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Das Banner der Rhetos-Website: zwei griechische Denker betrachten ein physikalisches Universum um sie herum.

OSINT

Global Brain

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Definitionen


Als Open Source Intelligence, kurz OSINT bezeichnet man Methoden zur Gewinnung und Deutung öffentlich frei zugänglicher Informationen, zum Beispiel für militärische Zwecke. Einzelne Methoden sind Jahrhunderte alt. Aber durch den Einsatz von Computern, speziell auch künstlicher Intelligenzen, ist zu erwarten, dass bei OSINT zunehmend funktionale Analogien zur Informationsverarbeitung in biologischen Nervensystemen erkennbar sein werden. Aus Sicht der Metapher des Globalen Gehirns kann man für entstehende Netzwerke von OSINT-Anbietern einige vielleicht überraschende Vorhersage treffen.

Definitionen


Der Kern von OSINT ist die Idee öffentlich leicht zugänglicher Daten. Man muss die Daten nicht gezielt und auf kriminelle oder geheimdienstliche Weise beschaffen. Printmedien, Radio und das Internet sind Beispiele für solche Daten:

DEFINITION:

"Open Source Intelligence (OSINT) ist ein Begriff aus der Welt der Nachrichtendienste und des Militärischen Nachrichtenwesens, bei dem für die Nachrichtengewinnung Informationen aus frei verfügbaren, offenen Quellen gesammelt werden, [1] um durch Analyse der unterschiedlichen Informationen verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei werden frei zugängliche Massenmedien genutzt, wie Printmedien, Rundfunk sowie das Internet und Web-basierte Anwendungen wie Google Earth." [2]

Oft wird OSINT mit militärisch interessanten Auswertungen in Verbindung gebracht:

DEFINITION:

OSINT is the "collection, processing, and analysis technologies to exploit the massive amount of open-source information available from the internet and other sources for military intelligence purposes" [1]

Eine der großen Vorteile ist der geringe Aufwand bei gleichzeitig hohem Datenvolumen:

DEFINITION:

"OSINT, the process of collecting and analyzing publicly available data, has transformed intelligence operations. From social media posts to satellite imagery, the volume of open-source data is staggering. For the U.S. intelligence community, OSINT provides a cost-effective way to monitor geopolitical developments, track adversarial activities, and identify emerging threats." [3]

Ein wesenticher Aspekt ist die multimodale Auswertung der Daten. Es werden also Texte, Bilder, Filme und Audiodaten ausgewertet und miteinander in mögliche Verbindungen gebracht werden:

DEFINITION:

"Open Source Intelligence (OSINT) requires the integration and reasoning of diverse multimodal data, presenting significant challenges in deriving actionable insights." [4]

Dieser letzte Aspekt deutet vielleicht auch schon die interessante Analogie mit der Auswertung von Sinnesdaten in biologischen Nervennetzen an. Betrachten wir aber zunächst einige konkrete Fallbeispiele.

Beispiele


OSINT ist ein Begriff des 21. Jahrhunderts. Doch die Methoden reichen Jahrhunderte bis wahrscheinlich Jahrtausende zurück.

Flottenbewegungen 1915


1. Weltkrieg
Im August 1914 stürzte sich Europa in den ersten Weltkrieg. Die romantischen Phantasien eines schnellen und glorreichen Sieges über gewiefte und kurze Militärschläge hatte sich bald zerschlagen. Vor allem an den Frontlinien in Belgien und Frankreich standen sich über Jahre hinweg gegnerische Soldaten in verschlammten Schützengräben gegenüber. Der erste Weltkrieg war kein Bewegungskrieg mehr sondern ein Zermattungskrieg. Doch immer wieder versuchten deutsche wie alliierte Soldaten mit Hilfe eines Überraschungsmoments die gegnerischen Linien zu durchbrechen. Groß angelegte Offensiven benötigen jedoch auch groß angelegte Vorbereitungen. Soldaten, Kriegsgerät und Proviant mussten möglichst unauffällig bewegt werden. Der Gegner sollte möglichst nichts von den geplanten Aktionen erfahren.

