Basiston
Geologie
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Definition
Der Begriff Basiston bezeichnet tonige Basalablagerungen Transgressionshorizonte an der Basis jüngerer Sedimentfolgen. [1] Im Kontext mariner Transgressionen [2] sind damit typischerweise feinkörnige Sedimente gemeint, die beim Vorrücken des Meeres zuerst über älteren Festlandsoberflächen abgelagert werden. Dabei treten oft, aber nicht immer solche Tone auf. [3] Im Aachener Kreidegebiet [4] zum Beispiel liegt der „Basiston“ stratigraphisch unter Aachener Sanden und Vaalser Grünsanden, etwa im Gebiet des Lousbergs. [5]
Fußnoten
- [1] Peter Schäfer: Mainzer Becken Stratigraphie, Paläontologie, Exkursionen. 5. Auflage. Verlag Gebrüder Bornträger, Stuttgart, 2021. ISBN: 9783443150921. Dort im Kapitel "3. Geologische Entwicklung und Sedimentationsgeschichte des Mainzer Beckens im Tertiär", speziell in 3.2.1. „Eozäne“ Basistone und -sande, Seite 19.
- [2] "In diesem Bereich der Vergitterung variscischer Elemente (Saar-Nahe-Becken) mit rheinischen Strukturen (Rheingraben) legte sich das Mainzer Becken ebenso wie der Rheingraben im Eozän an. Die hier abgelagerten limnischen Serien werden als eozäne Basistone bezeichnet. Darüber folgen im Unter-Oligozän die transgressiven Mittleren Pechelbronner Schichten." In: Karl R. G. STAPF und Walter LANG: Natur und Landschaft im Raume Grünstadt Bericht über eine landeskundlich-biologische Exkursion des POLLICHIA-Hauptvereins am Sonntag, dem 28. Mai 1972. Mitteilungen der Pollichia. III. Reihe 19. Band 133. V ereinsjahr 1972. Bad Dürkheim Seite 134 bis 153.
- [3] Eine detaillierte Übersicht über die Sedimente bei einer Transgression des Meeres über vorheriges Festland findet man in: Antonio Cattaneo, Ron J. Steel: Transgressive deposits: a review of their variability.Earth-Science Reviews. Volume 62, Issues 3–4, September 2003, Pages 187-228. Online: Online: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0012825202001344
- [4] Schmidt, Wo & Wolters, R., 1952. “Basiston” der Aachener Kreide. Alttertiär und fossile Verwitterung am Nordrand der Eifel. Geologisches Jahrbuch 66: 661-670.
- [5] Die Soers und der Lousberg. In: Roland Walter: Aachener Georouten. GEV (Grenz-Echo Verlag). Eupen. 2012. ISBN: 978-3-86712-058-6. Dort auf Seite 119.