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Gottesschauer

Physik

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Bedeutung


Das Wort Gottesschauer kann semantisch mindestens zwei Bedeutungen haben: a) ein Gefühlszustand des Schauerlichen beim Schauen Gottes und b) eine Person, die Gott erschaut. Belegt ist nur die zweite Bedeutung. [1] [2] [3] [4] [5] Für den Gefühlszustand siehe auch den Artikel zum 👉 Geheimnisschauer

Fußnoten


  • [1] Gottesschauer als Person: "Was tun die Schauer Gotts? sie tun das in der Zeit, Was andre werden tun dort in der Ewigkeit." In: Angelus Silesius: Sämtliche poetische Werke in drei Bänden. Band 3, München 1952, S. 112. Das hier zitierte Werk heißt "Cherubinischer Wandersmann" welches in sechs Bücher aufgeteilt ist. Das Zitat stammt aus dem vierten Buch. Die ersten fünf Bücher entstanden vermutlich zwischen 1653 und 1657 und erschienen zuerst: Wien (Johann Jacob Kürner) 1657, das sechste Buch wurde zuerst in der 2. Auflage des Werks, Glatz (Ignatz Schubarth) [1675], gedruckt. Online: http://www.zeno.org/nid/20004423488
  • [2] Gottesschauer als Person: "So hatte er des Angelus Silesius Cherubinischen Wandersmann in das Haus gebracht, und die kleine Gesellschaft empfand die größte Freude über den vehementen Gottesschauer, seine lebendige Sprache und poetische Glut." In: Gottfried Keller: Der grüne Heinrich. Sämtliche Werke in acht Bänden, Band 3, Berlin 1958–1961, S. 833-849. Online: http://www.zeno.org/nid/20005144957
  • [3] In: "beaufsichtiger des kirchengutes', vgl. kompositionstypen gott I D 4, im 15. und 16. jh.: geschworene gottschauer (1482) bei Fischer schwäb. 3, 774; (1587) ebda. 2) zu gottesschau 1, in mystischer sprache:" In: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1955), Bd. IV,I,V (1958), Sp. 1298, Z. 64. Online: https://www.dwds.de/wb/dwb/gottesschauer
  • [4] Gottesschauer als Person: "Die moralische und geistliche Reinheit des Nous genügt nicht allein zum Erlangen der Gottesschau. Der Nous muss auf jeden Fall auch von Gott erleuchtet sein, um Gott „schauen“ zu können. Sowie das Licht für die Sinnesfunktion unserer Augen notwendig ist, wenn wir die Sonne, soweit das möglich ist, sehn wollen, so ist die göttliche Erleuchtung für die Sehfunktion unseres Nous notwendig, um Gott zu „schauen“. Diese Auffassung entnehmen die Väter nicht etwa der platonischen Philosophie, wie einige Forscher meinen, sondern direkt aus der biblischen Tradition, in dem sie häufig auf die folgende Psalmenstelle verweisen: „in deinem Licht schauen wir das Licht“ (Ps 35, 10).83 Wie also alle „Gottesschauer“, so sah auch Jesaja Gott nicht mit den leiblichen, sondern mit den geistigen Augen, die moralisch und geistlich rein waren und vom ewigen Licht des Heiligen Geistes erleuchtet wurden." In: Martzelos, Georgios: Die Gottesschau des Jesaja in der Orthodoxen Überlieferung. Neapolis University. 2008. Online: https://hephaestus.nup.ac.cy/bitstream/handle/11728/7492/Die_Gottesschau_full.pdf
  • [5] Gottesschauer als Person: "Aus den Regionen der wetternden Schöpfungsmacht, aus den Bezirken einsamer Gottesschauer geht es hinab in die Niederungen des Daseins, zu den unerleuchtet dahinlebenden Geschlechtern." In: Mackowsky, Hans. Michelangelo. Stuttgart: Metzlersche Verl.–Buchhandlung, 1947. S. 179. Online: https://doi.org/10.11588/diglit.75949#0179

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