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Schieferton

Geologie

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Definition


Schieferton ist ein diagenetisch verfestigter Tonstein, dessen Tonminerale während der Ablagerung gleichgerichtet sind und ein schieferähnliches Parallelgefüge bilden, jedoch keine echte Schieferung aufweist. Er entsteht aus Ton oder Schluff, der sich in Tälern oder Senken ablagerte und durch Überlagerungsdruck verfestigte. Die Farbe reicht von schwarz, grau, rot bis dunkelgrün oder dunkelblau, und die Oberfläche ist glatt, fein geschichtet und bricht in dünnen Platten oder Lamellen.

Unterschied zum Tonschiefer


Im Gegensatz zum Tonschiefer, der metamorph entstanden ist, bleibt der Schieferton sedimentär und weist typischerweise einen tonigen Geruch auf, wenn er feucht ist. Er ist weniger fest und widerstandsfähig als der metamorphe Plattenschiefer (Slate), den er oft mit dem Begriff „Shale“ (englisch) verwechselt wird.

Vorkommen


Schiefertone sind weltweit verbreitet, insbesondere in deutschen Mittelgebirgen wie Harz, Taunus, Hunsrück, Westerwald, Eifel, Sauerland und an der Nordabdachung der Alpen. Bekannte Fundorte liegen in Hessen (Bebra, Ibaer Revier), Sachsen-Anhalt (Sangerhausen, Volkstedt), Brandenburg (Spremberg-Graustein) und Polen (Rudna Mine, Lüben).

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