Hafenkneipen
In einer Zeit, als Zeppeline, Doppeldecker und Funkgeräte Spitzentechnologie waren, war es aufwändig und schwer, die Bewegung gegnerischer Truppen zu erkennen. Eine überraschend simple Methode ist in einem Buch aus dem Jahr 1915 beschrieben. Man müsse nur, so der Autor, abends in Hafenkneipen aufmerksam um sich blicken. Matrosen auf Landurlaub würden sich gerne ausgelassen in Wirtshäusern vergnügen. Doch welche Schlüsse könnten man ziehen, wenn eines abends auffällig wenige Matrosen in den Hafenkneipen zu sehen wären? Mit hoher Wahrscheinlichkeit würde ihr Schiff am nächsten Tag auflaufen. Das Kneipenleben in einer Hafenstadt ist ganz sicher eine Open Source Datenquelle. Und tatsächlich warnte der englische Journalist und Diplomat William Le Queux (1864 bis 1927) im Jahr 1915 vor deutschen Spionen in englischen Küstenstädten gewarnt, die solche einfachen Beobachtungen mit den erst kurz zuvor erfundenen Funkgeräten ins Deutsche Reich übermitteln könnten.

Entführung 2025


Am 17. Dezember 2025 berichtete eine Zeitung über eine auffällige Ansammlung von US-amerikanischen Schiffen und Spezialflugzeugen in der Karibik. Es wurde ein Zusammenhang mit einer möglichen Konfrontation mit der Regierung Venezuelas hergestellt. Besonders erwähnt wurde auch ein Flugzeug-Typ der speziell für Airlift-Operations Verwendung führt. Tatsächlich wurde dann am 3. Januar der venezolanische Präsident Maduro von US-Soldaten in die USA entführt. [6]

Rüstungswerke 2026


Daten, wann welches Handy wo war kann man frei kaufen. Die Daten sind also Open Source. Wenn man nun feststellt, dass es eine größere Anzahl von einzelnen Handys gibt die öfters in einem deutschen Rüstungswerk (etwa von Rheinmetall) und dass dieselben Handys dann gehäuft an einem bestimmten Punkt in der kriegsgebeutelten Ukraine auftauchen, dann liegt ein Schluss nahe: Mitarbeiter des Rüstungsunternehmens pendeln zwischen zwei Standorten. Und damit kann man vorher geheime Standorte von Rüstungsunternehmen leicht enttarnen. Und auch die "Arbeitswege, Wohnorte und Geschäftsreisen" von Mitarbeitern leicht rekonstruieren. [7]

Die Biologie als Vorlage


Schnell muss man sein


Eine die Jahrmilliarden überspannende Spekulation auf diesen Seiten hier ist die Idee, dass es evolutionäre Sprünge gibt, die sich mit immer wieder ähnlichen Merkmalen in den verschiedensten Systemen wiederholen. Ein solches Merkmal ist die Zentralisierung von Information zum Zwecke einer schnelleren oder an sich ressourceneffizienten Bearbeitung. Die Entwicklung hin zu solchen zentralisierten Orten einer Informationsverarbeitung wird hier als Zerebralisation bezeichnet.

Zellkerne
Wesentlich für die Zerebralisation ist, dass der große Vorteil der Zentralisierung eine einfachere Bearbeitung der Daten bringt. Als vor spätestens 1200 Millionen oder 1,2 Milliarden Jahren die ersten Zellen mit echtem Kern, die sogenannten Eukaryoten entstanden, gab es einen Sprung hin zu örtlich konzentrierter Erbinformation. Interessant wäre die Frage, ob der evolutionäre Nutzen irgendwie mit kurzen Informationswegen zwischen den einzelnen Teilen der Erbinformation bestand.

