Salzablagerungen zu einer Meeresspiegelabsenkung von 1-2 km geführt haben soll. Das Ende dieser Krise wird als Flutereignis interpretiert, welche das Mittelmeer durch die Straße von Gibraltar wieder auffüllte: die Zanclean-Megaflut." In: Christian Hübscher: M199 - 2. Wochenbericht 4.3. – 10.3.2024. Online: https://www.ldf.uni-hamburg.de/meteor/wochenberichte/wochenberichte-meteor/m197-m200/wochenbericht-m199-02.pdf
  • [28] Von Canyons "Seafloor sediment flows" oder "turbidity currents" ist die Rede in: Paull, C.K., Talling, P.J., Maier, K.L. et al. Powerful turbidity currents driven by dense basal layers. Nat Commun 9, 4114 (2018). Online: https://doi.org/10.1038/s41467-018-06254-6
  • [29] "In the downstream part of the Rhone canyon, incision is not perceptible below the −2500 m Messinian isobath […]; we consider this boundary to be the limit for subaerial erosion." Und flussaufwärts: "The upstream limit of Messinian incision has not been clearly identified in the Rhone Valley. Near Lyon, the vertical incision is around 300 m, so the upstream limit is certainly located farther upstream, possibly up to St Jean de Losne (in Bresse), about 200 km north of Lyon". In: Loget, N., P. Davy, and J. Van Den Driessche (2006), Mesoscale fluvial erosion parameters deduced from modeling the Mediterranean sea level drop during the Messinian (late Miocene), J. Geophys. Res., 111, F03005. Online: https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2005JF000387
  • [30] Zur Idee eines ganz ausgetrockneten Mittelmeers, mit Landflächen bis zu 4 Kilometern unter dem heutigen Meeresspiegel: "Das ist das tiefste Land der Welt. Beim Abstieg in den Abgrund wird das wachsende Gewicht der Atmosphäre immer spürbarer." An den steilen Abhängen gibt es "Fallwinde" und: "Wenn eine Luftmasse sich abwärts bewegt, steigt der Luftdruck. Sie in einem Verbrennungsmotor bewirkt der erhöhte Druck, dass die Luft sich zusammenzieht und erwärmt [adiabatische Erwärmung]" Die Temperatur soll mit "jedem Kilometer" um etwa 10 °C ansteigen. So soll die "Lufttemperatur" an einem "heißen Sommertag" und "vier Kilometer tief" "höllische 80 °C" erreicht haben. In: Thomas Halliday: Urwelten. Eine Reise durch die ausgestorbenen Ökosysteme der Erdgeschichte. Hanser Verlag. 2022. ISBN: 978-3-446-27268-2.



Mit Google weiter auf Rhetos suchen





Startseite Impressum Feedback © 2010-2025 Nachilfe Physik Nachilfe Chemie