Docht
Physikalisch
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Basiswissen
Garn in Kerzen oder Öllampen: ein Docht ist ein fadenförmiges Geflecht in Kerzen oder Öllampen. Der Docht führt flüssigen Brennstoff von unten nach oben. [1] [2] Im oberen Bereich des Dochtes wird der Brennstoff dann oft durch die vorhandene Flammenhitze vergast und verbrennt mit Sauerstoff. Das verkohlte abstehende Stück des Dochts bezeichnet man als Schnuppe [3], wovon sich auch das Wort Sternschnuppe ableitet. [4] Siehe auch 👉 Kerzenflamme
Fußnoten
- [1] Dochte bestehen gewöhnlich aus Baumwolle, durch die bei Lichtern, Lampen, Kochvorrichtungen der flüssige Brennstoff infolge der Kapillarkraft zur Flamme aufsteigt. Man unterscheidet schnurförmige Kerzendochte, bandförmige Dochte für Flachbrenner und bandförmige Doppelgewebe, Hohlgewebe, für Rundbrenner. Unverbrennbare Dochte werden aus Glaswolle, Asbest, gebranntem Ton u.a. hergestellt." In: der Artikel "Doch". Lueger, Otto: Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, Bd. 2 Stuttgart, Leipzig 1905., S. 790. Online: http://www.zeno.org/nid/20005996694
- [2] "Der Docht, des -es, plur. die -e, derjenige brennbare Körper in einem Lichte oder einer Lampe, welcher das Fett oder Öhl zuführet, so die Flamme eigentlich unterhalten muß. Des Lebens Docht, eine schon sehr abgenutzte Figur, das Leben zu benennen." Anm. Man leitet dieses Wort von ziehen, Nieders. tehen her, und da ist die Oberdeutsche Mundart, welche dieses Wort Tocht und Tacht spricht und schreibet". Anmerkung: im Niederländischen nennt man einen Zug, etwa einen Karnevalsumzug noch heute eine tocht. In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1507. Online: http://www.zeno.org/nid/20000108405
- [3] "Die Schnuppe, plur. die -n, der ausgebrannte Docht von einem Lichte, welcher abgeschnuppet wird, oder abgeschnuppet worden; die Lichtschnuppe, Nieders. der Ösel. S. 2 Schnuppen." In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 1610. Online: http://www.zeno.org/nid/20000416916
- [4] Zur Verbindung mit dem Wort Sternschnuppe siehe den Artikel "Sternschnuppe" in: Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 5. Amsterdam 1809, S. 385-386. Onine: http://www.zeno.org/nid/20000773530