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Kerzenflamme

Beschreibung

Basiswissen


Fester oder flüssiger Wachs brennt nicht. Erst wenn der Wachs verdampft ist, verbrennt er mit Sauerstoff. Eine Kerze erfüllt also zwei Aufgaben: sie vergast Wachs und sie transport neuen Wachs in die Verdampfungszone. Dies wird hier schrittweise vorgestellt.

Zone 1


Verdampfungszone: Hier wird das Wachs verdampft und nur teilweise verbrannt, da Sauerstoff von der Umgebungsluft außen nicht schnell genug nachkommt. Und für eine Verbrennung braucht man immer Sauerstoff. Die Temperatur liegt hier bei etwa 600 bis 800 Grad Celsius.

Zone 2


Blauzone: Die Zone 2 ist der bläuliche Teil. Diese Farbe entsteht durch Strahlungsübergänge angeregter Moleküle der Verbrennungsgase. In dieser Zone steigt die Temperatur bis auf 1000 Grad Celsius an.

Zone 3


Glühzone: Hier wird das vor allem aus Kohlenwasserstoffketten bestehende Wachs durch den Verbrennungsprozess zerlegt. Dieser wandelt den Kohlenstoff der Kohlenwasserstoffketten in Kohlenstoffdioxid und den Wasserstoff in Wasserdampf um. Durch einen unvollständig ablaufenden Verbrennungsprozess lagert sich Kohlenstoff zu Rußteilchen zusammen, die bei 1200 Grad Celsius glühen und dadurch das helle Leuchten erzeugen.

Zone 4


Flammenoberfläche: dies ist die aktivste Zone der Kerze. Die brennbaren Bestandteile aus dem Wachs finden genügend Sauerstoff für die vollständige Verbrennung und erzeugen hier Temperaturen von bis zu 1400 Grad Celsius.

Michael Faradays Vorlesungen


Der englische Physiker Michael Faraday hielt spezielle Weihnachtsvorlesungen für ein jungen Publikum (15 bis vielleicht 20 Jahre) ab. Eine Vorlesungsreihe im Jahr 1848 beschäftigte sich ausschließlich mit der Physik und Chemie der Kerzenflamme. Die Titel der 6 Einzelvorlesungen geben eine erst Idee vom Inhalt:


Fußnoten