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Dunstschicht

Schiffsabgase

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Definition


Als Dunstschicht bezeichnet man eine meist bodennahe und flache Schicht der Atmosphäre mit einer deutlichen erkennbaren Trübung der Sicht [1], unter anderem durch Aerosole und Wassertröpfchen [2] und oft mit Farbeffekten [3]. Bei Sichtweiten unter einem Kilometer spricht man dann von Nebel. [2] Dunstschichten, Dunstschleier oder Dunstglocken [2] werden oft mit Großstädten oder Industrietätigkeiten in Verbindung gebracht [3], etwa auch mit den Abgasen von Schiffen [4] [5].



Eine schwefelgelbe Dunstschicht über einem Gebiet mit starkem Schiffsverkehr. Am darauffolgenden Tag war deutlich sichtbar, wie aus dem Schornstein eines großen Schiffes genau diese Abgase austraten und in Richtung Lee einen klar erkennbaren Schleier von Dunst erzeugten.

Fußnoten


  • [1] In der Meteorologie ist Dunst "eine Trübung der Atmosphäre, bewirkt durch feste, schwebende Teilchen oder durch stark hygroskopische (feuchtigkeitsanziehende) Kondensationskerne, an denen sich schon kleinste Wassertröpfchen bilden, bevor die relative Feuchtigkeit 100 % beträgt." In: Duden-Lexikon in drei Bänden. Erster Band: A bis G. Dudenverlag. Mannheim. 1962. Seite 494. Siehe auch 👉 Dunst
  • [2] Dunst ist eine "Trübung der Atmosphäre durch feine kondensierte Wassertröpfchen oder kleinste feste Schwebepartikel." Da diese das Sonnenlicht "anders streuen" als die "'normalen' Luftbestandteile" erzeugen sich einen "sichtbaren Schleier". Bei Dunst beträgt die "horizontale Sichtweite "1 bis kleiner 8 km". Bei einer relativen Luftfeuchte kleiner 80 % spricht man von "trockenem", bei höhere Luftfeuchtigkeit von "feuchtem" Dunst. Die "entstehenden Tropfen haben Radien zwischen 0.1 und 1 Mikrometer". "Sichtweiten unter einem Kilometer bedeuten Nebel." Über "Großstädten" und "Industriestandorten" entstehen sogenannte "Dunstglocken". Häufig entsteht Dunst bei "windschwachen Wetterlagen", meist im "Zentrum von Hochdruckgebieten" und "unter Ausbildung einer Inversion". Der Dunst sammelt sich unter der "Temperaturumkehrschicht" an. In: der Artile "Dunst". Glossar des Deutschen Wetterdienstes. Abgerufen am 31. Juli 2026. Online: https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv3=100644&lv2=100578
  • [3] "Layered Haze: Haze produced when air pollution from multiple line, area or point sources is transported long distances to form distinguishable layers of discoloration in a stable atmosphere." In: Glossar der US-amerikanischen Behörde NOAA. Abgerufen am 31. Juli 2026. Online: https://marine.weather.gov/glossary.php?word=haze
  • [4] "Ship exhaust particles occur in the size range Dp<0.3 μm, showing a bi-modal structure. The combustion particle mode is centred at modal diameters of 0.05 μm for raw emissions to 0.10 μm at a plume age of 1 h. The smaller-sized volatile particle mode is centred at Dp≤0.02 μm. From the decay of ship exhaust particle number concentrations in an expanding plume, a maximum plume life time of approx. 24 h is estimated for a well-mixed marine boundary layer." In: Petzold, A., Hasselbach, J., Lauer, P., Baumann, R., Franke, K., Gurk, C., Schlager, H., and Weingartner, E.: Experimental studies on particle emissions from cruising ship, their characteristic properties, transformation and atmospheric lifetime in the marine boundary layer, Atmos. Chem. Phys., 8, 2387–2403, https://doi.org/10.5194/acp-8-2387-2008, 2008.
  • [5] Schiffsabgase erzeugen sichtbare Phänomene: "It is well established by radiative transfer calculations that increasing the number of cloud droplets, while keeping the LWC [liquid water content] of the cloud constant, will increase the reflectivity of clouds […]. It is also evident from the above data that the submicron aerosol concentration is greatly enhanced within the ship’s plume." In: Frick, G. M., and W. A. Hoppel, 2000: Airship Measurements of Ship’s Exhaust Plumes and Their Effect on Marine Boundary Layer Clouds. J. Atmos. Sci., 57, 2625–2648, https://doi.org/10.1175/1520-0469(2000)057<2625:AMOSSE>2.0.CO;2.



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