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Überschuldungsquotenparadoxon


Corona


Beispiel


Während der Coronakrise (Pandemie) von 2019 bis 2021 ging die Anzahl der überschuldeten Personen signifikant um rund 10 Prozent zurück. Die Überschuldungsquote für Deutschland lag 2021 bei 8,86 Prozent, rund 659 Tausend Einzelpersonen waren überschuldet. Paradox ist das, weil man annehmen sollte, dass durch die weggebrochenen Einnahmen vieler Personen die Verschuldungen eher ansteigen als zurückgehen. Das Paradoxon lässt sich aber aufklären. Das ist hier kurz angedeutet.

Lösung


Der Aachener Sozialwissenschaftler Rainer Bovelet nennt einige Gründe: staatliche Hilfen milderten oder verhinderten bei Selbständigen Verdienstausfälle, viele Menschen praktizierten eine "vorauseilende Ausgabenvorsicht" und "Konsumabstinenz", ferner gab es weniger Möglichkeiten für Konsum (Urlaub, Gastronomie) und so weiter. In Summe kam es so, dass die Anzahl der verschuldeten Personen durch die Pandemie unter dem Strich abnahm. Siehe auch Paradoxien ↗

Fußnoten