Schlacke
Hüttenwesen
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Basiswissen
Mehr oder minder unbrauchbare Reste bei der Verhüttung von Erzen: Schlacke ensteht bei der Verhüttung von vielen mineralischen [2] Erzen. Schlacke ist im erkalteten Zustand gesteinsartig oder glasig [3] fest. Es wirkt jedoch (berechtigterweise) wie angeschmolzen oder aus einer Schmelze erstarrt und oft auch porös. Schlacke entsteht aus Asche, die so stark erhitzt wurde (900 bis 1200 °C), dass sich die Aschebestandteile durch Sinterung miteinander verbinden. [1]
====Fußnoten
- [1] In der Technik bezeichnet Schlacke "unterschiedliche Schmelzprodukte, die bei der Erzverhüttung" oder bei der "Erzraffination" neben dem "Erzkonzentrat" entstehen. Die Schlacken sind meist "kalk- oder silikatreich". Wegen ihrer geringeren Dichte schwimmen sie auf dem geschmolzenen Metall oben auf. In der Geologie bezeichnet man auch "unregelmäßig geformte, blasig poröse Lavabrocken" als Schlacke. In: Brockhaus in Achtzehn Bänden. F. A. Brockhaus. Leipzig, Mannheim. 2002. ISBN für alle Achtzehn Bände gemeinsam: 3-7653-9320-7. Dort der Artikel "Schlacke" im Band 12 auf Seite 278.
- [2] 1798: "Die Schlacke, plur. die -n, die Unreinigkeit, welche sich bey der Bearbeitung der Mineralien im Feuer von denselben absondert, [1482] und nach ihrer Erkaltung eine glasartige Gestalt hat. Bey dem Schmelzen der Erze setzt sie sich in Gestalt eines flüssigen Schaumes oben auf. Eisenschlacken, Kupferschlacken, Bleyschlacken, Garschlacken, Zinnschlaken, Rohschlacken u.s.f. Gemeiniglich spricht man in den Sprachlehren diesem Worte den Singular ab; allein er ist gangbar genug, theils collective, z.B. das Kupfer gibt eine röthliche Schlacke; theils aber und noch häufiger distributive, eine schöne Kupferschlacke. Indessen wird es auch sehr häufig im Plural als ein Collectivum gebraucht. Die Schlacken abheben, im Hüttenbaue, sie mit dem Sticheisen von dem Erze absondern." Und noch weiter zu möglichen Etymologien. In: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 1482-1483. Online: http://www.zeno.org/nid/20000407984
- [3] 1811: "Die Schlacke heißt beim Bergbau das im Feuer geschmolzene Gestein und überhaupt jede Unreinigkeit, welche bei Bearbeitung der Mineralien im Feuer sich absondert, und nach ihrer Erkaltung eine glasartige Gestalt bekommt. Sie schmilzt zwar im Feuer, löst sich aber im Wasser nicht auf." In: Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 8. Leipzig 1811, S. 346. Online: http://www.zeno.org/nid/20000804967
- [4] 1857: "Skoria, griech., Schlacke; skorisch, schlackenartig; Skorification, Verschlackung." In: Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1857, Band 5, S. 231. Online: http://www.zeno.org/nid/20003518973
- [5] 1862: "] Schlacke, 1) glasartige spröde Masse, welche bes. beim Schmelzen der Erze u. beim Frischen des Eisens (Frischschlacken) abfällt u. aus erdigen u. steinigen Theilen der Erze, aus den Zuschlägen u. aus oxydirtem Metalle besteht. Die S. schützt das glühende Metall vor dem oxydirenden Einflusse der Luft u. wirkt ganz bes. auch als Flußmittel. Aus der Beschaffenheit der S. kann man auf den richtigen od. schlechten Verlauf der Schmelzarbeit schließen. Beim Schmelzen der Metalle schwimmt die S. als ein Schaum oben auf u. läuft entweder ab, od. wird mit einem eisernen Haken (Schlackenhaken) abgezogen u. in das Schlackenbett geworfen." Und nohc sehr ausführlich weiter. " In: Pierer's Universal-Lexikon, Band 15. Altenburg 1862, S. 204. Online: http://www.zeno.org/nid/2001084807X
- [6] "Schlacke, Hochofenschlacke, in der Metallurgie die steinigen oder glasartigen Massen, die sich beim Schmelzen der Metalle über dem geschmolzenen Metall ansammeln, so in der Eisenerzeugung (s.d.); sie enthalten hauptsächlich Silikate, Phosphate und Oxyde." In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911., S. 635. Online: http://www.zeno.org/nid/20001538330