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Gummi

Physik

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Definition


Das Wort Gummi wird seit spätestens 1727 in Europa verwendet [1] und bezeichnete zunächst harzige brüchige Materialien [1] oder den schleimigen Saft verschiedener Bäume [2]. Produkte aus Gummi, etwa Gummibälle, stellten bereits die eingeborenen Völker Mittel- und Südamerikas vor Ankunft der europäischen Eroberer her. [4] Der Rohstoff für Gummi ist Kautschuk. [5]

Fußnoten


  • [1] "Ist ein hartzigtes Gummi, welches uns aus Indien zugeführet wird, in ziemlich grossen Stücken, die nicht selten als wie Würste figuriret sind, hart, aber sehr brüchig, und überaus gelb." Lemery, Nicholas: Vollständiges Materialien-Lexicon. Leipzig, 1721., Sp. 511-512. Online: http://www.zeno.org/nid/20004381084
  • [2] "Das Gúmmi, plur. car. indem man von mehrern Arten, im Plural lieber die Gummi-Arten sagt, ein schleimiger Saft, welcher von selbst aus verschiedenen Bäumen und Gewächsen schwitzet, und durch das Abdampfen des größten Theiles seines Wassers eine Festigkeit erhält, da er sich denn nur in Wasser auflösen lässet; Kleber, zum Unterschiede von dem Harze. Gummi von Kirschbäumen, von Pflaumenbäumen u.s.f. Arabisches Gummi, das süßliche Gummi des Ägyptischen Schotendornes, Mimosa Senegal L. Gummi Traganth, S. Traganth. In weiterer Bedeutung werden auch wohl alle feste Säfte, wenn sie gleich Harze sind, Gummi genannt, wie das Gummi Kopal, (S. Kopal,) Gummi Elemi, Gummi Animä, Gummi Lacca u.s.f. Der Nahme ist aus dem Griech. κομμι, und wird von einigen im Deutschen irrig im männlichen Geschlechte gebraucht, der Gummi." In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 846. Online: http://www.zeno.org/nid/20000208590
  • [3] "Gummi, alle diejenigen amorphen, in Alkohol unlöslichen, in Wasser löslichen oder nur quellbaren Pflanzenstoffe, die entweder durch (rückschreitende) Umwandlung der Zellmembran entstehen (pathologische Gummosis) oder an Wundstellen bei Holzpflanzen (auch im Kernholz) aus dem Zellinhalt sich bilden und durch Ausfüllung der Gefäß Öffnungen die Wunde verschließen". In: Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 4 Stuttgart, Leipzig 1906., S. 673-676. Online: http://www.zeno.org/nid/20006037879
  • [4] Jens Soentgen: Die Bedeutung indigenen Wissens für die Geschichte des Kautschuks. In: Technikgeschichte. Band 80, Nr. 4, 2013, S. 295–324.
  • [5] "Kautschuk ist der Rohstoff, Gummi das daraus durch Vulkanisation entstandene Endprodukt, und Elastomer die übergeordnete Werkstoffklasse elastischer Polymere." In: Glossar der Firma GUME GmbH aus Ostermünchen. Abgerufen am 16. Dezember 2025. Online: https://www.gume.de/glossar/kautschuk-vs-gummi-vs-elastomer

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