Fisch & Räuber
Recht überzeugend kann man für die Ausbildung echter Gehirne vor spätestens 540 Millionen Jahre später sagen, dass eine schnelle Verarbeitung von Informationen ein Nutzen im Kampf ums Überleben war. Wenn ein flinker Räuber und ein fliehendes Opfertier in einem potentiell tödlichen Duell stehen, können Millisekunden über Tod oder Leben entscheiden. Man denke an ein fliehendes Fischlein, das die nächste Bewegung eines räuberischen Kopffüßers richtig vorhersagt. Im letzten Moment vor dem tödlichen Zugriff der Fangarme macht das Fischlein eine rettende Auswweichbewegung. Das gibt ihm zwei weitere Sekunden Atempause. Bis der Räuber die neue Situation erfasst hat, ist das Fischlein in einer kleinen rettenden Höhle verschwunden.

Kurze Wege
Um die Bewegungen eines schnell angreifenden Kopffüßers richtig vorhersagen zu können, muss das Gehirn eines fliehenden Fisches ein große Anzahl von Sinnesdaten in stimmige Zusammehänge bringen. Von jeder Zelle der Augen kommt ein elektrisches Signal, von Zellen, die auf den Wasserdruck reagieren kommen andere Signale. Von Zellen des eigenen Gehirns kommen Signale zur Erfahrungswerten üblicher Bewegungsmuster von Angreifern. Licht und Schatten müssen richtig interpretiert werden, um scheinbare von echten Fangarmen oder Fluchtmöglichkeiten unterscheiden zu können. Programmierer oder Kognitionswissenschaftler können sich mit etwas Phantasie ausmalen, dass ein Computer millionen von Rechenoperationen pro Sekunde durchführen müsste, um zu einer guten Entscheidung zu kommen. Und diese gute Entscheidung darf nicht all zu lange auf sich warten lassen. Millisekunden dürften die Größenordnung sein.

marklose Nervenfasern brauchen wenig Platz. Sie sind dünn, erreichen aber nur Signalgeschwindigkeiten von etwa 1 m/s. Sehr viel schneller, aber auch erheblich dicker, sind die Zellen mit Mark. Sie kommen in die Gegend von 100 m/s.

Mit solchen Zahlen kann man leicht etwas überschlägig rechnen und damit interessant Abschätzungen bekommen. Nehmen wir an, das fliehende Fischlein hätte zwei Zellen im Gehirn, die vielleicht 5 Millimeter voneinander entfernt sind. Und um zu einem guten Ergebnis für die nächste Fluchtbewegung zu kommen, müssen insgesamt 4 mal Signale zwischen ihnen zeitlich nacheinander ausgetauscht werden. Nehmen wir an, die Kommunikation läuft über die schnellen (aber platzaufwändigen) Zellen mit Mark.


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4 mal 5 Millimeter sind 20 Millimeter oder 0,02 Meter. Die Signale wandern mit 100 m/s. Der Kehrwert von dieser Geschwindigkeit wäre 1/100 oder 0,01 s/m. Damit kommt man auf eine Signalreisezeit von insgesamt 2/10000 Sekunden oder 0,2 Millisekunden


Diese Rechnung gäbe aber für die langsamen (und platzsparenden) Zellen ohne Mark eine Zeit von 20 Millisekunden. Nehmen wir weiter an, die Fangarme könnten sich mit vielleicht 10 m/s hin und her bewegen. Dann entspricht das einer Bewegungsweite von 0,2 Metern oder 20 cm. Für ein kleines Fischlein von wenigen Zentimetern Länge und in Reichweite der tödlichen Arme eines Oktopus ist das kein Kinkerlitzchen. Für Netzwerke kommunizierender Einzelteile kann die Zeitdauer zur Bewältigung einer geminschaftlichen Aufgabe entscheidend für den Erfolg sein.

Zwei Wege zur Schnelligkeit


Die Frage wie man die Teile eines Kommunikationsnetzwerkes so untereinander verbindet, dass gemeinschaftlich zu lösende Aufgaben möglichst schnell erledigt werden können, muss zum Beispiel beim Bau von Computern oder speziell einer CPU beantwortet werden. Zwei möglichen Lösungen sind, dass Komponenten, die häufig miteinander kommunizieren müssen a) schnelle Leitungen bekommen und b) enger aneinander gerückt werden.

