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Leidenfrost-Effekt

Physik

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Basiswissen


Als Leidenfrost-Effekt, benannt nach dem Theologen Leidenfrost (1715 bis 1794) [1 ]bezeichnet man das Phänomen, dass eine Flüssigkeit, die man auf eine Fläche gibt, die erheblich heißer ist als ihre Siedetemperatur, eine Dampfschicht zwischen sich und der heißen Flächen aufbaut. Auf dieser Dampfschicht schweben oder tanzen dann zum Beispiel Tropfen von Wasser.

Versuch


Am 16. Januar 2026 wurde ein erster Pilotversuch durchgeführt [2]: durch ein langsames Hochzeizen der Stahlplatte eines Magnetrührers wurde die Temperatur abgeschätzt, bei der Leitungswasser zum ersten Mal den Effekt zeigt: etwa 170 bis 180 °C. Am 23. Januar 2026 wurde derselbe Versuche mit Leitungswasser, destilliertem Wasser und Salzwasser (3,5 g NaCl auf 100 ml Wasser) wiederholt. Verunreinigungen sollen einen starken Einfluss auf die Temperatur haben. [3]

  • Leidenfrost-Temperatur Leitungswasser: 170 bis 180 °C (16. Jan. 2026)
  • Leidenfrost-Temperatur Leitungswasser: 150 °C (23. Jan. 2026)
  • Leidenfrost-Temperatur destilliertes Wasser: 175 °C (23. Jan. 2026)
  • Leidenfrost-Temperatur Salzwasser (3,5 %): 200 °C (23. Jan. 2026)

Es fällt auf, dass die Leidenfrost-Temperatur nicht mit dem Grad der Verunreinigung gestiegen ist. Auch fällt auf, dass wir für Leitungswasser zu den unterschiedlichen Terminen einen deutlich unterschiedlichen Wert erhielten. Da laut der Literatur auch die Beschaffenheit der heißen Fläche eine große Rolle spielen soll, könnte hier vielleicht die zunehmende Verunreinigung der Heizfläche durch Verdunstungsrückstände eine Rolle spielen.


TO-DO:

Den Einfluss einer zunehmend verunreinigten Heizplatte auszuschließen könnte Ziel weiterer Versuche sein. Die Heizplatte müsste dann zum Beispiel mit einer Kratzbürste ständig im gleichen Zustand sauber gehalten werden. Dadurch würde die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verbessert.


Fußnoten


  • [1] Johann Gottlob Leidenfrost: De aquæ communis nonnullis qualitatibus tractatus, Hermann Ovenius, Duisburg 1756.
  • [2] Leo Riihijärvi und Amin Bouddounti führten am 16. Januar 2026 Experimente mit Wassertropfen auf der Heizplatte eines Magnetrührers durch. Sie bestimmten die Temperatur, ab der das Tanzen der Tropfen von Leitungswasser begann, mit etwa 170 bis 180 °C. Sie führten auch den Nachfolgeversuch mit den drei unterschiedlichen Wasserarten am 23. Januar 2026 durch.
  • [3] Die Leidenfrost-Temperatur hängt unter anderem vom Salzgehalt des Wassers ab: “It is demonstrated that the dissolved salt increases the Leidenfrost temperature.” In: C.K. Huang and R.J. Carey: The effects of dissolved salt on the Leidenfrost transition. International Journal of Heat and Mass Transfer. Online: URL: https://doi.org/10.1016/j.ijheatmasstransfer.2006.04.018

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