Elektrische Leitfähigkeit
Definition
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Basiswissen
Die elektrische Leitfähigkeit gibt an, wie gut ein Stoff Strom leiten kann. Das Formelzeichen ist das kleine griechische Sigma σ. Die Einheit ist das Siemens pro Meter (S/m). Eine extrem niedrige Leitfähigkeit hat reines Wasser, eine sehr hohe das Metall Silber. Die elektrische Leitfähigkeit gilt als Proxy-Variable für die Salinität von Meerwasser. [2] Für Flüssigkeiten gibt es ein normiertes Messverfahren. [3] Beispiele für die Werte von verschiedenen Materialien stehen im Artikel 👉 elektrische Leitfähigkeiten
Fußnoten
- [1] Die elektrische Leitfähigkeit wird auch bezeichnet als "(elektrisches) Leitvermögen", "(elektrische) Konduktivität" und abgekürzt mit den kleinen griechischen Sigma σ. Definiert ist sie als "die Fähigkeit eines Stoffes, elektrische Ladungsträger, vor allem Elektronen und Ionen, zu transportieren." Und: "σ ist der Kehrwert des spezifischen Widerstandes ρ [rho] und hat die Einheit Siemens pro Meter". In SI-Einheiten kann man das Siemens pro Meter auch Schreiben als 1/(Ωm) oder A/(Vm). In: Der Artikel "elektrische Leitfähigkeit". Spektrum Lexikon der Physik. Abgerufen am 12. November 2025. Online: https://www.spektrum.de/lexikon/physik/elektrische-leitfaehigkeit/3934
- [2] Salinität wird definiert als "Salzgehalt von Gewässern oder auch Böden." Die Messung erfolgt über einen Vergleich der Leitfähigkeit mit einer Standardlösung: "Die PSS78 basiert auf einer Seewasserprobe, die im Vergleich zu einer Lösung von 32,4356 g Kaliumchlorid (KCl) in einem Kilogramm Lösung ein Leitfähigkeitsverhältnis von 1 hat. Als Standardwasser wurde das Wasser des Nordatlantiks gewählt. Dies hat eine Chlorinität von 19,3740 ‰ und definiert so den 35,00 ‰ Punkt der Skala." In: der Artikel "Salinität" im "Meereisportal", online gestellt vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Abgerufen am 18. Dezember 2025. Siehe auch 👉 Salinität
- [3] Eine Norm regelt, wie man international vergleichbar die elektrische Leitfähigkeit einer Flüssigkeit, zum Beispiel von Seewasser, messen kann: ISO 7888:1985 – Water quality — Determination of electrical conductivity. Englische Fassung der europäischen Norm EN 27888:1993.