OSINT-Netzwerke


Noch wird OSINT von mehr oder minder unabhängigen Organisationen betrieben, die ihre Aufgaben nicht arbeitsteilig erledigen. Jede Firma geht den ganzen Prozess des Sammelns und Auswertens von Daten für sich durch. Und noch ist die Geschwindigkeit vielleicht nicht ganz so entscheidend wie die Methoden die Kriterien für das Sammeln von Daten und die Methoden der Auswertung. Wenn aber die Algorithmen mehr oder minder ausgereift sind, dann könnte die Geschwindigkeit immer mehr in den Fokus rücken.

Der evolutionäre Mechanismus der zur Ausbildung ganz ähnlicher Lösungen in biologischen Lebewesen einerseits und in organisatiinen Strukturen menschengemachter Unternehmen andererseits ist die Analoge Evolution. Ähnliche Evolutionsdrücke oder Selektionskriterien führen bei ähnlichen Aufgabestellungen auch zu ähnlichen Lösungen. Ein solcher Evolutionsdruck ist die Notwendigkeit für schnelle Auswertungen, wie oben schon angedeutet. Hier sind einige Strategien, wie reale Gehirne die Auswertung von Daten möglichst effizient durchführen.

Primäre Projektionszentren: Arbeitsteilung


Im Gehirn werden ausgewählte Daten von Sinneszellen an ganz bestimmten Stellen ausgewertet. Ein Bereich des visuellen Cortex versucht nur Bewegung zu erkennen, ein anderer fragt nur, ob man irgendwo eine Kante sieht [9]. Es gibt im Gehirn nirgends eine Stelle, die die gesamte Information der Netzhaut bildartig darstellt. Schon in der Netzhaut werden die elektrischen Signale der Sehzellen verarbeitet und dann zerrissen in Bedeutungsfragmente ins innere Gehirn weiter geleitet.

"Unter dem primären sensorischen Cortex ist die Endstelle der von den Sinnesorganen jeweils ausgehenden sensorischen Leitungsbahnen zu verstehen (Synonyma: primäre sensorische Rinde, = primäre sensorische Hirnrinde, = sensorisches Projektionszentrum)" [8]

Es wird demnächst OSINT-Unternehmen geben, die zum Beispiel nur versuchen verschleierte Umverteilungen von Notfallmedikamenten zu erkennen oder solche, die darauf spezialisiert sind im Reiseverhalten von Soldaten auf Urlaub Muster für eine anstehende Überraschungsaktion zu finden. Die Sinnesorgane könnten dann Webcrawler sein, die das Internet nach Daten durchsuchen. Die Daten werden dann über Projektionsbahnen (Funk, Kabel, Datenträger) hin zu den primären Projektionszentren, den entsprechend spezialisierten OSINT-Unternehmen geleitet.

Sekundäre Projektionszentren: Kooperation


Wenn die primären Projektionszentren in einem Gehirn nun festgestellt haben, dass in den Daten des Auges ein Kreis und auch etwas Bewegung zu erkennen sind, dann stellt sich die Frage, was das gemeinsame Auftreten dieser zwei Ereignisse bedeuten könnte. Über soganannte Assoziationsbahnen, das sind Nervenzentren zwischen verschiedenen Hirnzentren, können die Einzelbefunde der primären Zentren zu höheren, sekundären oder tertiären Zentren weitergeleitet werden. Dort gibt es dann sogenannte Gnostische Einheiten [10], etwa Zellen, die speziell dann reagieren, wenn ein bestimmtes Gesicht (Luke Skywalker, Jennifer Aniston) erkannt wurde. [11]

"Mit den sensorischen Projektionszentren sind jeweils auch die der primären Rinde übergeordneten Zentren verbunden (sekundäre und tertiäre Rinde). Sie werden Assoziationsgebiete genannt […]. In diesen sekundären und tertiären Zentren erfolgt die Integration der fortgeleiteten Afferenzen der Sinnessysteme." [8]

