A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 9 Ω


Tau (Niederschlag)

Meteorologie

Basiswissen


Geht man früh morgens über eine Wiese, so hat man oft schnell nasse Schuhe: die Wiese ist auffälig feucht. Diese Feuchtigkeit ist der sogennante Tau. Hier ist kurz erklärt, wie Tau entsteht.

Die Enstehung von Tau


Die Luft in der Atmosphäre der Erde enthält immer eine gewisse Menge an Wasserdampf. So nennt man das unsichtbare Gas des Wassers. Wasserdampf ist also unsichtbar. Kühlt die Luft nun aus irgendeinem Grund ab, etwa wenn es nachts kälter wird, dann kann sie weniger Wasserdampf halten also in einem warmen Zustand. Der Wasserdampf, den die kühlere Luft dann nicht mehr halten kann, wird dann wieder zu kleinen flüssigen Wassertröpfchen. Bleiben diese Tröpfchen in der Luft schweben, nennt man sie Nebel. Setzen sich die Nebeltröpfchen aber aber an einem Gegenstand, Pflanzen oder dem Boden ab, nennt man sie Tau. Den Vorgang, das aus einem Gas (hier dem Wasserdampf) wieder eine Flüssigkeit wird nennt man in der Physik Kondensation ↗

Ein Versuch: Tau selbst erzeugen


Man kann den physikalischen Effekt der Entstehung von Tau leicht nachstellen. Dazu nimmt man einfach eine kalte Flasche oder Dose aus dem Kühlschrank und stellt sie auf den Tisch. Sehr schnell wird man an der Außenfläche der Fläche Feuchtigkeit spüren. An schwülen Sommertagen bilden sich dann sogar manchmal herabkullernde Wassertropfen. Diese Feuchtigkeit ist sozusagen künstlicher Tau.

Tau oder Reif?


Ist der Boden so kalt, dass der kondensierende Wasserdamp gefriert wird er zu sogenannten Reif. Statt einer feuchten Wiese hat man dann morgens eine glitzernd weiße Wiese; die Pflanzen am Boden sind alle mit einer feinen Schicht von kleinen Eiskristallen überzogen. Siehe dazu auch Reif (Niederschlag) ↗

Tau verdampft: Verdunstungsnebel


Trifft morgens die wärmende Sonne mit ihren Strahlen auf eine Wiese (oder einen Gegenstand) mit Tau oder Reif, so wird das Wasse oft wieder verdampft. Für einen kurzen Moment ist es dann unsichtbarer Wasserdampf. Kurz darauf kondensiert der Wasserdampf aber wieder in der kühlen Luft. Dieses kondensierte Wasser ist meteorologisch gesehen Nebel. Ist er aus der Verdunstung von Tau entstandenen, nennt man ihn auch Verdunstungsnebel ↗

Fußnoten