Kepler-Teleskop
DIY-Version
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Grundidee
Man projiziert ein Bild auf einem Schirm und betrachtet das Bild mit einer Lupe: ein Kepler-Teleskop oder auch Kepler-Fernrohr kann man einfachsten und billigen Mitteln leicht selbst gebaut werden. Eine Leselupe als Objekt erzeugt ein reelles Bild, das man theoretisch auf einem Schirm aus Butterbrotpapier sichtbar machen kann. Dieses reelle Bild wird dann mit einer Uhrmacher-Lupe als Okular aus kürzester Entfernung stark vergrößert betrachtet. Bei dem Bild sind sowohl oben und unten wie auch rechts und links vertauscht. Hier wird das Bauprinzip aus einfachsten Versuchen heraus verständlich gemacht.
I Das Lupen-Kino
Eine ganz normale Leselupe, oft auch als Brennglas verkauft, kann so vor eine helle Wand oder ein helles Blatt Papier als Schirm gehalten werden, dass auf diesem Schirm ein buntes und bewegtes Bild der Umwelt entsteht.
Mit einer billigen Lupe kann man ohne Aufwand Bilder auf Flächen erzeugen. Siehe auch den Artikel zum 👉 Lupen-Kino
Bilder, die man auf einem Schirm sichtbar machen kann, nennt man reell. Theoretisch könnte man jetzt mit einer weiteren Lupe als Vergrößerungsglas diese Bild näher und dann auch vergrößert betrachten. Damit hätte man eigentlich schon ein einfaches Teleskop. Ein Nachteil dieser extrem-simplen Version ist aber, dass man mit dem Rücken zum originalen Objekt aus der echte Welt stehen würde. Diesen Nachteil kann man mit Butterbrotpapier als Schirm beseitigen.
II Die Linsenkamera
Bei der Tubus-Kamera wird das reelle Bild auf ein halb-transparentes Butterbrotpapier projiziert (geworfen). Das Bild könnte man dann theoretisch von vorne und von hinten sehen. Von einer der zwei Seiten kann man dann so auf das Bild blicken, dass man auch gleichzeitig in Richtung des Originalgegenstandes sehen würde. Würde man jetzt mit eine Vergrößerungsglas auf das Bild blicken, hätte man ein Teleskop. Zu diesem Zwischenschritt der Entwicklung siehe den Artikel zu einer selbst gebauten (DIY) 👉 Linsenkamera
III Das Kepler-Teleskop
Tatsächlich kann man das Butterbrotpapier aber auch weglassen. Das reelle Bild existiert sozusagen auch ohne Butterbrotpapier an der Stelle, wo man es mit Butterbrotpapier sichtbar machen könnte. Blickt man mit einer Uhrmacher-Lupe (Einschlaglupe, Juwelier-Lupe) auf das in der freien Luft existierende reelle Bild, sieht man eine vergrößerte Darstellung des originalen Gegenstandes. Baut man die zwei Lupen geschickt in einen Auszieh-Tubus ein, hat man die einfachst denkbare Version eines handlichen Kepler-Teleskops.
Man blickt durch die kleine Lupe. Diese augenseitige Lupe ist das Okular [1]. Die Lupe hin zum betrachteten Gegenstand, dem Objekt, nennt man entsprechend Objektiv [2]. Mit dem Ausziehtubus kann man die Entfernung zwischen Okular und Objekt leicht so einstellen, dass man ein scharfes Bild sieht. Dieses Scharf-Stellen nennt man auch Fokussieren.
Fußnoten
- [1] Die kleinen Linsen für das Okular wurde über den Versandhandel für rund 2 Euro pro Stück gekauft. Im Internet übliche Bezeichnungen dafür sind Juwelier-Lupe oder Uhrmacher-Lupe. (Stand 2026)
- [2] Die größere Leselupe für das Objektiv wurde für zwei Euro in einem Ein-Euro-Shop gekauft (Stand 2026). Für Demonstrationszwecke ist die Qualität völlig ausreichend.