Erbsenquellversuch


Geometrie


Basiswissen


Man nehme eine größere Anzahl von möglichst kugeligen getrockneten Erbsen. Man stopfe sie möglichst eng bis zum oberen Rand in ein verschliebares Glas. Dann fülle man das Glas möglichst vollständig mit Wasser. Nach einer Zeit des Quellens (Wasseraufnahme) werden die Erbsen ihren Volumen vergrößern und einen zwölfflächigen Körper ergeben, ein Dodekaeder.

Originalzitat I


"The simplest possible experiment to ascertain the geometrical form of spherical bodies in mass was done by Buffon who packed peas tightly in a space, soaked them until the interstices were filled by swelling, and then noticed their shape. The peas became rhombic dodecahedia, twelve sided bodies (Fig. 11,5). This is true because stacked spheres fit together so that a central one rests upon three with six surrounding it at its equatorial plane and three resting on its top..." [1]

Originalzitat II


"Man fülle [...] ein Gefäß mit Erbsen oder einer anderen zylinderischen Hülsenfrucht, gieße so viel Wasser hinein, als zwischen den Körnern Platz hat, schließe es und lasse es kochen. Alle diese zylindrischen Körper werden zu sechsseitigen Säulen werden." [2]

Tipps zur praktischen Durchführung


Nach dem Versuch die Erbsen wegwerfen oder essen, auf jeden Fall nicht längere Zeit stehen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie dann bald anfangen zu schimmeln.

Literatur


◦ [1] University of Pennsylvania Press: Contributions from the Botanical Laboratory, vol. 7. 1892.
◦ [2] Maurice Maeterlinck: Das Leben der Bienen. Unionsverlag. 3. Auflage als Taschenbuch. ISBN: 978-3-293-20813-1. Seite 92.