Lastensegler


Flugzeug


Definition


Als Lastensegler bezeichnet man ein Gleitflugzeug, das zum Transport schwerer Materialien oder vieler Personen gedacht ist. Lastensegler kamen vielfach im zweiten Weltkrieg zum Einsatz. Danach wurden sie von Hubschraubern verdrängt. Hier stehen einige technische Beispieldaten.

Typisches Beispiel


Die DFS 230 war ein deutscher Lastensegler, der im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Er war unter anderem an der Stürmung des belgischen Grenzforts Eben Emael bei Maastrich sowie verschiedenen Operationen in Nordafrika beteiligt. Der Segler konnte über 40 km ohne Antrieb segeln, zum Beispiel beim deutschen Überfall auf Belgien und Holland am 10. Mai 1940 [1]. Hier stehen die technischen Daten:

◦ 1 Pilot + 9 Soldaten => Besatzung
◦ 11,24 m => Länge
◦ 21,98 m => Spannweite
◦ 2,74 m => Höhe
◦ 41,3 m² => Flügelfläche
◦ 11,7 => Flügelstreckung
◦ etwa 12 => Gleitzahl
◦ 860 kg => Leermasse
◦ 2100 kg => maximale Startmasse
◦ 210 km/h => Schleppgeschwindigkeit

Quellen


◦ [1] Werner Pissin: Die Einnahme der Festung Eben-Emael am 10./11. Mai 1940. In: Allgemeine schweizerische Militärzeitschrift (ASMZ). Band 125, Nr. 8, 1959, S. 588, doi:10.5169/seals-37841