Kapillare
Physik
© 2026
Definition
Als Kapillare [1] oder auch Haarröhrchen [2] bezeichnet man Röhrchen mit sehr kleinen Innendurchmessern [3] oder verallgemeinert auch enge, feine und langgestreckte Hohlräume. Das Wort leitet sich her vom lateinischen Capillus (das Haar). In Kapillaren verhalten sich Flüssigkeiten physikalisch anders als in größer ausgedehnten Hohlräumen. [4] Siehe dazu auch den Artikel zum 👉 Kapillareffekt
Fußnoten
- [1] "Kapillare, ein Rohr haarfeiner Bohrung […] Von physikalischem Interesse sind Kapillaren, die in eine Flüssigkeit eingebracht werden, wegen der Kapillarität genannten Erscheinung, die ein Steigen bzw. Sinken des Flüssigkeitsspiegels in ihnen gegenüber dem äußeren Niveau zur Folge hat." In: der Artikel "Kapillare". Spektrum Lexikon der Physik. Abgerufen am 15. Mai 2026. Online: https://www.spektrum.de/lexikon/physik/kapillare/7783
- [2] Haarröhrchen als Synonym für Kapillare, zum Beispiel im Digitalen Wörterbuch der Deutschen Sprache (DWDS). Abgerfuen am 15. Mai 2026. Online: https://www.rhetos.de/html/lex/einzelspaltexperiment_(kerze).htm#Basiswissen
- [3] "Kapillare" sind in der Physik "Haarröhrchen, Röhrchen mit sehr kleinem Innendurchmesser, die Kapillarität zeigen" sowie in der "Anatomie" die "Haargefäße, die Blutkapillaren. Blutgefäße". In: der Artikel "Kapillarität". Spektrum Lexikon der Biologie. Abgerufen am 15. Mai 2026. Online: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/kapillaren/35375
- [4] Liegt der Porendurchmesser von Kapillaren zwischen 0,1 µm und 0,5 mm kann ein Wassertransport stattfinden. Sinngemäß in: Helmar Schubert: Kapillarität in porösen Feststoffsystemen. Springer-Verlag, Berlin 1982, ISBN 3-540-11835-7. Siehe auch 👉 Kapillareffekt