Die spezialisierten OSINT-Unternehmen werden standarmäßig Daten untereinander austauschen. Es wird Unternehmen geben. Man wird dabei verschiedene Stufen der Aggregation unterscheiden können. Im Gehirn spricht man von primären oder sekundären Projektionsarealen. Einmal primäre erkannte Bewegungen von Medikamenten könnten gemeinsam mit einem ungewohnten Urlaubsverahlten von Soldaten hin zu einer Firma projiziert (weitergeleitet) werden, die dann nach Sinn und Bedeutungen in verschiedenen Kombinationen sucht. Analog zu den Luke-Skywalker Zellen in Gehirnen, könnte es dann OSINT-Unternehmen geben, die nur dann reagieren, wenn die abgeschlossenen Vorbereitungen für einen Militärputsch binnen zwei Stunden für ein Land in Südamerika sicher erkannt wurden.

Fußnoten


  • [4] Wentao Li, Congcong Wang, Xiaoxiao Cui, Zhi Liu, Wei Guo, Lizhen Cui: COSINT-Agent: A Knowledge-Driven Multimodal Agent for Chinese Open Source Intelligence. 2026. Online: https://doi.org/10.48550/arXiv.2503.03215
  • [5] William Le Queux: German Spies In England an Exposure. Published by London: Stanley Paul & Co., 1915.
  • [6] "While Washington officially frames the military surge as part of a counternarcotics mission, the operations place U.S. forces within striking range of Venezuela and risk a direct confrontation with Maduro's government, which accuses Washington of preparing for wider aggression." Und: "The KC-46, while primarily for aerial refueling, can also be used for airlift operations." Sowie: "With warships at Puerto Rican ports and transport aircraft on U.S. Virgin Islands runways, Washington is signaling sustained operations in the Caribbean, underscoring how the U.S.-Venezuela confrontation is shifting to a highly visible military standoff." In: Satellite Photo Shows US Beefing Up Military Presence in Caribbean. Newsweek (Newsweek Digital LLC). 17. September 2025. Online: https://www.newsweek.com/us-military-presence-increase-venezuela-caribbean-2131051
  • [9] "Pioneering experiments in studying information processing in visual cortex performed by Torsten Wiesel and David Hubel on cats revealed that when a bar of light with specific angle is presented to the animal, neurons in V1 responsible for detecting this angle fire with highest rate (Hubel and Wiesel, 1959). Moreover, neurons from the same cortical column tend to prefer similar orientations, and a set of neighboring columns, called “hypercolumn,” encode all possible orientations." In: Esir P, Simonov A, Tsodyks M. Feature Detection in Visual Cortex during Different Functional States. Front Comput Neurosci. 2017 Apr 20;11:21. doi: 10.3389/fncom.2017.00021. PMID: 28473765; PMCID: PMC5397493.
  • [10] Gnostische Einheiten: "We perceive people, human faces, animals, small objects from nearby, large objects from afar […]. However, neither humans nor animal notice lines, edges, corners, “tongues”, or “rods,” which were the adequate stimuli for the units so far investigated. […] Having at our disposal the recent data derivedfrom Hubel and Wiesel’s experiments, we can extrapo-late their findings and explain the origin of perceptions according to the same principles which were found to operate on the lower levels of the afferent systems [primäre Projektionszentren]. In other words, we can assume that perception experienced in humans’ and animals’ lives, are represented not by the assemblies of units but by single units in the highest levels of particular analyzers. We shall call these levels gnostic areas and the units responsible for particular perceptions, gnostic units." In: J. Konorski: Integrative Activity of the Brain: An Interdisciplinary Approach. University of Chicago Press, Chicago, IL. 1967.
  • [11] "[…] studies have shown that neurons in the human medial temporal lobe respond in a remarkably selective and abstract manner to particular persons or objects, such as Jennifer Aniston, Luke Skywalker or the Tower of Pisa. These neurons have been named 'Jennifer Aniston neurons' or, more recently, 'concept cells'." In: Quiroga, R. Concept cells: the building blocks of declarative memory functions. Nat Rev Neurosci 13, 587–597 (2012). Online: https://doi.org/10.1038/nrn3251

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